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Mittwoch, 2. Oktober 2024

Mittwochsnähen

Eine ganze Weile lang habe ich immer mittwochs mit Katharina was genäht, aber irgendwann ist das auf der Strecke geblieben. Oft schon habe ich das bedauert, heute hat es sich nun mal ergeben, dass Katharina und ich wieder ein Mittwochsnähen gemacht haben.

Eigentlich wollte ich ja an den bunten Blöcken weiternähen, aber dann kam so ganz urplötzlich ein Geburtstag dazwischen. Also ganz überraschend kam der Geburtstag von Jonathan jetzt nicht, schließlich kenne ich den Geburtstag seit 21 (!) Jahren, überraschend war nur mal wieder meine spontane Idee. Jonathan hatte keinen besonderen Wunsch, eigentlich hatte er gar keinen Wunsch, seine Begründung dafür war, dass er ja schließlich mietfrei bei uns wohnt. Als er das gesagt hat, war ich unheimlich stolz auf mein mittleres Kind und natürlich bekommt er was zum Geburtstag.

Ich denke, wir haben auch was Schönes für ihn gefunden. Die Idee dazu war relativ einfach, denn Jonathan ist glühender Aue-Fan und bei einem Fußballfan hat man ja unendliche Möglichkeiten. Ich gehe ja auch sehr gern zum Fußball, einmal bin ich sogar mit Jonathan nach Aue gefahren, das war eine sehr schöne Erfahrung und ich wurde sogar persönlich begrüßt. 😂

Ich muss ja sagen, dass ich es sehr schön finde, dass beide Jungs einen Herzensverein gefunden haben: Jonathan Aue, Johannes Babelsberg. Ja, beide Vereine sind weit weg, bei Johannes ergab es sich durch das Studium in Potsdam, Jonathan ist durch Freunde nach Aue gekommen. 

Als wir beide in Aue waren, gab es dort ein Freundschaftsspiel gegen einen nordirischen Verein. In den 60er Jahren hätte Aue im Europapokal gegen Glenavon spielen sollen, allerdings verweigerte wohl die britische Botschaft die Einreisevisa und so konnte das Spiel nicht stattfinden, 2024 nun wurde das Spiel nachgeholt. Jonathan erzählte davon und ich fragte, warum er denn nicht hinfährt. Er meinte, dass kein anderer fährt und allein macht es keinen Spaß. Das mit dem Spaß kann ich verstehen und so habe ich gesagt, dass ich mit ihm fahre. Und so haben wir es dann gemacht, es war ein toller Nachmittag, das Spiel hat Aue gewonnen. Der Ausflug hat Spaß gemacht. Dadurch dass das Stadion in Aue nicht so groß ist und wir echt gute Plätze hatten (Jonathan hat freundlicherweise darauf verzichtet, Karten im Ultrablock zu kaufen), konnten wir alles sehr gut sehen.

Ja, jetzt bin ich wieder vom eigentlichen Thema abgekommen: Jonathan also ist glühender Auefan und so war es einfach, was Schönes für ihn zum Geburtstag zu finden. Und da kommen dann wieder die genähten Geschenkebeutel zum Einsatz. Inzwischen ist der Karton gut gefüllt und ich habe eine große Auswahl an unterschiedlichen Größen. Als ich die Sachen vorhin eingepackt habe, habe ich zu Katharina gesagt, dass wir ja eigentlich einen Beutel in Aue-Lila nähen müssten. Gesagt, getan. Und so haben wir mal wieder ein Mittwochsnähen veranstaltet. Katharina hatte sich dann auch gleich daran erinnert, dass wir das früher oft gemacht haben. 😍

Ich habe in der lila Kiste noch einen Afrikadamast in genau der passenden Farbe gefunden, den haben wir genommen, eine Innenseite wurde weiß, die andere lilageblümt. Ich habe es mit Katharina wieder so gemacht, dass ich geschnitten und gesteckt habe und sie hat genäht. Katharina war hochkonzentriert und hat ihre Sache echt gut gemacht.
Obwohl ich schon so viele Geschenkebeute genäht habe, musste ich wieder im Netz nach der Anleitung suchen. Vielleicht sollte ich sie mir dann doch mal irgendwie ausdrucken... Ich habe für Jonathan dann noch ein "Namensschild" gestickt. Katharina kannte glücklicherweise den Text eines Fußballliedes und so habe ich den gestickt. Gut, für ein Namensschild ist es ein wenig groß geworden, aber ich denke, Jonathan wird das herzlich egal sein.
Als Zugband habe ich Schnürsenkel von Jonathans Fußballschuhen genommen. Also nicht, dass ihr denkt, ich hätte ihm die jetzt aus seinen Fußballschuhen geklaut, nein, Fußballschuhe trägt man offenbar ohne Schnürsenkel und so hat Jonathan die gleich nach dem Kauf rausgemacht und da ich, wenn mir solche Sachen von den Kindern für "deine AMC" angeboten werden, nicht nein sagen kann, hatte ich gleich passendes Band. Da die Idee mit dem lila Beutel so spontan war, hatte ich natürlich kein anderes, passendes Band da.
Nun "muss" ich morgen in aller Frühe noch den Geburtstagstisch decken und dann können wir gut in den Feiertag starten.
Ich freue mich immer wieder über die Geschenkebeutel, zum Einen bin ich - durch Massenkäufe um die Weihnachtszeit - nicht mehr gezwungen, bis Oktober, November die Geburtstagsgeschenke in Weihnachtspapier einzuwickeln und zum anderen ist es an Weihnachten so viel weniger Papiermüll. Das hat mich immer sehr gestört, wenn dann das halbe Wohnzimmer mit Papier vollgemüllt war und dann immer die ewigen Diskussionen, wer denn nun den Papiermüll runterbringt und wenn die Pech hattest, war der Papiercontainer schon voll, weil andere schneller waren. 😂Das ist nun zum Glück vorbei.

Samstag, 8. Februar 2025

Die Sammlung wächst

Habt vielen lieben Dank für eure lieben Kommentare zu meinen letzten Beiträgen, ich habe mich sehr darüber gefreut. 

Valomea hatte mich mit ihrem Kommentar, dass es sicher toll wäre, den gelben Gelmerodaquilt neben dem Kalenderblatt zu sehen, auf eine Idee gebracht. Ich bin ja nicht so der Typ, der seine Quilts Menschen präsentiert, die damit nichts zu tun haben und so habe ich erst ein wenig überlegt, ob ich es wirklich mache. Aber dann dachte ich mir, warum eigentlich nicht und wenn es den Chef stört, nehme ich ihn wieder ab. Also habe ich nach einem Quilthänger gesucht. Steffen ist im Bastelladen in Wernigerode fündig geworden und da wir ja nun seit ein paar Tagen Februar haben, hängt der gelbe Quilt nun in meinem Büro auf Arbeit.

Ich will mich jetzt nicht selber loben, aber ich finde schon, dass mir der gelbe so richtig gut gelungen ist. 😊

Da ich den Quilt passend zum Kalenderblatt ja immer am ersten Tag des Monats fertig haben "muss", muss ich immer im Voraus arbeiten und so habe ich schon an dem Quilt für März gearbeitet. Im März ist auf dem Kalender das Bild "Der Schläfer Julia" abgebildet. Es ist auch ein sehr schönes Bild und ich habe mich farblich an Julia orientiert. Es ist immer ein wenig schwierig, nach einem Foto die Farben auszusuchen, denn manchmal sind sie doch anders wiedergegeben. 

Es war gar nicht ganz so einfach, passende Stoffe zu finden, einzig der Stoff für die Uhr war einfach, denn die sollte leuchtend gelb werden. Bei den anderen Stoffen bin ich im Farbschema der Person geblieben, allerdings habe ich mich eher für hellere Stoffe und mehr grün entschieden.
Noch sind meine Kisten mit den handgefärbten Stoffen von Martina gut gefüllt und ich kann farblich sozusagen aus dem Vollen schöpfen. Und es gibt sogar Stoffe, die noch nicht angeschnitten sind. Damit hätte ich jetzt nicht gerechnet, da ich ja auch viele Stoffe für den Heimatquilt verwendet habe. Ich habe es dieses Mal so gemacht, dass ich das Papier vorher entfernt habe, bevor ich Turm und Dach zusammengenäht habe und ich muss sagen, das ging wirklich gut, besser, als wenn das Papier noch drin ist. So konnte ich die Stoffübergänge gut prüfen und anpassen.
Genäht war der Quilt relativ schnell, dann musste ich ihn aber erst einmal beiseite legen, denn ich wollte auch diesen Quilt gern bestempeln und hatte mir noch ein weiteres Stempelset bei Judith bestellt. Sie entwirft die Stempel selbst und hat eine riesige Auswahl an Motiven. (Ich kennzeichne das sicherheitshalber als Werbung, auch wenn ich die Stempel natürlich kaufe). Das Set musste dann erst angefertigt werden und so dauerte es ein paar Tage, ehe ich weitermachen konnte. Nachdem dann die Stempel kamen, musste ich mir erst noch farbige Stempelkissen bestellen, denn nur mit einer Farbe sahen die Motive nicht gut aus, denn es waren keine Unterschiede zu sehen.


Bevor ich den Quilt aber wirklich bestempelt habe, habe ich erst getestet, ob es mir auch wirklich gefällt:
Gestern kamen dann die Stempelkissen und dann habe ich all meinen Mut zusammengenommen und - nachdem die Stempelei auf einen Blatt Papier gut aussah - meinen Quilt bestempelt. Zwischendurch habe ich immer wieder gebügelt, damit fixiert man die Farbe und neu gestempelt. Erst war ich zaghaft und habe nur ein paar Bäume an der rechten Seite probiert, aber irgendwie war das noch nicht rund und so kamen links auch noch welche hinzu.

Die Bäume habe ich dann noch gequiltet und noch einen Baum in den Vordergrund gesetzt und so gefiel mir mein Märzquilt gut.
Der Quilt ist ganz anders als die bisherigen, aber das finde ich gerade sehr spannend. Ich habe auch überlegt, die künftigen Quilts ein wenig zu verzieren, nicht nur mit dem Quilten. Ich muss mal gucken, was mir da noch so einfällt.

Dann habe ich auch noch den Juliquilt vom letzten Jahr genäht. Im Juli war ich ja mit Jonathan in Aue zum Fußball und wollte seitdem einen Quilt in Aue-Farben nähen. Stoffe dafür habe ich auch gefärbt. Es sollte ein schönes lila werden, welches ich für den Quilt verwenden wollte. Damit ich auch wirklich die richtigen Farben verwende, habe ich die extra auf ein Trikot gelegt und geguckt, welche passend sind.

Ich hatte es zuerst nicht für möglich gehalten, aber die Stoffe, die ich dann verwendet habe, waren alle aus meinem Stoffabo, ich hätte also gar kein lila färben müssen. Aber gut, haben ist immer besser als brauchen. Bei diesem Quilt habe ich mir letztendlich selbst eine Challenge gestartet, denn ich habe mir überlegt, den Quilt nur aus drei unterschiedlichen Lilatönen zu nähen. Diese Idee kam mir beim Nähen. Und ich muss sagen, das hat auch Spaß gemacht und es war eine Herausforderung.

Diesen Quilt habe ich ganz besonders gequiltet, im unseren Bereich habe ich ein Aue-Motiv eingequiltet und im Himmelbereich habe ich mich sozusagen selbst verewigt:


Das habe ich aber nicht gemacht, um mir selbst zu huldigen (ok, ich gebe es zu, so ganz schlecht finde ich es nicht, dass die meinen Namen verwenden 😂), sondern weil es in Aue am Stadion steht:
Nun ist also auch der Juliquilt vom letzten Jahr fertig. 
Ich müsste glatt mal in meiner Sammlung gucken, ob nun alle Monatsquilts genäht sind. Ein Zusatzmonatsquilt steht noch aus, ich möchte noch immer einen in Mohnrot und Kornblumenblau nähen (Juni). Genäht habe ich schon einen in sommerlichen Farben, aber so ganz entsprach er dann doch nicht meiner Vorstellung. Ich glaube, der ist auch irgendwie blogmäßig untergegangen... 😐

Dienstag, 30. Juli 2024

Dortmund und der Bergpark Wilhelmshöhe

Im Frühsommer hatte ich mit Steffen über unseren Urlaub gesprochen und eigentlich hatten wir überlegt, anschließend nach Düsseldorf zu fahren. Von uns aus fahren wir auf der schnellsten Strecke gut 4 Stunden, von Urlaubsort aus wären es gut zwei Stunden gewesen. In Düsseldorf hätte ich mir gern eine Ausstellung von Kandinski und Hilma af Klint angesehen. Irgendwie sind wir dann aber wieder davon abgekommen, wir konnten uns irgendwie nicht so recht dazu entschließen, zum anderen wollte ich Steffen natürlich nicht nur mit meinen Vorlieben nerven. Irgendwann eines morgens kam mir dann die Idee, Tickets für das Fußballmuseum in Dortmund zu buchen. Dorthin fahren wir von Hüllhorst nur gut 1 1/2 Stunden. Gut, also habe ich Tickets für das Fußballmuseum gebucht, Steffen hat sich darüber sehr gefreut. Wir hatten auch schon überlegt, ob wir eine Nacht in Dortmund schlafen, hatten uns dann aber doch dagegen entschieden. 

Auf dem Weg nach Dortmund haben wir dann aber doch überlegt, dass wir dort ja eine Nacht schlafen könnten, spontan haben wir eine Übernachtung im A&O Hostel am Hauptbahnhof gebucht. Seit Hamburg wissen wir ja, was uns in einem Hostel erwartet und so konnten wir uns darauf einstellen. Und ich muss sagen, dass es eine passable Übernachtungsmöglichkeit ist, wenn man die Unterkunft nur zum Schlafen haben möchte. Und das ist ja unser Anliegen, wenn wir eine Stadt besuchen, da möchte ich ja die Zeit in der Stadt verbringen und was sehen und nicht im Hotelzimmer. 

Das Fußballmuseum wurde 2015 eröffnet und zieht jährlich über 200.000 Besucher an. Ein Mitstreiter aus unserem Jugendausschuss war dort schon einmal und hat uns einen Besuch empfohlen. Er sagte auch, dass man viel Zeit mitbringen muss. Damit hatte er recht, wir waren über 5 Stunden dort im Museum. Es war unheimlich interessant, es waren Exponate aus eigentlich allen Epochen des Fußballs ausgestellt. Schön fand ich, dass der ostdeutsche Fußball auch seinen Raum bekommen hat. Und das, wie ich finde, nicht in einer belehrenden Art und Weise, sondern sehr objektiv. 
Es gab unheimlich viel zu sehen und zu lesen, von daher hätte ich es sehr schön gefunden, wenn es innerhalb der Ausstellung weitere Sitzmöglichkeiten gegeben hätte, um auszuruhen. Ja, es gab Sitzmöglichkeiten, aber immer an Exponaten. Viel Raum nahm - logischerweise - der WM-Titel von 2014 ein. Ja, das war schön, das alles noch einmal zu sehen, das 7:1 gegen Brasilien, das legendäre Eistonnen-Interview von Per Mertesacker, der Sieg gegen Argentinien... Nicht schön fand ich, dass dann jedes Mal in dem Bereich das Licht ausging und die anderen Exponate und Schrifttafeln dunkel wurden und man dann warten musste, bis die Serie über die WM 2014 vorbei war. Ich finde, das hätte irgendwie besser gelöst werden müssen. Überhaupt fand ich persönlich es schon störend, dass aus jeder Ecke ein anderer Ton oder Kommentar ertönte. Oftmals war es ein extremes Stimmengewirr, was mir nicht gefiel und was sehr anstrengend war.

In der unteren Etage ging es um den Vereinsfußball, auch das war sehr interessant. Aber auch da hätte ich mir an manchen Exponaten eine weitere Erklärung gewünscht. Warum zum Beispiel war ein Wimpel dabei der Saison 1951/53? Es gab auch die ein oder andere Kuriosität aus dem Fußball. So war zum Beispiel eine Liedtafel dabei, auf der ein Küster seiner Pfarrerin, die gerade einen Gottesdienst gehalten hat, während des Achtelfinals 2010 die Fußballergebnisse angezeigt hatte. Das ist wahre Fußballliebe.
Gefreut habe ich mich über das Stadion-Essen-Memory, war doch das legendäre Wurstgulasch von Aue auch dabei.
Das schmeckt wirklich echt toll, das kann ich bestätigen. Als ich mit Jonathan in Aue zum Fußball war, hat er mir im Vorfeld schon gesagt, dass wir Wurstgulasch essen müssen, das gehört in Aue einfach dazu und ist total lecker. Ja, das war es!

Nach dem Museum gab es noch eine immersive Ausstellung zu Gemälden, die Fußball zum Thema haben. Nach unserer Pleite in Dresden war ich eher skeptisch ob der Ausstellung, aber ich wollte ihr eine Chance geben. Die Chance hat sich gelohnt, es war eine sehr schöne Ausstellung und ein toller Abschluss unseres Besuchs im Fußballmuseum. Wenn ihr Fußballfan seid, müsst ihr das Museum unbedingt besuchen und ganz viel Zeit einplanen.

Am Abend sind wir dann noch ein wenig durch das Zentrum (?) von Dortmund gebummelt, aber es hat uns allen nichts gegeben. Es war nichts, was mich zu einem weiteren Besuch bewogen hätte. Zum anderen fand ich Dortmund auch unheimlich dreckig. Ich weiß, im Ruhrpott sind es Arbeiterstädte, es geht um Maloche, aber...

Am nächsten Tag haben wir uns das Stadion des BVB angesehen, dieses kann man im Rahmen eines sogenannten Stadionspaziergangs eigenständig besuchen. Auch wenn ich Fan einer anderen Mannschaft bin, so möchte ich dort doch mal ein Spiel und die  viel gelobte "gelbe Wand" erleben.
Es war sehr interessant, mal auf der Heim- und Gastauswechselbank zu sitzen, den engsten Spielertunnel der Bundesliga zu durchlaufen, in die Heimkabine zu sehen und auch mal im Stadiongefängnis zu sitzen (zum Glück blieb die Tür offen).
Auch wenn wir keine Dortmundfans sind, das muss man einfach gesehen haben! Zuerst hatten wir überlegt, uns nach dem Stadion noch die Zeche Zollern anzusehen, die Gebäude sind Anfang des letzten Jahrhunderts errichtet worden und enthalten viele tolle Jugendstilelemente. Dies hätte mich schon sehr interessiert, aber irgendwie wollten wir dann doch nach Hause. Also haben wir uns auf den Heimweg gemacht - mit einem spontanen Stopp in Kassel Wilhelmshöhe. Ich glaube, Steffen war über mal wieder eine extrm spontane Idee von mir nicht erfreut, aber er hat trotzdem angehalten. 

Den Bergpark und die Wasserspiele wollte ich mir gern ansehen und habe dies auf unsere Urlaubsliste mit gesetzt. Ich habe mir allerdings gedacht, wenn wir schon an Kassel vorbeifahren, können wir eigentlich auch anhalten. So haben wir es dann auch gemacht. Den Bergpark habe ich mir allerdings (im Schnelldurchlauf) mit Katharina allein angesehen, die Steigungen waren für Steffen einfach zu viel und unter Zeitdruck erst recht.
Die Wolken verhießen schon nichts Gutes und genauso war es dann auch, es fing an zu regnen. Davon haben wir uns aber nicht abhalten lassen und sind durch den Park spaziert.
Ein klein wenig kann man auf dem unteren Foto erkennen, wie stark der Regen zwischenzeitlich war.
Ich bin mit Katharina bis zum Aquädukt gegangen, dann sind wir wieder umgekehrt, wir wollten Steffen nicht allzu lange warten lassen.
Im Bergpark sind jeweils mittwochs und sonntags die Wasserspiele, die sehr berühmt sind. Wegen dieser Wasserspiele wollte ich den Park auch gern besuchen. Die Wasserspiele beginnen am Herkules, und auch wenn Steffen es blöd fand, ist er trotzdem noch dorthin gefahren. Inzwischen hat es in Strömen geregnet und so bin ich ganz schnell allein dahin gegangen.
Das sieht bestimmt toll aus, wenn von dort das Wasser herunterplätschert. Und irgendwann werde ich mir das bestimmt noch einmal ansehen, aber wohl nicht mehr in diesem Urlaub.
Mit diesem Foto von einem total verregneten Herkules schließe ich meinen Bericht, wir sind dann auch nach Hause gefahren und hatten von Kassel bis nach Hause Dauerregen. Ich habe mich gefreut, wieder in meinem Bett zu schlafen, zu Hause ist eben zu Hause.

Samstag, 26. Oktober 2024

Mein Plan für nach dem Fernstudium

Im April nach dem Ende des Fernstudiums habe ich überlegt, dass nun etwas Neues für mich kommen kann, hier hatte ich davon geschrieben:  

"Und jetzt ist es vorbei und es kommt was Neues, Anderes. Mal sehen, wohin das Leben mich trägt, was es für mich bereithält. Eine Studienkollegin möchte gern imkern lernen oder Kaninchen halten. So etwas kommt für mich nicht in Frage, aber was Neues im Hobbybereich spukt da schon in meinem Kopf rum, muss aber erst noch ein wenig reifen. Ich möchte mich gern mit dem Stoffe färben beschäftigen. Die Idee kam mir, seitdem Martina von handgefärbt schrieb, dass sie kein Stoffabo mehr anbietet, da sie bald in den Ruhestand geht." 

Stoffe färben hatte ich für mich ausgewählt. Hauptsächlich aus dem Grund, weil Martina von Handgefärbt das Stoffabo eingestellt und sich zur wohlverdienten Ruhe gesetzt hat. Da ich ja meine Gelmerodaquilts aus den handgefärbten Stoffen nähe, brauche ich immer wieder Stoffe. Ja, meine Kisten sind gut gefüllt, aber für den Juliquilt zum Beispiel habe ich nicht die genau passenden Stoffe und der Quilt liegt mir sehr am Herzen, soll der doch in Aue-lila werden, schließlich war ich im Juli mit Jonathan in Aue und das war ein wunderschöner Tag und so möchte ich ihn eben in einem Quilt festhalten. 

Nachdem ich den Prism-Bom fertig genäht hatte, konnte ich mich nun anderen Dingen zuwenden (so war ja auch mein Plan 😂). Heute habe ich also Stoffe gefärbt, tatkräftige Hilfe dabei hatte ich von Katharina. Es hat so viel Spaß gemacht, zusammen mal wieder was zu machen.

Als erstes haben wir das Farbkonzentrat angemischt: Lila, Zitronengelb und Royalblau. Lila und gelb brauche ich für Gelmerodaquilts, blau bestimmt auch. 
Habe ich kürzlich noch über die tausenden Meßbecher gemeckert, kamen sie mir heute zupass. 😉Nachdem alles vorbereitet war, haben wir zunächst lila gefärbt. Wir haben eine Stufenfärbung gemacht und hoffen natürlich auch, dass die Farbabstufungen gut zu erkennen sind. Nachdem wir die sechs lila Beutel fertig hatten, haben wir gelb gefärbt.
Katharina hat mir gut geholfen, entweder die Beutel mit befüllt oder die Farben in die Stoffe eingeknetet, es hat uns beiden ganz viel Spaß gemacht.
Wir haben dann auch noch eine Containerfärbung probiert, ob das allerdings was wird, weiß ich nicht, denn blau und lila sind sich ja doch irgendwie ähnlich. Ob da genug Unterschied zu sehen ist?
Unten haben wir blau genommen, darauf dann gelb und oben dann lila.
Um unser Farbkonzentrat aufzubrauchen, haben wir für die letzten sechs Stoffe die restlichen Farben gemischt. Nun müssen wir abwarten und schauen, was am Ende dabei rauskommt. Morgen um die Zeit wissen wir es.

Auf jeden Fall werde ich erneut Stoff bestellen müssen, denn das, was ich gekauft hatte (2 Meter lang, 2,80 Meter breit) ist völlig aufgebraucht. Dass der Stoff so schnell aufgebraucht ist, damit hätte ich nun tatsächlich nicht gerechnet.

Auf jeden Fall hat es ganz viel Spaß gemacht und auf jeden Fall werde ich dabei bleiben, schließlich brauche ich auch noch Mohnrot in unterschiedlichen Abstufungen... 😊😉

Samstag, 16. November 2024

...und schon wieder...

Johannes hatte gestern frei und das habe ich mir ein wenig zunutze gemacht und ihn gebeten, mir mal Salz- und Sodalösung anzumischen und mir in der Apotheke Spritzen zu besorgen. Also, keine Sorge, es sollte nichts anrüchiges werden, ich wollte nur mal wieder... ...Stoffe färben. 😂Ich hatte mir das Buch "Grundkurs Stoffe färben" gekauft und darin sind richtige Färberezepte enthalten. Das war das, was ich gesucht hatte. 

Das Buch stellt viele Farben vor, die Rezepte sind jedoch hauptsächlich für Procion Farben ausgelegt. Damit färbe ich ja auch. Ich dachte auch immer, dass die Farben aus Amerika kommen, aber das Buch hat mich eines besseren belehrt: Sie sind von BASF. Das war mir neu. Aber eigentlich ist es auch relativ egal, wo die Farben herkommen, Hauptsache, es funktioniert. 

In dem Buch ist auch eine schöne Herbstfarbenpalette abgebildet, die hat mich eigentlich dazu bewogen, noch einmal Stoffe zu färben. Ich habe ja im Oktober zwei Gelmerodaquilts genäht, weil der Herbst in so vielen verschiedenen Farben leuchtet. Beide Quilts hängen nebeneinander an der Wand, aber ich finde, ein dritter Gelmerodaquilt in Herbstfarben würde das Bild er so richtig "rund" machen. 

Also war ich Freitag nach der Arbeit wieder in meiner "Färbe"küche beschäftigt und habe fleißig gefärbt. Alle Farben sind aus den drei Grundfarben Zitronengelb, Magenta und Türkis gefärbt. Das Buch enthält Rezepte, wie aus den drei Farben Herbstfarben und Regenbogenfarben gefärbt werden können. Das war genau das, was ich gesucht hatte. Die Mengen, die benötigt werden, waren teilweise sehr gering, manchmal nur 1 Milliliter. Gut, dass Johannes die kleineren Spritzen gekauft hatte. Zuerst war ich echt skeptisch, denn ich dachte, ich brauche größere Mengen Farben.
Dieses mal habe ich kleinere Stoffstücken gefärbt, bedingt dadurch, dass ich nicht mehr so viel Stoff hatte. Schon beim Färben sah es in den Tüten richtig schön herbstlich aus. Ich habe nicht nur Herbstfarben, sondern auch noch ein paar lila Stoffe gefärbt (ja, der Aue-Quilt 😉). Auch da enthält das Buch eine ganze Rezeptseite, wie man einen Regenbogen färbt. Ich habe mir die lila Stelle rausgesucht und noch ein paar lila Stoffe gefärbt. Leider konnte ich den letzten grünen Stoff der Herbstpalette nicht mehr färben, denn dafür reichte mein gelb nicht und neu anmischen wollte ich nicht. Am Ende habe ich dann Magenta und Türkis aufgebraucht. Mit Magenta hat das gut geklappt, türkis war noch ein wenig über, das habe ich dann einfach weggegossen.

Heute habe ich dann ausgewaschen, das ist auch immer sehr spannend und gibt beim Ausspülen der Stoffe interessante Bilder ab:
Beim Waschen in der Waschmaschine war ich dann doch sehr erschrocken, denn der Schaum war - lila.
Ich hatte Sorge, dass meine Stoffe verfärben, aber die Sorge war unbegründet. Meine Stoffe sind wunderschöne geworden und die Farben sind einfach nur toll und strahlend schön.
Wie die Stoffe schimmern! Einfach traumhaft schön. Gebügelt sehen die Stoffe natürlich noch viel schöner aus.
Und fast sehen meine Stoffe so aus, wie die im Buch abgebildeten. Mein Plan für vielleicht morgen ist dann einen weiteren Gelmerodaquilt zu nähen, zunächst erst einmal einen in Herbstfarben. 😍