Dienstag, 8. Juli 2025
WIEN - Donnerstag
WIEN - Mittwoch
Wir waren ja nur vier Tage in Wien, aber wir wollten gern so viel wie möglich sehen und so haben wir uns im Vorfeld schon einen ungefähren Plan gemacht, wann wir uns was ansehen wollten. Ich hatte Tickets für die Albertina und das Kunsthistorische Museum gebucht, eigentlich wollten wir uns diese Museen Mittwoch und Donnerstag ansehen. Da für Donnerstag aber 37 Grad angesagt worden sind, haben wir überlegt, am Mittwoch noch etwas außerhalb von Gebäuden zu machen und die Museen vielleicht beide am Donnerstag anzusehen.
Auch wenn wir Urlaub haben, sind wir doch relativ zeitig aufgestanden, zum einen, um die wenige Zeit, die wir haben, ausgiebig zu nutzen und zum anderen, um den Touristenströmen ein wenig zu entgehen. Am Mittwoch stand als erstes der Stephansdom auf unserem Plan. Ich glaube, den anzusehen, ist ein Muss, wenn man in Wien ist. Denke ich zumindest, alle anderen Sachen sind ja doch immer sehr subjektiv und liegen im Auge des Betrachters. Ich muss zum Beispiel keine Sachertorte essen und das schon gar nicht im Café Sacher, Schönbrunn musste ich mir jetzt auch nicht als erstes ansehen. Ja, Sissi ist nicht schlecht, aber mich interessieren dann doch eher andere Dinge.
Aber als wir am Freitag dann am Café Sacher vorbeigegangen sind, haben wir das obligatorische Tourifoto gemacht. 😂😉Wir waren Mittwoch schon ganz zeitig am Stephansdom und das war richtig schön, denn sowohl der Dom als auch der Platz waren noch relativ leer. Ich habe immer im Handy bei google maps nach dem Weg geguckt und so haben wir uns mit den Öffis (die in Wien übrigens sehr gut sind) und zu Fuß gut überall hingefunden. Ich glaube, ich war teilweise für Katharina sehr anstrengend, weil ich alle naselang stehengeblieben bin und Fotos gemacht habe. Aber ich konnte einfach nicht anders. Und wisst ihr, was das für ein ... (ich kann es gar nicht in Worte fassen) Gefühl ist, wenn man um die Ecke biegt und dann den Stephansdom sieht?! Wow, das war unheimlich beeindruckend.
Der Dom ist schon zeitig geöffnet, ab 9 Uhr dann für Besichtigungen und ja, wir waren schon vor neun Uhr da. Einen menschenleeren Stphansdom sieht man eben nur vor der Öffnungszeit:
Wir haben uns den Dom dann noch ausführlich angesehen. Besonders klasse fand ich, dass es einen Audioguide gibt, den man über's Handy mit Kopfhörern hören kann. Dass meine Kopfhörer, die ich extra für solche Sachen mitgenommen hatte, im Hotel lagen, sage ich jetzt mal nicht. 😏Ich habe aber versucht, alle die Stationen, an denen der Audioguide was zu sagen hatte, zu fotografieren, ich möchte mir die Sachen dann später anhören.
Über dem Eingangsportal befindet sich die sogenannte Riesenorgel.
Am Donnerstag werden wir ein Konzert auf dieser Orgel hören, darauf waren wir beide schon sehr gespannt. Nachdem wir uns den Dom angesehen haben, machten wir uns an den Aufstieg auf den Südturm. Auf den Nordturm kommt man mit dem Fahrstuhl hinauf, auf den Südturm muss man selber laufen. Da dieser aber höher als der Nordturm ist, haben wir uns für den entschieden - und es nicht bereut: Die Aussicht ist einfach unbezahlbar.

Man kann gut sehen, dass wir wieder strahlend blauen Himmel hatten, es war nicht ein einziges Wölkchen zu sehen. Das ist zwar schön, macht es aber auch anstregend, gerade wenn man einen Städtetrip macht. Aber egal, wir haben uns davon nicht abhalten lassen. Wir sind dann ein wenig durch die Stadt gebummelt und ich habe Katharina zum Schwedenplatz gelotst. Von einer lieben Blogleserin aus Wien wurde uns die dortige Eisdiele an's Herz gelegt. Logisch, dass wir die getestet haben. Und was soll ich sagen: Ich war restlos begeistert, besonders von dem Zitrone-Ingwer-Sorbet.
Da wir am Abend eine Veranstaltung in der Votivkirche hatten und ich gern vorbereitet bin und weiß, wo ich hin muss, haben wir uns als nächstes auf den Weg zur Kirche gemacht. Da passte es ganz gut, dass wir am Schwedenplatz waren, denn von dort fuhr die Linie D, die in die Richtung fuhr. Überhaupt haben wir die Linie D sehr viel genutzt, die Haltestelle war nur ein paar Minuten vom Hotel entfernt und alles, was uns wichtig war, konnten wir damit und ein paar Fußmärschen gut erreichen.Und auch bei der Votivkirche war es ähnlich wie beim Stephansdom: Wir bogen um eine Hausecke und da erhob sie sich vor uns:
Selbst die Figuren an den Fassaden sind von der Kirche begeistert und müssen sie immer wieder ansehen. 😉
Die Kirche im Inneren ist sehr schön, beeindruckend waren die leuchtenden Fenster. Für die Veranstaltung am Abend war schon alles vorbereitet. Wir konnten unseren Gutschein, den ich in Papierform nicht dabei hatte, sogar schon in Tickets umtauschen. Die Vorfreude auf den Abend wuchs immer mehr. Mit der Straßenbahn sind wir zurück in die Stadt gefahren, also wir waren ja in der Stadt, aber zurück in die Innenstadt. Wobei ich gelesen habe, dass die Wiener, wenn sie sich im Zentrum treffen, schon sagen, dass sie in die Stadt fahren. In der Stadt sind wir dann noch ein wenig rumgebummelt und zur Peterskirche gegangen. Ich hatte gelesen, dass dort um 15 Uhr kostenloste Orgelkonzerte stattfinden. Zum einen freut sich Katharina immer über die Orgeln und zum anderen fand ich das interessant und hörenswert. Also haben wir uns das Konzert angehört und ich muss sagen, wir haben es beide nicht bereut. Auch diese Kirche ist wundervoll von der Ausstattung her.


Montag, 7. Juli 2025
WIEN - Dienstag
Einige Tage bevor unser Urlaub in Wien begann, bekam ich eine Mail mit weiteren Angeboten der Buchungsplattform, über die ich das Hotel gebucht hatte. Unter anderem war da ein früher Check-In dabei. Den habe ich gebucht und so war unser Zimmer bereits ab zehn für uns bereit. Wir waren schon gegen dreiviertel zehn beim Einchecken und auch da war das Zimmer schon fertig. Welche Wohltat nach der langen Nacht im Zug.

Der Weg zum Park war nicht weit und so haben wir uns zu Fuß auf den Weg gemacht, so konnten wir uns schon einen ersten kleinen Eindruck der Stadt verschaffen. Wien empfing uns mit strahlend blauem Himmel, kein Wölkchen war zu sehen und dementsprechend warm war es. Als erstes haben wir an einer Kreuzung einen der Trinkwasserbrunnen gesehen. So etwa kannten wir bisher nicht. Meine Kollegin, die vor einiger Zeit in Wien war, hatte davon erzählt und gesagt, dass wir am besten immer eine Flasche dabei haben sollen, denn die kann man an den Brunnen kostenlos auffüllen. Ein oder zwei Wasserflaschen habe ich sowieso immer in der Tasche dabei. Als erstes haben wir am Brunnen den feinen Sprühnebel genossen und uns ein wenig Abkühlung verschafft.
Beim Park und Schloß Belvedere handelt es sich um eine Sommerresidenz des Prinz Eugen von Savoyen. Nach seinem Tod erwarb Maria Theresia das Anwesen und macht das Obere Belvedere zum Ausstellungsort der kaiserlichen Sammlungen. Als erstes sind wir ein wenig durch den Park spaziert (und haben Schatten gesucht).


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Sonntag, 6. Juli 2025
WIEN - die Zugfahrten
Wir sind zurück! Und unheimlich stolz auf uns, dass wir das alles geschafft haben: Zug fahren (ok, ich bin den Zug ja nicht gefahren, aber selbst mitfahren finde ich für mich als Nichtzugfahrer eine Leistung), Hotel gefunden, Stadt verstanden, Stadt genossen, wieder nach Hause gekommen... Noch bin ich voller Eindrücke, die ich erst einmal sortieren muss, es war eine wunderschöne Zeit. Wien ist toll, es gibt dort so Vieles zu entdecken, da reichen keine vier Tage, ich glaube, da reichen vier Jahre nicht. 😉
Die Zugfahrt war passabel, es ist für mich eine Art zu reisen, die sich für mich längere Strecken anbietet. Eine Fahrt im Sitzwagenabteil des Nachtzuges hat für mich etwas von einer Fahrt in's Ferienlager. Ich war als junges Mädchen zweimal in Polen, in der Nähe von Zakopane, im Ferienlager. Wir sind dort mit dem Bus hingefahren. An diese Busfahrt hat mich die Zugfahrt erinnert: Manche Plätze blieben leer und so haben die anderen Fahrgäste sich dort auf zwei Sitze gelegt, überall hingen die Füße der Schlafenden in den Gang, auf der Hinfahrt schliefen zwei Mädchen unter ihren Sitzen auf dem Boden. Ich denke, die Familie ist schön öfter mit dem Nachtzug gefahren, die Mutter hatte sogar Schlafsäcke dabei. Auf der Rückfahrt haben wir dann festgestellt, dass die Sitzflächen ein wenig nach vorn verstellt werden können, dann war es auch bequemer zum Schlafen.
Würde ich noch einmal mit dem Nachtzug fahren? Ja, auf jeden Fall und wieder würde ich die Sitzplätze wählen. Vielleicht würde ich an einem Vierertisch alle vier Plätze buchen, auch wenn ich nur drei bräuchte, dann könnte einer sich hinlegen. Ich habe mich im Vorfeld mit der Fahrt beschäftigt und im Netz einige Berichte darüber gelesen. Daraus habe ich Vieles übernommen, was für unsere Fahrt hilfreich war. Die vielen negativen Berichte kann ich nicht nachvollziehen.
Wir hatten uns Nackenkissen mitgenommen und für den Morgen Zahnputzzeug und ein kleines Handtuch in einen Rucksack gepackt. Unsere Wertsachen hatten wir in einer Bauchtasche bei uns. Im Koffer waren tatsächlich nur Kleidungsstücke und die restlichen Waschsachen. Wäre der abhanden gekommen, wäre es so, aber das wären nur Kleidungsstücke und keine Wertsachen gewesen. Würde ich noch einmal fahren, würde ich mir ein weiteres Kissen für den Rücken und eine dünne Decke mitnehmen. Auf der Rückfahrt war es richtig, richtig kalt im Zug. Es war teilweise so kalt, dass ich mir den Rucksack auf die Beine gelegt habe, damit ich nicht ganz so doll friere.
In Göttingen sollte unser Zug eigentlich zehn nach halb elf losfahren, allerdings hatte er Verspätung. Über die Verspätung wurde ich per E-Mail und per SMS informiert. Zusätzlich zu der Verspätung änderte sich dann auch das Abfahrtsgleis. Wir waren jedoch zeitig genug am Bahnhof, um auf alles ganz entspannt reagieren zu können.Steffen hatte uns nach Göttingen gefahren, da er am nächsten Morgen zur Reha musste und es nach Hause gut 1 1/2 Stunden Fahrt sind, hat er nicht gewartet, bis der Zug kam, sondern ist dann ziemlich bald wieder gefahren. Das war schon irgendwie komisch, aber wir waren ja zu zwei. Angst hatte ich eigentlich zu keiner Zeit.
































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