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Samstag, 21. Dezember 2019

Jahresendspurt

Wer bei mir schon ein wenig länger mit liest, weiß, dass ich zum Jahresende immer recht produktiv werden und versuche, irgendetwas fertig zu stellen. Bei meinem BOM-Projekten ist es die "Macht der letzten Tüte", im realen Leben dann wohl die "Macht der letzten Tage"... 😂

Und so habe ich mir gestern nicht nur überlegt, mir einen Schneekugelquilt zu nähen/sticken, sondern auch meine Rosenblöcke zum Quilt zusammen zu nähen. Ich werde nun einen Quilt daraus nähen, einfach aus dem Grund, weil die Farbwahl der Sashingstreifen für einen Quilt schon schwer genug war. Meine erste Überlegung für die Streifen war ja ein rosa/pink Ton. Meine Wahl fiel - entgegen meiner ersten Überlegung - nicht auf Flanell, sondern den Baumwollsatin von handgefärbt.
Der Stoff schimmerte durch das Griffloch im Karton durch und sah passend aus. Aber nein, das geht gar nicht, dann würde der Quilt "knallen" und das soll er nicht. Also: Weitersuchen.
Vielleicht grün als Zwischenstreifen? Schließlich hat der Quilt ja was mit der Natur zu tun, aber so das Wahre war es noch nicht.
Also habe ich mal die grünen, nein, einen Teil der grünen Stoffe, gegriffen und geschaut, welche zum Stil und zur Farbe meiner Blöcke passen würden.
 Zu gelbgrün sollte es nicht sein, der Stoff scheidet also auch aus.
 Mmh... ne, so ganz gefällt es mir auch nicht.
Oder vielleicht sollte ich doch keine grünen Zwischenstreifen nehmen. Der Stoff in lachsrosa sieht gar nicht schlecht aus, aber er passt dann doch nicht zum rot.
Dann fiel mir ein Abopäckchen in die Hände, welches in einer Farbpalette war, die genau zum Quilt passte. Da habe ich mir dann drei nicht zu helle und nicht zu dunkle Stoffe rausgesucht und auf meine Blöcke gelegt.
 Und dann war da noch ein weiteres Abopäckchen, in dem auch passende Stoffe waren.
So ganz sicher bin ich mir jetzt nicht mehr, aber ich meine, aus dem letzten Päckchen habe ich den zweiten von links und den grünen Stoff genommen. Und was soll ich sagen, ich habe im Vorfeld sogar mal gemessen und gerechnet, ob der Stoff reicht und wie breite meine Streifen werden können. Sonst bin ich ja eher diejenige, die drauf los schneidet - und dann feststellt, es fehlt etwas.

Meine Blöcke habe ich zum Auslegen zunächst nach den Farben der Rosen sortiert: Rot, lila, lachs. Beim Auslegen habe ich mit der Tudor-Rose begonnen, da diese am dominierendsten ist. Diese habe ich in das Zentrum meines Quilts gelegt und dann die anderen roten Blöcke in die Ecken gelegt und dann mit den restlichen Blöcken aufgefüllt.
Wie gehabt habe ich meine Blöcke dann im Wohnzimmer liegen lassen, so dass ich immer drauf gucken musste. Und wie immer fiel mir der ein oder andere Block auf, der nicht passend lag. Johannes war gestern Abend kurz mit seiner Freundin bei uns. Ich hoffe, Henni hat nicht gedacht, ich bin blöd, weil ich ziwschendurch immer mal wieder aufgestanden und Blöcke umgelegt habe. 🙈

Meine Tudorrose ist vom Zentrum an den Rand des Quilts gewandert und auch einige andere Blöcke habe ich noch einmal neu sortiert. Ich habe dann nicht nur nach den Farben, sondern auch nach der Form der Rosen geschaut. Ich denke, so ist es harmonischer:
Von dem hellgrünen Stoff konnte ich mich aber doch nicht trennen. Der wird der Randstreifen. Bei der Wahl der Randstreifen habe ich es wieder so gemacht, dass ich einige grüne Stoffe ausgewählt und neben mein Top gelegt habe. Nach dem Ausschlussprinzip sind es dann immer weniger Stoffe geworden, bis am Ende zwei über geblieben sind.
 
 
Diese drei grün Töne zusammen gefallen mir sehr gut. Nun weiß ich nur noch, ob ich einen Quilt mit drei Randstreifen nähen "kann". Zwei habe ich ja schon hin und wieder genäht, aber drei...
Mmh, wenn es mir gefällt, kann ich es doch eigentlich machen, ist ja mein Quilt. Denn hellgrünen werde ich ganz schmal machen, maximal 1 Zentimeter. Bei den anderen beiden Farben bin ich mir noch nicht sicher hinsichtlich der Breite. Fest steht, dass der äußere Streifen der breiteste sein muss...

Sonntag, 12. November 2017

Die Macht der letzten Tüte

Ach nein, es ist ja die Macht der vorletzten Tüte... ;-) Gestern kam von meinem Bom vom Fatquartershop schon die vorletzte Lieferung. Genäht hatte ich bisher nur die ersten beiden Lieferungen. Die, die dann kamen, habe ich zunächst großzügig in meinem Nähbereich verteilt, irgendwann habe ich sie dann mal alle zusammen an eine Stelle getan. Als gestern dann die vorletzte Lieferung kam, bin ich mal auf die Suche nach den weiteren Tüten gegangen und so kam mir die Idee, meine kommende Urlaubswoche sinnvoll zu nutzen und an diesem schönen Projekt mal wieder ein bisschen weiter zu nähen.
Als ich gestern so mein Buch durchgeblättert hatte, war ich über manche Blöcke seeehr erstaunt und felsenfest der Meinung, dass ich diese Lieferung noch nicht bekommen hätte, so unbekannt kamen mir die Blöcke vor. Ohje, so schlimm steht es um mich. ;-) So kann es nicht weitergehen. Also habe ich heute zwischen zwei Taxifahrten nach Blankenburg und Saubermachen usw., usf. die Stoffe von der dritten Lieferung zugeschnitten.
Die Stoffe sind immer so wunderschön sortiert, einfach ein Traum. Und die Zuschnitte sind unheimlich reichlich. Es ist zwar immer wieder eine unheimliche Schneidarbeit, aber das Nähen der Blöcke geht eigentlich relativ fix. Un diese beiden Blöcke habe ich heute genäht:
Leider sehe ich erst auf dem Foto, dass bei dem unteren Block ziemlich viele gleiche Blätter aneinander stoßen. Nun ja, nicht schön, aber es lässt sich nun leider nicht mehr ändern. :-(
Die nächste Tüte für morgen habe ich schon parat gelegt. Ich bin fest entschlossen mit diesem Bom weiter zu kommen.

Samstag, 6. Februar 2021

Heften und Quilten

 Zwischen den Jahren packt es mich immer und ich möchte irgendetwas angefangenes zu Ende bringen. 2020 fiel meine Wahl auf meinen Heimatquilt. Ja, mein Top war schon vor dem letzten Zeigetag fertig, bei meinen Monatsprojekten nenne ich das immer "die Macht der letzten Tüte", denn wenn die naht, packt es mich und ich MUSS nähen. So ging es mir auch mit meinem Heimatquilt: ICH MUSSTE NÄHEN!!!

Dann habe ich mein Top aber erst einmal wieder beiseite gelegt, bis ich dann nach Weihnachten auf die Idee kam, jetzt will ich einen Quilt daraus machen. Das ist an sich nicht das Problem gewesen, sondern der nicht vorhandene Platz, um das Top zu heften. Sonst mache ich das immer bei Katharina im Zimmer, aber wenn Johannes und Henni da sind, schlafen sie bei Katharina mit im Zimmer und dementsprechend war dort kein Platz. Da in den handgefärbten Stoffe Nadeln immer Löcher hinterlassen, konnte ich das Top nur kleben, so konnte ich also auch nicht im Wohnzimmer den Esstisch nutzen. Blieb also nur die Küche.

Dazu mussten wir erst einmal den Tisch rausräumen, damit wir den rausbekommen, mussten wir die Tür aushängen. Naja, wir kennen es ja...

Das Top hat gerade so in die Küche gepasst, das hätte ich so nicht unbedingt erwartet. Leider konnte ich deswegen auch nicht so richtig schön mein Top auf meiner Rückseite ausbreiten. Das Ergebnis dessen war, dass ich auf einer Seite viel Rückseitenstoff über hatte, der mir an der anderen Seite logischerweise fehlte. Zum Glück konnte ich da dann aber die Naht an der Stelle, wo der Stoff fehlte, auftrennen und so die fehlenden Zentimeterchen herausholen. Wie ich schon in meinem letzten Beitrag zu meinem Quilt geschrieben habe: Einfach ist eben nicht mein Stil. 

Nachdem ich diese Hürde überwunden hatte, habe ich dann begonnen, ein Top zu quilten. Dazu bin ich in's Wohnzimmer umgezogen. Da ich zwischen den Feiertagen immer zeitig wach war und meine restliche Familie ewig lange geschlafen hat, hatte ich morgens Zeit und konnte in aller Ruhe an meinem Quilt arbeiten.

Beim Quilten habe ich mich ziemlich am Originalquilt orientiert. Ich habe die Blöcke nähfussbreit neben der Naht gequiltet. Allerdings habe ich nicht streng jedes Blockteil gequiltet, sondern oftmals auch blockübergreifend. 

Der Quiltanfang allerdings war recht frustrierend, denn ich hatte wieder ganz viel ausgelassene Stiche. Im Vorfeld hatte ich mir extra ein kleines Sandwich gebaut und daran probert, mit welcher Nadeln, welchem Garn und welcher Einstellung ich quilten musste. Auf dem Probesandwich hat es geklappt, bei meinem Quilt dann nicht. Ich war wirklich verzweifelt und wollte eigentlich schon aufgeben. Marion meinte dann, ich soll noch einmal die Fadenspannung verändern. Das habe ich am nächsten Tag dann probiert und es hat funktioniert und ich konnte meinen Quilt quilten. 

Ich hatte mir einige Quiltgarne von Madeira Aerofil bestellt, damit hatte ich beim Testen gute Erfahrungen gemacht. Ich habe nicht für jede Farbe das passende Garn, sondern habe immer die Farbgruppen gequiltet. Damit bin ich ganz gut gefahren, da ich von manchem Garn sonst nur ein paar Meterchen gebraucht hätte. Im Orignalquilt ist der Rand mit einem Karomuster und Federn gequiltet. Das wollte ich nicht machen. Katrin hatte Wellenlinien vorgeschlagen. Die Idee gefiel mir auch sehr gut, allein an der Umsetzung scheiterte es, denn ich hatte schon Probleme beim Aufzeichnen der Wellenlinien. Also habe ich immer nur in der Naht der einzelnen Randstreifen gequiltet. Ich finde, das passt auch wirklich gut.

Ach und es wäre ja nicht mein Quilt, wenn ich nicht wenigstens einmal die Rückseite mit festgequiltet habe. Dieses Mal ist es mir zum Glück nur einmal passiert. Und da es Rückseite war, die ich nicht brauchte, habe ich sie einfach... ...abgeschnitten:

Nunja, es kommt vor und ich konnte den Schaden noch relativ schnell beheben, da es mir noch ziemlich zeitnah aufgefallen ist. Und irgendwann war ich dann fertig mit quilten und ich konnte mich daran machen, die Ränder zurückzuschneiden und das Binding anzunähen.

Und ja: Am 30. Dezember 2020 war mein Quilt dann fertig. Ich war so stolz darauf, dass ich abends meine Familie in's Schlafzimmer beordert habe und sie gebeten habe, nun bitteschön meinen Quilt zu bewundern. 😂 Das haben sie dann auch ordnungsgemäß gemacht. Am Ende saßen Steffen und ich dann noch einen Moment davor und haben uns den Quilt angesehen.

Samstag, 30. Januar 2021

Meine Heimat - Block 20

Die Macht der letzten Tüte...   Das überfällt mich ganz, ganz oft, nämlich immer dann, wenn sich ein Projetkt, welches ich über einen langen Zeitraum verfolgt habe, dem Ende entgegen neigt oder wenn zu einem BOM die letzte oder vorletzte Lieferung kommt. Dann packt es mich und ich MUSS einfach weiternähen. So ging es mir auch mit meinem Heimatquilt. Nachdem ich die letzten Blöcke genäht hatte, musste ich einfach weiternähen.

Der letzte Block war keine große Schwierigkeit, wieder war es ein recht einfacher Nine-Patch, von dem ich lediglich die Ecken auf Papier nähen "musste".  Wieder habe ich meien Nachbarblöcke ausgelegt und geguckt, welche Stoffe zu den angrenzenden Blöcken passen.

Wieder habe ich in meinen Block ein klein wenig bronze und grau mit eingearbeitet, so wird der Quilt eben mein ganz spezieller Quilt. Und das ist nun der letzte Block:

Und es ist ja klar, dass ich die Blöcke gleich zusammennähen musste. Nachdem der letzte Block fertig war, konnte ich sie beim besten Willen nicht mehr weglegen. Erst habe ich die unteren Reihen genäht, denn die lagen schon auf dem Bett.

Ich finde, das sieht sehr schön aus, ich bin auch begeistert, wie gut die Übergänge passen. Einzig bei dem Block unten in der Mitte überlege ich noch, ob ich den nochmal überarbeite. Da ist mir die rechte Seite ein wenig arg hell.

Und auch der Himmelbereich sieht wunderschön aus. Und erst beide Teile zusammen:

So richtig kann ich es noch immer nicht glauben, dass ich es wirklich geschafft habe. Ich muss aber immer wieder sagen, dass ich es ohne Katrin und Marion sicher nicht geschafft hätte. Näht man allein an einem Projekt ist die Chance, an schwierigen Stellen aufzugeben, doch größer, als wenn man in Gesellschaft ist. Schön war der Austausch über das Projekt und viele andere Dinge. Sehr haben mir natürlich auch die Blogs von Marianne und Elke geholfen. Immer, bei jedem Block, habe ich auf den Blogs der beiden geguckt, wie sie die Blöcke genäht haben, schließlich haben sie mit zwei anderen den Quilt schon vor ein paar Jahren genäht und gaben sozusagen den Anstoß für mich, nun endlich damit anzufangen.

Nun fehlen noch die beiden Ränder und dann muss ich endlich mal überlegen, wie ich den Quilt quilten möchte. Da habe ich noch keine wirkliche  Entscheidung getroffen, zumal ich ja auch immer wieder Probleme beim Nähen hatte, denn die Nähmaschine hat immer mal wieder Stiche ausgelassen, wenn das beim Quilten auch so werden wird, ist es ja wirklich blöd. Kann ich aber den festen Baumwollsatin mit der Hand quilten? Ach, ich weiß es nicht...

Freitag, 28. September 2018

Baustellenupdate

Habt zunächst vielen Dank für Eure lieben Kommentare zu meinem letzten Beitrag. So ganz fertig ist noch nicht alles, aber da ich in der kommenden Woche Urlaub habe, bin ich zu versichtlich, dass ich dann ganz fertig werde.

Ich muss aber sagen, dass ich mich mit meiner neuen Nähecke noch nicht so richtig angefreundet habe, sie ist mir noch... ...fremd. In den letzten drei Jahren war ja unser Schlafzimmer in dem Raum, in dem jetzt unser Wohnzimmer ist. Im Schlafzimmer habe ich meine Nähecke und ich habe mich immer gern dort aufgehalten. Jetzt bin ich lieber im Wohnzimmer (ehemals Schlafzimmer). Ob mir der Raum einfach besser gefällt? Früher war ich nie so viel im Wohnzimmer, da habe ich mich dann eher im Schlafzimmer in meiner Nähecke aufgehalten. Ich denke, ich werde mich irgendwann daran gewöhnen, mal schauen, wie lange es noch dauert.

Im Wohnzimmer nähe ich immer mit der Hand und so ist in den letzten Tagen ein weiteres Zimmer für mein Quilthaus entstanden. Ich habe mich für das Kaminzimmer entschieden, da dort am meisten zu applizieren ist.
 
 
Bei einem unserer letzten Besuche bei Ikea haben wir einen coolen Poäng gekauft, in rot-orange. Einfach klasse der Sessel und darin kann ich beim Applizieren so bequem sitzen. Auf dem Hocker kann ich nach Herzenslust meine Applisachen ausbreiten. Es sieht ein wenig chaotisch aus, aber noch hat sich keiner von meiner Familie beschwert.

Das Kaminzimmer habe ich ein bisschen dunkler gestaltet, in meiner Vorstellung ist ein Kaminzimmer dunkel und gemütlich. Katharina hat schon die ganze Zeit immer sehr interessiert zugesehen, wenn ich appliziert habe. Die ersten Tage hat sie das mit Papier gespielt und gestern wollte sie dann auch sticken und nähen so wie ich. Also habe ich ihr eine einfache Form ausgesucht und ihr gezeigt, wie sie das Kissen aufnähen kann.
 
 
Man sieht, Katharina ist hochkonzentriert und ich finde, das Ergebnis (das Sofakissen) kann sich sehen lassen.
Heute habe ich dann an meinem Block weitergenäht und ihn fertig gestellt. Besonders gut gefällt mir der Kamin. Der strahlt so richtig Wärme aus. ;-)
Den kleinen Quilt, der unter dem Herz hängen wird, muss ich noch nähen, den werde ich dann mit der Nähmaschine nähen. Ihr seht, ich habe schon einmal die Knöpfe aufgelegt. :-) Und weil der Block so schön aussieht, habe ich mal alle, die ich schon fertig habe, zusammen ausgelegt.
Ich muss aber sagen, dass ich von der Größe ein wenig überrascht bin. So groß habe ich den Quilt nicht erwartet und es fehlt ja noch das Dach. Da stellt sich mir wieder die Frage, wo ich den aufhänen soll, zumal wir nach dem Umräumen irgendwie weniger Platz für Quilts an den Wänden haben. :-( Egal. Notfalls muss ich öfter wechseln.
Nähzimmer
Eingangsbereich
Küche/Esszimmer
Mädchenzimmer
Flur 
Ich merke schon, wie sich so langsam das Kribbeln einstellt, weil ich mit den Blöcken fast fertig bin. In einem Post habe ich das mal die Macht der letzten Tüte genannt. Als ich meine Blöcke vorhin gesehen habe, kam dieses Gefühl wieder über mich und ich konnte den Quilt schon fast vor mir sehen. Zwei Zimmer und das Dach fehlen mir noch. Wenn diese Blöcke dann fertig sind, geht es an's Besticken der Blöcke. Darauf freue ich mich schon sehr. :-)