Donnerstag, 10. Oktober 2024

ein neues Shirt

Am Wochenende habe ich einen Platz gesucht, um die Fleece-Meterware zu verstauen, die ich eigentlich als Rückseite für den Prism-Bom bestellt hatte. Es war gar nicht so einfach, Platz dafür zu finden, denn leider vermehrt sich der Platz nicht ebenso wie meine Dinge, die ich habe. 😂Ich musste also eine ganze Weile hin- und herräumen, ehe ich tatsächlich Platz gefunden habe und dabei ist mir ein schöner Jersey in die Hände gefallen. Und gleich wusste ich wieder, was ich dazu ursprünglich kombinieren wollte. Also habe ich Sonntag entschieden, spontan ein Shirt zu nähen.

Ich hatte ja geschrieben, dass mir am Wochenende einfach zu viele Leute in unserer Wohnung waren und so musste ich mir erst einmal einen Platz zum Zuschneiden suchen. Zwischen meinen beiden Nähtischen habe ich dann Platz gefunden, das Zuschneiden war nicht ganz so einfach, aber es hat dann geklappt. Ich sag ja immer, wenn der Schnitt fertig ist, geht das Nähen schnell. Den Schnitt habe ich schon so oft genäht, dass er mir relativ leicht von der Hand geht.
Dieses Mal hat es sogar gut geklappt, das Halsbündchen anzunähen, die Probleme kamen dann erst, als ich das Bündchen covern wollte. Gerade erst kürzlich habe ich auf Arbeit geschwärmt, wie schön die Cover ist: Anschalten und losnähen, die Einstellungen passen. Ganz anders, als  bei meiner ersten Covermaschine. Aber hey, was war dieses Mal los? Nichts passte, nichts stimmte.
Der Stoff kräuselte sich, der Faden riss und die Fadenspannung passte auch nicht.
Egal wie oft ich neu eingefädelt habe, es änderte nichts an den Problemen. Ich habe auch neue Nadeln genommen, auch das brachte keinen Erfolg.
In meiner allerletzten Verzweiflung habe ich alle Nadeln noch einmal neu eingesetzt und dabei schon festgestellt, dass die Nadeln nicht weit genug eingesetzt waren und dann habe ich auch noch festgestellt, dass ich die Konen auf den falschen Stiften hatte. Na, das war ja super und es zeigt mal wieder: Das Problem sitzt vor der Maschine.
Nachdem dann alles behoben war, funktionierte meine Maschine natürlich auch wieder richtig und ich konnte mein Halsbündchen und die Säume gut covern. Mein Shirt ist schön geworden und passt perfekt zu der Jacke, zu dem das Shirt gedacht war:
Ich fühle mich sehr wohl in meinen Sachen und hatte sie bereits auf Arbeit an. Ich habe mir überlegt, mir mal wieder öfter Kleidung zu nähen, ich habe noch so viele schöne Stoffe im Schrank. Es wäre schade, wenn sie dort verstauben würden.

Dienstag, 8. Oktober 2024

Sonntag

Habt vielen Dank für eure lieben Kommentare zu meinem letzten Beitrag. Ja, es ist schön, die Erinnerungen in sich aufzusaugen und noch einmal zu durchleben und ja, das Herz bewahrt die Erinnerungen. Mir geht es oft so, dass die Erinnerung zurückkommt, wenn ich Fotos sehe oder zum Beispiel etwas höre, was ich mit dem Ereignis in Verbindung bringe. Immer zum Beispiel, wenn ich ein bestimmtes Lied höre, fällt mir ad hoc dazu die Situation ein und lässt mich lächeln, weil der Moment so schön und innig war. 😍

Eigentlich wollte ich am Sonntag ja beginnen, den Quilt zu quilten. 

Allerdings - und da kommt der Kommentar von Regina in's Spiel - wusste ich und weiß es noch immer nicht, wie ich ihn quilten möchte. Gern würde ich mal wieder mit dem Rahmen quilten, aber durch unseren begrenzten Platz muss ich den immer wieder aufbauen, ich kann ihn leider nicht aufgebaut stehenlassen. Und an dem Platz, wo ich den Rahmen aufstellen kann, steht momentan noch der Hometrainer, der müsste dann erst einmal wieder auf den Boden, um Platz für den Rahmen zu machen.

Ok, der Hometrainer steht meist verwaist da und könnte dauerhaft auf den Boden, aber hin und wieder überkommt es mich dann doch und ich trainiere ein paar Minuten (zur Beruhigung des Gewissens reicht das meist, für die Fitness eher weniger 😂). Naja, lange Rede kurzer Sinn, ich werde wohl nicht mit dem Rahmen, sondern nur gerade Linien quilten. Im Moment ist es mir zu viel Aufwand, den Rahmen mit dem Hometrainer zu tauschen, zum anderen sind (für mich) derzeit auch zu viele Personen in unserer Wohnung und ich fühle mich dann manchmal eingeengt.

So war es auch am Sonntag und wir haben spontan entschlossen, das schöne Wetter zu nutzen und endlich einmal die Schmetterlinge an der Staumauer der Rappbodetalsperre zu bestaunen. Im Sommer wurde die Staumauer gereinigt und dabei ein Reverse-Graffitti "aufgekärchert".

Wir haben überlegt, von wo aus die Schmetterlinge am besten zu sehen sein werden und haben uns letztendlich für die Hängebrücke entschieden und ja, von dort hat man eine gute Sicht. Man muss aber schon standhaft sein, denn jeweils am Ende und in der Mitte hat die Brücke arg geschwankt. Steffen geht nicht über die Brücke und so habe ich mich mit Katharina allein auf den Weg gemacht.
Es war wunderschönes Herbstwetter, die Aussicht einfach traumhaft und die Schmetterlinge sehen einfach klasse aus. Sie bleiben wohl ein paar Jahre nun an der Staumauer (solange, bis sie wieder verdreckt ist). Die Schmetterlinge sollen nicht nur schön aussehen, sondern auch daran erinnern, dass manche Schmetterlinge vom Aussterben bedroht sind.
Die Hängebrücke ist ein schönes Bauwerk und der Spaziergang darüber macht Spaß. Ich finde es klasse, was Harzdrenalin an der Rappbodetalsperre geschaffen hat: Es ist für jeden was dabei: Nervenkitzel, aber auch einfach nur Aussicht. Der Mut, der Leute ist zu bewundern und ich wünsche ihnen, dass er immer wieder belohnt wird.
Beim nächsten Mal wollen Katharina und ich auf den Aussichtsturm gehen und uns die Welt von oben ansehen.

Sonntag, 6. Oktober 2024

...halt das Herz an, wenn du's wagst...

Die letzten Wochenende, die hinter uns liegen, waren anstrengend, fing es doch an mit der Hochzeit meiner Kollegin, dann folgte unser Wochenende in Leipzig, dann die Geburtstagsfeier vom Chef und gestern nun war das langersehnte Konzert von Heinz Rudolf Kunze. 

Steffen und ich waren im Februar ja schon in Magdeburg zum Konzert von ihm (mit Band) und es hat uns so so gut gefallen.

Es war damals ein sehr schöner Abend und das Konzert war sowieso schön, sowohl die alten als auch die neuen Lieder waren toll und so haben wir uns dann, als wir gemerkt haben, dass er im Oktober in Ilsenburg spielt, noch einmal Karten gekauft. Ja, das war die selbe (oder die gleiche - ich werde es mir nie merken) Tour, aber das ist ja egal. Wir haben für Katharina auch eine Karte gekauft. Gut HRK ist wohl eher keine Musik für Teens, aber mir ging es dabei eher darum, ihr ein Gefühl für... ...ja für was eigentlich zu vermitteln. Einfach wohl ihr zu zeigen, wie schön das Leben ist und ein Konzert sein kann.

Wir haben uns schon sehr auf den Abend gefreut und wir beiden Frauen haben uns - jede auf ihre eigene Weise - extra chic gemacht:
Als wir das Haus verlassen haben, musste ich schon ein wenig schmunzeln, wie unterschiedlich Katharina und ich in solchen Dingen doch sind. 😍😂Allein schon die Auswahl der Taschen sagt einiges (ähm ja, ich habe übrigens nur eine Handtasche und eben meine beiden Bauchtaschen 😂).

Das Konzert war in Ilsenburg in der Harzlandhalle, da wir ja feste Plätze hatten, mussten wir nicht ganz so zeitig da sein, wie bei einem Konzert, bei dem es nur Stehplätze gibt. Allerdings ist die Stimmung auch ein wenig eine andere, ich finde, es dauert dann schon eine Weile, das Publikum - gerade, wenn es vom Altersdurchschnitt her so ist, wie gestern abend - zu animieren, gerade die, die unten im Parkett saßen. Da ich die Halle vom Fußball her kenne, hatte ich uns extra Tickets in der allerletzten Reihe gekauft, damit wir aufstehen und die Musik spüren und uns bewegen können. Diese Idee hatten auch einige andere und so war es doch ein sehr bewegter Abend.
Was total schön war, dass wir einen guten Blick auf die Bühne hatten, das war in Magdeburg anders, denn da standen gefühlt alle großen Menschen vor mir. Ich bin jetzt auch nicht der absolute Ultrafan, der alle Liedtexte auswendig kennt, aber ich mag seine Musik und irgendwie geht mir Musik generall in die Beine und ich muss mich irgendwie bewegen. Ich frage mich jedoch immer wieder, warum Menschen Geld für Konzerttickets ausgeben und dann stocksteif da sitzen und vor der ersten oder spätestens nach der ersten Zugabe fluchtartig das Konzert verlassen. Gehen die nur hin, weil in ihrer Stadt mal was los ist oder weil es zum "guten Ton" gehört? Ich weiß es nicht, wir sind jedenfalls erst dann gegangen, als in der Halle das Licht wieder anging, denn dann war das Konzert leider tatsächlich und wirklich vorbei.
Es war so ein schöner Abend und gern würde ich die Zeit um ein paar Stunden nur zurückdrehen und die Musik einfach noch einmal hören und genießen wollen. Aber da das nun mal nicht geht, muss ich den schönen Abend einfach in meinem Herzen behalten und mich daran erinnern. Auch das ist schön. 💖

Samstag, 5. Oktober 2024

...wie früher...

Gestern habe ich ja schon geschrieben, dass alle Blöcke für den Prism-Bom fertig genäht sind und, wie ihr euch sicher denken könnt, habe ich auch gestern noch die Blöcke ausgelegt. Es interessierte mich einfach zu sehr, wie die Blöcke in der Kombination aussehen. Es auf dem Bild zu sehen ist eines, aber in natura sieht es ja immer noch einmal anders aus. Und so habe ich meine Blöcke als erstes ausgelegt:

Mein Blick fiel als erstes und immer wieder auf den dazu genähten Block mit dem grünen Rand. Allein sah er so schön aus, aber in der Gesamtheit mit den anderen Blöcken fällt er, finde ich, ganz schön auf. Also habe ich die Sashinstreifen und die Cornerstones geschnitten und mit ausgelegt. Vielleicht wirken die Blöcke dann ja ganz anders.

Ja, es wirkt ganz anders, aber mein Blick fiel immer wieder auf den grünen Block. Also habe ich die Blöcke umsortiert:

Ich habe lange überlegt, ob ich den Block noch einmal neu nähe bzw. die Außenränder ändere, meine rosa Variante, die ich gelegt hatte, überzeugte mich dann aber auch nicht:
Irgendwann habe ich ein Foto der ausgelegten Blöcke an die große Katharina geschickt, ich wusste einfach nicht, wohin mit dem grünen Block. Früher, als ich mit Katharina in Elternzeit war, haben wir das ganz oft gemacht, dass wir uns gegenseitig beim Blockauslegen geholfen haben. So war es auch dieses Mal, die Hilfe von Katharina kam prompt. Zuerst über den Messenger und dann irgendwann über's Telefon. Manches geht telefonisch einfach schneller als zu schreiben. Und so haben wir telefoniert und Blöcke sortiert und nach einigem Schieben stach der grüne Block gar nicht mehr so heraus und ich war zufrieden und schön war es auch, mal wieder mit Katharina zu telefonieren.
Für diese Variante habe ich mich letztendlich entschieden und auch schon einmal die Border - wenn auch verkehrt herum - angelegt. Ich denke, so wird es schön aussehen. Ich habe dann auch gestern noch die Blöcke mit den Zwischenstreifen und -blöcken zusammengenäht. Dann war aber auch Schicht im Schacht, man muss es ja nicht übertreiben.
Heute morgen habe ich dann gleich begonnen, die Border zuzuschneiden, das war eine echt mühselige Arbeit, zumal ich das mit der Schere gemacht habe. So viel Geschnippel, an jeder Border musste ich ja rechts und links was abschneiden. Die Ecken werden ja als Briefecken genäht und ich habe mich arg bemüht, dass das Muster in den Ecken gut übereinstimmt. Das ist mir aber nur so semi gelungen. Aber hey, das Top ist fertig und das sogar vor meinem selbst gesteckten Ziel von Sonntag. 
Das Schwarz der Zwischenstreifen lässt die Farben so richtig leuchten, es verstärkt das Leuchten noch einmal mehr und durch den hellen Rand der Border bekommt der Quilt dann doch wieder Leichtigkeit und wirkt nicht so schwer. Eigentlich hatte ich für die Rückseite schon Kuschelfleece bestellt, das müsste ich aber stückeln. Heute kam mir dann die Idee, ich könnte ja eine Decke als Rückseite kaufen, bei diesem Quilt hatte ich das schon einmal gemacht. Ich habe dann auch eine Decke gefunden, die die gleiche Stärke hat wie die bestellte Meterware. Na klar, ich habe noch geheftet, wenn schon, denn schon:
Mein Quiltröllchen liegt nun im Wohnzimmer und wartet auf das Quilten. Ich werde nachher vorbeugend schon einmal die Nähmaschine in's Wohnzimmer tragen. Wir gehen heute Abend zwar zum Konzert (ich freue mich schon), aber es kann ja durchaus sein, dass ich trotzdem wieder pünktlich wach bin und dann kann ich die Nichtschlafenszeit ja auch sinnvoll nutzen - schließlich habe mich mir ein Ziel gesetzt. Und wenn dem so ist, bin ich auch ziemlich zielstrebig und ehrgeizig, meine Ziele auch zu schaffen.

Freitag, 4. Oktober 2024

Die nächsten bunten Blöcke

Ich habe mir ja ein selbst gesetztes Ziel für die bunten Blöcke gesetzt, im Oktober möchte ich mit dem Quilt fertig werden. Erst wenn der Quilt geschafft ist, wende ich mich dann wieder Gelmeroda zu. Ich gebe ja zu, es juckt schon wieder in den Fingern, schließlich habe ich noch die ein oder andere Idee für Gelmeroda. Aber: Erst die Pflicht und dann die Kür.

Und so habe ich gestern und heute dann wieder bunte Blöcke genäht. Durch das Mittwochsnähen bin ich mit meinen bunten Blöcken ein wenig in's Hintertreffen geraten. Glücklicherweise konnte ich mich gestern ein wenig aus den Vorbereitungen rausnehmen und nähen und so sind gestern die beiden Blöcke der 10. Lieferung entstanden:

Damit waren dann alle "offiziellen" Blöcke genäht und ich musste überlegen, welche zwei Blöcke ich zusätzlich nähen wollte. Ich wollte ja keinen Block doppelt im Quilt habe, so habe ich mich entschieden, zwei oder drei Blöcke miteinander zu kombinieren. Dazu habe ich zunächst erst einmal alle Stoffe sortiert. Bisher hatte ich sie immer Lieferungsweise zusammengelegt, nun war es aber besser, sie nach Motiv und Farbe zu sortieren, so kann ich gut sehen, wie viele Stoffe ich habe.

 
Es sind wirklich unheimlich viele Stoffe, auch in wirklich großen Stücken, über geblieben, so konnte ich gut die noch fehlenden vier Blöcke zu nähen. Da die letzten Blöcke sehr viel blau und lila enthielten, habe ich mich entschieden, den Block eher in warmen Farben und mit grün und orange zu nähen. Ich habe Elemente von Block 2 und 6 kombiniert.
Und schon jetzt, wenn der Block noch nicht zusammengenäht ist, sieht er schon schön aus. Gern hätte ich gestern den noch fertig genäht, aber irgendwann war ich dann auch zu geschafft und schließlich kamen ja dann auch bald Jonathans Gäste. Aber heute war ja auch noch ein Tag und so habe ich als erstes die Blöcke komplett zusammengenäht.
Diese beiden Blöcke leuchten so wunderbar, das ist richtig schön. Dann fehlte ja für jeden Quilt noch ein Block, mit dem habe ich mich am schwersten getan. Zunächst hatte ich überlegt, einen Block aus dem Civil War-Quilt zu nähen: Double Aster. Das war aber gar nicht so einfach, denn ich musste erst einmal - gefühlt eine halbe Ewigkeit - die Anleitung suchen. Nachdem ich sie gefunden hatte, musste ich feststellen, dass der Block nicht in's Konzept des Quilts passt. Na toll, nun musste ich noch einmal überlegen.

Ich habe mich dann sozusagen von der Ecke zur Mitte hin vorgearbeitet und immer Schritt für Schritt geguckt, was ich wie nähen könnte.
Ja, so könnte es gut aussehen und so habe ich dann begonnen, die Teile zusammen zu nähen, jedoch nicht, ohne die ein oder andere Naht wieder aufzutrennen. Ich habe wieder gemerkt, wenn ich in Gedanken bin, klappt das Nähen nicht so gut, aber letztendlich habe ich auch diese Blöcke fertig genäht.
Irgendwie sahen die Blöcke dann aber doch seltsam aus, dass ich die "Blütenblätter" verkehrt herum angenäht hatte, ist mir erst nach einer ganzen Weile des Suchens aufgefallen. Naja, so habe ich dann noch ein weiteres Mal getrennt, zunächst aber nur bei einem Block. Aber auch hier muss ich sagen, hat sich das Trennen gelohnt, denn der Block sieht dann doch stimmiger aus:
Links ist die getrennte, rechts die ungetrennte Version. Die linke Version gefällt mir besser und so werde ich den anderen Block, wenn ich dann die zweite Version des Quilts nähe, auch auftrennen. Damit habe ich nun alle benötigten Blöcke genäht und es geht an's Auslegen und Zusammennähen des Tops. Das Auslegen ist, finde ich, immer die schönste Arbeit, wenn ich einen Quilt nähe, das Hin- und Herschieben der Blöcke, das Überlegen und neu Sortieren - ach, das macht Spaß und bekommt einen eigenen Beitrag im Blog.

Mittwoch, 2. Oktober 2024

Mittwochsnähen

Eine ganze Weile lang habe ich immer mittwochs mit Katharina was genäht, aber irgendwann ist das auf der Strecke geblieben. Oft schon habe ich das bedauert, heute hat es sich nun mal ergeben, dass Katharina und ich wieder ein Mittwochsnähen gemacht haben.

Eigentlich wollte ich ja an den bunten Blöcken weiternähen, aber dann kam so ganz urplötzlich ein Geburtstag dazwischen. Also ganz überraschend kam der Geburtstag von Jonathan jetzt nicht, schließlich kenne ich den Geburtstag seit 21 (!) Jahren, überraschend war nur mal wieder meine spontane Idee. Jonathan hatte keinen besonderen Wunsch, eigentlich hatte er gar keinen Wunsch, seine Begründung dafür war, dass er ja schließlich mietfrei bei uns wohnt. Als er das gesagt hat, war ich unheimlich stolz auf mein mittleres Kind und natürlich bekommt er was zum Geburtstag.

Ich denke, wir haben auch was Schönes für ihn gefunden. Die Idee dazu war relativ einfach, denn Jonathan ist glühender Aue-Fan und bei einem Fußballfan hat man ja unendliche Möglichkeiten. Ich gehe ja auch sehr gern zum Fußball, einmal bin ich sogar mit Jonathan nach Aue gefahren, das war eine sehr schöne Erfahrung und ich wurde sogar persönlich begrüßt. 😂

Ich muss ja sagen, dass ich es sehr schön finde, dass beide Jungs einen Herzensverein gefunden haben: Jonathan Aue, Johannes Babelsberg. Ja, beide Vereine sind weit weg, bei Johannes ergab es sich durch das Studium in Potsdam, Jonathan ist durch Freunde nach Aue gekommen. 

Als wir beide in Aue waren, gab es dort ein Freundschaftsspiel gegen einen nordirischen Verein. In den 60er Jahren hätte Aue im Europapokal gegen Glenavon spielen sollen, allerdings verweigerte wohl die britische Botschaft die Einreisevisa und so konnte das Spiel nicht stattfinden, 2024 nun wurde das Spiel nachgeholt. Jonathan erzählte davon und ich fragte, warum er denn nicht hinfährt. Er meinte, dass kein anderer fährt und allein macht es keinen Spaß. Das mit dem Spaß kann ich verstehen und so habe ich gesagt, dass ich mit ihm fahre. Und so haben wir es dann gemacht, es war ein toller Nachmittag, das Spiel hat Aue gewonnen. Der Ausflug hat Spaß gemacht. Dadurch dass das Stadion in Aue nicht so groß ist und wir echt gute Plätze hatten (Jonathan hat freundlicherweise darauf verzichtet, Karten im Ultrablock zu kaufen), konnten wir alles sehr gut sehen.

Ja, jetzt bin ich wieder vom eigentlichen Thema abgekommen: Jonathan also ist glühender Auefan und so war es einfach, was Schönes für ihn zum Geburtstag zu finden. Und da kommen dann wieder die genähten Geschenkebeutel zum Einsatz. Inzwischen ist der Karton gut gefüllt und ich habe eine große Auswahl an unterschiedlichen Größen. Als ich die Sachen vorhin eingepackt habe, habe ich zu Katharina gesagt, dass wir ja eigentlich einen Beutel in Aue-Lila nähen müssten. Gesagt, getan. Und so haben wir mal wieder ein Mittwochsnähen veranstaltet. Katharina hatte sich dann auch gleich daran erinnert, dass wir das früher oft gemacht haben. 😍

Ich habe in der lila Kiste noch einen Afrikadamast in genau der passenden Farbe gefunden, den haben wir genommen, eine Innenseite wurde weiß, die andere lilageblümt. Ich habe es mit Katharina wieder so gemacht, dass ich geschnitten und gesteckt habe und sie hat genäht. Katharina war hochkonzentriert und hat ihre Sache echt gut gemacht.
Obwohl ich schon so viele Geschenkebeute genäht habe, musste ich wieder im Netz nach der Anleitung suchen. Vielleicht sollte ich sie mir dann doch mal irgendwie ausdrucken... Ich habe für Jonathan dann noch ein "Namensschild" gestickt. Katharina kannte glücklicherweise den Text eines Fußballliedes und so habe ich den gestickt. Gut, für ein Namensschild ist es ein wenig groß geworden, aber ich denke, Jonathan wird das herzlich egal sein.
Als Zugband habe ich Schnürsenkel von Jonathans Fußballschuhen genommen. Also nicht, dass ihr denkt, ich hätte ihm die jetzt aus seinen Fußballschuhen geklaut, nein, Fußballschuhe trägt man offenbar ohne Schnürsenkel und so hat Jonathan die gleich nach dem Kauf rausgemacht und da ich, wenn mir solche Sachen von den Kindern für "deine AMC" angeboten werden, nicht nein sagen kann, hatte ich gleich passendes Band. Da die Idee mit dem lila Beutel so spontan war, hatte ich natürlich kein anderes, passendes Band da.
Nun "muss" ich morgen in aller Frühe noch den Geburtstagstisch decken und dann können wir gut in den Feiertag starten.
Ich freue mich immer wieder über die Geschenkebeutel, zum Einen bin ich - durch Massenkäufe um die Weihnachtszeit - nicht mehr gezwungen, bis Oktober, November die Geburtstagsgeschenke in Weihnachtspapier einzuwickeln und zum anderen ist es an Weihnachten so viel weniger Papiermüll. Das hat mich immer sehr gestört, wenn dann das halbe Wohnzimmer mit Papier vollgemüllt war und dann immer die ewigen Diskussionen, wer denn nun den Papiermüll runterbringt und wenn die Pech hattest, war der Papiercontainer schon voll, weil andere schneller waren. 😂Das ist nun zum Glück vorbei.

Dienstag, 1. Oktober 2024

Gelmeroda - manche Änderungen sind eher suboptimal

Habt vielen lieben Dank für eure Kommentare zu unserem Wochenende. Ja, das war wirklich schön und Leipzig ist allemal eine Reise wert, ich kann es jedem nur empfehlen.

Am letzten Wochenende habe ich an meinen September-Gelmerodaquilt weitergenäht. Ich hatte ja einige kleine Änderungen am Schnitt vorgenommen, einfach, um manche Dinge zu vereinfachen und weil ich dachte, das passt so. Nachdem ich meinen Teile zum Top zusammengenäht hatte, sind mir zwei Fehler aufgefallen:

Ich habe sie im Bild blau eingekreist, beim größeren Kreis hätte ein heller Stoff hingemusst, beim kleineren Kreis ein dunklerer Stoff. Natürlich habe ich das geändert, es hat mich gestört. An der linken Seit habe ich getrennt und den Stoff ausgetauscht, an der rechten Seite habe ich einfach ein kleines Stück vom dunklen Stoff aufgequiltet. Das hatte ich schon einmal beim Märzquilt gemacht und da es nur ein kleines Stück war, hat es ganz gut geklappt.

Durch das Quilten habe ich versucht, die unterschiedlichen Ebenen des Gebäudes darzustellen, schließlich steht der helle Körper ja ein wenig vor dem Turm. Ich denke, das ist mir mit dem Quilten auch ganz gut gelungen.

Oben rechts ist schon das aufgelegte, dunkle Stück zu sehen, dieses habe ich dann mit festgequiltet.
Sitzt und fällt auch gar nicht auf. Allerdings ist auf dem Foto auch zu sehen, dass die Änderung an der linken Seite nicht wirklich gut war. Ich hatte versucht, den Schnitt dort ein wenig zu vereinfachen, aber dadurch hat der Baukörper ein wenig seine schlanke Form verloren. So habe ich dann gleich eine weitere Änderung eingezeichnet und das blaue Dreieck noch ein wenig länger gezeichnet. In einem weiteren Quilt, schließlich stehen ja noch zwei Monate aus, werde ich die Änderung testen.

Diesen Quilt habe ich freihand und teilweise sehr dicht gequiltet. Im hellen Himmelbereich links habe ich mal wieder KingTut-Garn verwandt, allerdings habe ich nicht sofort gesehen, dass die Fadenspannung überhaupt nicht stimmte:
Auch die Rückseite sieht nicht besser aus, da hilft nur trennen, denn so kann es nicht bleiben.
Also habe ich getrennt, getrennt, getrennt und irgendwann war es geschafft, das gesamte Quilting war wieder aufgetrennt. Ich habe dann für Ober- und Unterfaden das gleiche Garn genommen und dann passte es besser mit der Fadenspannung.
Meinen Septemberquilt mag ich sehr gern, trotz der kleinen Nachteile. Durch das Quilten bekommt er eine Lebendigkeit, die mir gut gefällt. Für das Binding habe ich mich für einen grauen Stoff entschieden, der hält meinen Quilt im Rahmen.
Er hat derzeit seinen Platz neben dem großen Gelmeroadquilt und das Binding habe ich inzwischen natürlich auch rückseitig angenäht.
Trotz der kleinen Unförmigkeit an der linken Seite gefällt mir der Quilt fast mit am besten. Beim Nähen habe ich gemerkt, dass ich mit dem Thema noch lange nicht fertig bin, im Gegenteil... Und so habe ich dann auch gleich den Quilt für Juni geplant und genäht. Davon erzähle ich aber in einem extra Post, denn sonst wird es heute mal wieder zu spät und der Beitrag wieder viel zu lang.