Habt vielen Dank für eure Kommentare zu meinem neuen Projekt. Ich habe mich sehr darüber gefreut. Ja, es ist schon ein gewagtes Muster, welches ich mir ausgesucht habe. Eine ganze Weile bin ich um das Muster virtuell "herumgeschlichen", aber hey, warum auch nicht. Die Bilder von Munch hatten mich im Februar, als wir uns die Ausstellung im Barberini angesehen haben, beeindruckt, ich finde sie sehr ausdrucksstark mit den Motiven und den leuchtenden Farben. Ja, die "Vier Mädchen auf der Brücke" haben wir auch gesehen, das ist auch ein sehr schönes Bild.
Ich habe in den letzten beiden Tagen intensiv an meinem Schrei genäht, manche Male hat mich das zum Schreien gebracht. Ich musste sehr, sehr oft trennen, weil zum Beispiel die Übergänge nicht gepasst haben oder ich einen falschen Stoff verwendet habe.
Ich habe gestern das Teil genäht, welches an das Gesicht genäht wird. Das ging - bis auf die Trennerei - ganz gut.
Diese beiden Teile wollte ich dann zusammennähen, aber irgendwie passte es nicht. 😱Ich war der festen Überzeugung, dass ich das Teil mit dem roten Rand falsch herum zusammengenäht habe, dass das Teil mit dem vielen Blau nach oben kommt. Also habe ich getrennt...
...um das Teil dann genauso, wie es war, wieder zusammenzunähen. Mein Fehler war nämlich, dass ich auf die gespiegelte Vorlage geguckt habe, meine Teile aber richtig herum vor mir liegen hatte. Ich hätte das Teil nur einmal drehen müssen, dann hätte ich meinen Denkfehler sicher bemerkt. Tja, das ist nun selten dämlich. 😂Das Teil mit dem roten Rand muss nämlich an die andere Seite genäht werden, der rote Rand schließt das Motiv an der rechten Seite ab.
Mein Plan für heute war der untere Teil des Quilts. Das waren ziemlich viele Einzelteile, von AK bis AZ. Ich habe diese in der passenden Reihenfolge genäht, so konnte ich immer gleich passende Teile zusammennähen.
Auch heute hatte ich oft das Problem, dass die Übergänge beim ersten zusammennähen nicht passten. 😟
Ja, das ist der Quilt des Trennens. Obwohl ich die Teile mit den Passzeichen gut ausgerichtet habe, passte es beim ersten Nähen eben leider nicht. Die Teile, die ich fertig hatte, habe ich dann immer zu meinem gestern genähten Teil gelegt, es hat Spaß gemacht, dem Quilt beim Wachsen zuzusehen.
Irgendwann war es dann geschafft und ich konnte das untere Teil des Quilts zusammennähen.
Es seiht schön sehr schön aus und durch das Trennen passten dann auch die Übergänge so, dass ich damit zufrieden war. Also habe ich meine beiden Teile zusammengesteckt.
Bei solch großen Teile muss ich dann immer auf den Fußboden ausweichen (noch ein Argument für ein eigenes Nähzimmer, dann kommt da nämlich auch ein richtig großer Tisch rein, den ich für solche Arbeiten nutzen kann). Ich habe meine beiden Teile noch einmal kontrolliert und zusammengenäht und...
... na klar: Getrennt. Obwohl ich gut gesteckt und kontrolliert hatte, passten bei den beiden Leuten im Hintergrund die Übergänge nicht. Ich habe nur das Stück, welches verschoben war, getrennt und dann noch einmal neu und passend zusammengenäht.
Ja, so ist es besser. Zufrieden bin ich mit meinem Teil in's Wohnzimmer gegangen, den Kaffee hatte ich mir redlich verdient.
Und was sehe ich SOFORT?! Ja, klar, zwei Stellen, an denen ich die falsche Farbe erwischt habe. Das ist mir leider häufig passiert, sonst habe ich es aber immer gleich entdeckt. Bei der Stelle an der linken Schulter des Schreienden und am rechten Rand habe ich es aber tatsächlich erst gesehen, als wir beim Kaffee saßen. Ich konnte, ehrlich gesagt, den Kaffee nicht mehr richtig genießen. Die beiden Stellen ließen mir keine Ruhe und so bin ich dann noch einmal an meine Nähmaschine gegangen. Eigentlich hatte ich schon alles aufgeräumt.
Ich habe dann das schwarze Stück an der Schulter rausgetrennt (wie gehabt, wirklich nur das Stück) und durch den grauen Stoff ersetzt. Das Einnähen war gar nicht so einfach, ich musste mehrere Anläufe nehmen. Dann passte es aber so, dass ich damit leben kann. Die Übergänge passen nicht hundertprozentig, aber da habe ich mich entschieden, das nun so zu lassen, denn ich denke, es würde nicht besser werden.
So ist die Schulter wenigstens rund und die Übergänge, die jetzt nicht passen, werde ich dann beim Quilten versuchen zu beheben. Ich habe versucht, es besser zu nähen, aber es ging nicht und so habe ich es nun so gelassen. Rechts unten habe ich dann auch das braune Stück durch die richtige Farbe ersetzt und so ist der bisherigen Quilt nun stimmig und rund.
Mein Plan für morgen ist der obere Teil des Quilts und dann ist das Top fertig. Ich hoffe, dass ich morgen nicht so viel trennen muss.