Montag, 19. November 2018
Nur noch zwölfmal schlafen
In den folgenden Jahren haben wir immer wieder genähte Kleinigkeiten und andere schöne Dinge in die Kalender gepackt - bis Katharina dann irgendwann gemerkt hat, dass ich wegen der Kalender immer mehr unter Druck geriet und bald keine Ideen mehr hatte, was ich werkeln konnte. Wenn man über einige Jahre einen Handarbeitskalender herstellt, sind irgendwann alle Kleinigkeiten genäht und es soll ja auch nicht so sein, dass man sinnlose Sachen herstellt. Zum anderen wollte ich es nicht, dass Katharina mit dem Adventskalender noch weitere Arbeit und Kosten hat, weil sie etwa genähte Blöcke von mir zum Quilt vollenden soll. Naja, lange Rede kurzer Sinn, irgendwann schrieb/sagte mir Katharina, dass ich als Beutetochter von ihr einen Kalender bekomme, es selbst aber unterlassen soll, ihr einen Kalender zu werkeln, denn ich habe genug um die Ohren.
Und ja, sie hatte damals schon recht: Ich habe eine Menge um die Ohren und gerade, wenn es an das Herstellen und Verpacken der Adventskalender ging, wurde mir das arg bewusst. Schließlich sind hier zu Hause ja auch noch drei Kinder, die gern einen Kalender haben möchten. Und so haben Katharina und ich es schon seit zwei oder drei Jahren gemacht. Sie hat mir mit ganz viel Liebe einen Adventskalender gepackt und ich habe ihn jeden Morgen mit ganz viel Liebe ausgepackt.
Schon am Donnerstag kam das Päckchen mit meinem Kalender bei mir an. Allerdings war es so, dass ich in der letzten Woche Spätschicht hatte und Steffen zu einer Studie in Berlin in der Charité und so war es wie immer: Ich war am Ende des Tages einfach nur platt und nur noch zum Nötigsten fähig. So blieb das Paket zu. Freitag sah es nicht besser aus, da bin ich nach der Arbeit gleich zu Ikea gefahren. Am Sonnabend hatte ich vormittags das erste Hallenturnier und nachmittags habe ich dann begonnen, Katharinas Zimmer leer zu räumen, da wir es noch einmal umgestaltet haben. Gestern haben wir eine Wand geweißt, Möbel aufgebaut, eingeräumt, Spielsachen soritert - und nachmittags war ich einfach nur am Ende.
ABER HEUTE: Heute habe ich nun endlich das Paket ausgepackt. Ich habe schon ein wenig ein schlechtes Gewissen gehabt, aber ich wollte das Paket nicht so nebenbei öffenen. Heute habe ich mir die Zeit genommen und als erstes blickten mich die niedlichen Weihnachtswichtel an:
Die haben schon jetzt einen festen Platz an unserem Weihnachtsbaum. Einen davon hat sich gleich meine Katharina erbeten und mit in ihr Zimmer genommen. :-)
Und für meinen Kalender musste ich im neuen Wohnzimmer gar keine Platz suchen, der war einfach schon da. Mein "Tor zum Amtshof" zum den Platz frei gemacht und so hat nun mein Adventskalender seinen Platz gefunden.
Meine kleine Katharina stand vorhin schon stauend davor und hat die Päckchen mal ein wenig befühlt und mir erzählt, dass auf den Päckchen Zahlen drauf stehen. :-) Ach ja, es ist bald Advent, ich merke es und so langsam kommt auch bei mir die Vorfreude darauf. Liebe Katharina hab vielen, vielen Dank für die jährlichen Kalender, die Du mir immer wieder schickst, ich liebe sie und sage Dir dafür herzlich Danke. 😘
Donnerstag, 25. September 2025
Abschied
Gestern war ich in meinem alten Büro, um mich von den Kollegen und dem Chef zu verabschieden, mein Büro auszuräumen und noch einen auf meinen Geburtstag auszugeben. Für alle hatte ich eine AMC aus den Danke-Siebdrucken genäht und für jeden ein paar persönliche Worte dazu geschrieben.
Auch wenn man das lila Motiv im Hintergrund nicht so gut erkennen kann und manche Drucke noch nicht ganz so gut geworden sind, finde ich die AMC doch sehr schön und ich denke, alle haben sich darüber gefreut.
Ich hatte ein wenig ein beklemmendes Gefühl in's Büro zu fahren/gehen, hieß es doch, nun wirklich alsbald Abschied zu nehmen. Ich bin dort sehr gern hingegangen, habe dort viele schöne Erfahrungen machen können, konnte das Fernstudium machen... Gestern nun habe ich zum letzten Mal an meinem Schreibtisch gesessen und habe denselben ausgeräumt.
Sonntag, 8. April 2012
Tor zum Amtshof ist fertig
Heute habe ich mir die Worte von Johannes zu Herzen genommen. Er hatte sich kürzlich beschwert: Ich würde ihnen immer sagen, dass sie aufräumen sollen, aber mein Nähtisch wäre auch nicht aufgeräumt. Also habe ich heute meinen Nähtisch aufgeräumt – und nachdem es so schön ordentlich war, habe ich meinen Amtshof-Quilt gequiltet. Appliziert war ja schon alles, es fehlten nur noch Schatten und Struktur. Und das habe ich heute gemacht.
Da ich ja zu Beginn nicht darüber nachgedacht hatte, dass um meine Applikationen eventuell noch ein Rand soll und gleich auf Vlies und Rückseite appliziert habe, habe ich mich dann dazu entschlossen, den Quilt auf einer Holzplatte zu befestigen. Nachdem ich mit dem Quilten fertig war, habe ich die Rückseite und das Vlies zurückgeschnitten und meinen Quilt auf die Platte geklebt. Nun fehlt nur noch eine Aufhängung und ein Platz für meinen neuen Quilt.
Nachtrag: Sigrid hatte gefragt, wie sich das Fleece beim Quilten verhält. Zu Anfang hatte ich auch Bedenken, aber es ließ sich wirklich gut quilten. Ich habe den Quilt schön dicht mit Stecknadeln geheftet und dann mit dem Obertransport gequiltet. Es hat sich nichts verzogen oder verschoben. Ich habe zunächst auf einem kleinen Reststück probiert, unter anderem auch, damit ich für meine Maschine die richtige Fadenspannung finde, aber dann ging es wirklich richtig gut.
Freitag, 30. März 2012
“Tor zum Amtshof”
Heute Abend habe ich damit weiter gemacht, die aufgebügelten Teile auf meinem Quilt zu applizieren. Das habe ich mit dicht eingestelltem Zickzack-Stich gemacht. Ein bisschen hatte ich ja in den letzten Tagen schon gemacht, aber es fehlte trotz allem noch eine ganze Menge.
Ein bisschen Ausgestalten wollte ich meinen Quilt auch noch, also habe ich die Fenster und Schatten schon aufgezeichnet.
Zuerst hatte ich es so gemacht, dass ich von oben nach unten die Teile appliziert und dann die Fenster gequiltet habe, das hat sich aber als nicht so gut herausgestellt, so dass ich erst alles appliziert und dann gequiltet habe.
In groben Zügen ist das Bild nun fertig, jetzt fehlen noch die Feinheiten, aber dazu muss ich es erst einmal ein bisschen “sacken” lassen. ;-)
Auch meine Rückseite sieht interessant aus:
In dem gemalten Bild ist es so, dass zwischen den einzelnen Segmenten teilweise ein heller Streifen zu sehen ist, ich habe versucht, diesen hellen Streifen auch zu lassen, daher überlappen sich meine Teile nicht. Ich habe jede Kontur mit Zickzack-Stick umnäht, so dass teilweise zwei Nähte nebeneinander sind.
Leider habe ich zwei Farben verwechselt: In dem Torbogen in der Mitte hätte ich die zwei lila Farben tauschen müssen. Da habe ich beim Zuschneiden leider überhaupt nicht aufgepasst… :-(
So kommt die Räumlichkeit noch viel besser zur Geltung. Tja, als ich den “Fehler” bemerkt habe, war es zu spät, ich bekam die Teile leider nicht mehr ab. Mhh, na gut, ich habe ja sowieso beschlossen, diesen kleinen Quilt erst einmal sacken zu lassen, vielleicht fällt mir dazu noch etwas ein.
Dann kann ich mir auch überlegen, wie ich mit den Rand bzw. das Binding gestalte. Denn auch hier habe ich nicht richtig überlegt: Nachdem ich die Teile aufgebügelt hatte, wollte ich sie erst einmal mit Zickzackstich fixieren und dachte, dass ich ja dann gleich mit Vlies und Rückseite doppeln könnte und dann gleich quilten kann. Die Idee ist an und für sich gut, aber nur, wenn das Top schon komplett fertig ist. Meins war es natürlich nicht, mein Bild hat ja nicht einmal einen Rand.
Ich hatte jetzt schon überlegt, dass ich Vlies und Rückseite bündig zurückschneide und das Teil auf einer Holzplatte befestige und die Vorderseite nachhinten umschlage. Mal sehen… ;-)






