Sonntag, 14. Januar 2024

Gewächshausquilt

Man sollte ja denken, wenn frau eine Woche weg ist, gibt es vielleicht Wichtigeres, als zu nähen. Ja, schon, aber mich entspannt es immer und bevor ich nach Leipzig gefahren bin, wollte ich unbedingt den ersten Block für den Gewächshaus-BoM nähen. Ja, ich bin mal wieder schwach geworden... Dieses Mal ist es aber nur die Anleitung, die enthalten ist. Die Stoffe habe ich mir selbst gekauft, habe mich dabei aber an einem Farbkonzept orientiert, das in der Anleitung enthalten ist. Allerdings habe ich die Vorlage um die Hälfte verkleinert ausgedruckt, ich möchte gern einen Wandquilt daraus machen.

Damit ich die Stoffe nicht durcheinander bringe, habe ich mir eine Liste gemacht und dort ein Schnipsel der Stoffe aufgeklebt. So weiß ich immer, was welcher Stoff ist.
Ich habe ja meine Vorlagen kleiner ausgedruckt, fast hätte ich auch die Nahtzugabe zu klein gemacht. Zum Glück fiel es mir noch auf, bevor ich die Vorlage ausgeschnitten hatte.
Der erste Block war recht überschaubar und bestand auch nicht auch nicht aus vielen Teilen. Beim Zusammensetzen der einzelnen Teile kann ich nun beim Nähen direkt auf den Bildschirm gucken. Das ist echt praktisch, weil ich so lediglich den Schnitt und nicht auch die Anleitung ausdrucken muss.
Und so sieht mein erster Block aus:
Ich bin schon sehr gespannt, welcher Block im nächsten Monat dran ist.

Samstag, 13. Januar 2024

Vorbereitungen für Leipzig

Habt vielen Dank für eure lieben Kommentare zu meinen letzten Beiträgen, ich habe mich sehr darüber gefreut, auch, dass mein kleiner Quilt zum Ideen merken so gut ankam. 

In der kommenden Woche bin ich zur letzten Präsenzphase in Leipzig. Ich habe ja die letzte Klausur, zwar mit einer vier, aber doch eben bestanden und so darf ich nun zur letzten Präsenzphase fahren. Die vier liegt mir noch immer schwer im Magen, aber mein Chef meinte am Freitag zu mir, darüber muss ich mich nicht ärgern. Na gut, ich versuche es... 

Nun liegt also wieder eine ganze Woche nur für mich vor mir. Ich muss sagen, ich freue mich sehr darauf, einfach nur für mich sein, machen können wonach mir gerade ist, mich nicht um andere kümmern müssen, mal alleine sein... Ach, das wird schön. Ich hoffe, dass um die Ecke vom Hotel noch der mobile Dönerstand ist, denn die Dürüm mit Fallafel und Halloumi dort schmecken unheimlich gut und wenn der Stand noch da ist, ist das Abendessen gesichert. ;-) Ich werde auch wieder durch Leipzig streifen, dieses Mal dann auf den "dritten Blick", mal schauen, was mir so begegnet. Ich hoffe auch, dass die Peterskirche offen ist, ich möchte mir noch einmal die unheimlich schönen Fenster ansehen. Ansonsten lasse ich mich einfach treiben, so wie im Sommer in Hamburg.

Wieder habe ich mir was zum handarbeiten eingepackt, darauf freue ich mich auch schon. Irgendwann hatte ich im Netz den Quilt "Nature's Sketchbook" gesehen. Leider gab es die Anleitung nicht einzeln, sondern nur als BOM mit den Stoffen, da der Quilt wieder über's Wasser reisen müsste, war mir das Porto zu teuer. Also habe ich erst einmal Stoffe dafür gesammelt. Genäht wurde der Quilt mit Stoffen von Tim Holtz aus der Serie Electric Elements. Zu der Zeit, als ich auf den Quilt aufmerksam geworden bin, waren die Stoffe schon eine ganze Weile auf dem Markt und nicht mehr so einfach zu bekommen. Ich habe dann auch immer noch andere Stoffe von Tim Holtz dazu genommen und so habe ich nun einen ganz gute Grundstock für meinen Quilt.

Der Quilt hat viele applizierte und gestickte Blöcke, dafür habe ich mir Stoffe vorbereitet. Vor langer Zeit hatte ich mir mal eine Anleitung gekauft, bei dem Pflanzen und Blätter appliziert werden. Diese Anleitung werde ich verwenden, um meine Motive zu applizieren. Mal schauen, in welche Richtung sich mein Quilt entwickelt.

Ich habe versucht, an alles zu denken: Stickgarn, Wollfilz, normales Garn, Nadeln, Schere, Fingerhut, und, und, und... Ich musste meine Sachen erst einmal ein wenig zusammensuchen und habe dabei zum Beispiel festgestellt, dass ich manche Dinge mehrfach habe. Nachfüllpackungen für Klebestifte brauche ich wohl vorerst nicht zu kaufen. 😂😂😂

Ja, ich muss wirklich meine Sachen sortieren und da kommt dann wieder mein Ideenquilt in's Spiel, denn heute habe ich endlich mal meine Pläne zu Papier gebracht.

Ich freue mich darauf, wenn ich dann mit den Prüfungen fertig bin, meine Nähecke im Schlafzimmer neu zu sortieren. Mein Plan ist, alle Regale mal auszuräumen und irgendwie sinnvoll zu sortieren. Momentan ist es so, dass überall was steht. Klar, die Stoffkisten stehen alle hinter dem Vorhang hinter dem Zuschneidetisch, aber der Rest ist über mehrere Regale verteilt. 

Wenn ich mir meine Schublade mit dem Nähgarn ansehe, dann muss ich leider feststellen, dass das Aufräumen dringend notwendig ist. Psst, ich sage jetzt nicht, dass die Schublade manchmal ein wenig... ...schwer zu geht. Woran das liegt? Mmmh, könnte vielleicht mit dem Grund für meinem Plan im Zusammenhang stehen.

Ja und ich möchte unbedingt mal wieder sonnabends zum Fußball fahren, einfach ein bisschen quatschen, Bekannte treffen, Fußball gucken und das Ganz ohne zu überlegen, was ich als nächstes lernen muss. Und auch auf das Pokalendspiel freue ich mich, denn beim letztjährigen war ich in Hamburg zur Präsenzphase. Und ich möchte wieder mehr Staffelleiterin sein und das nicht nur nebenbei machen. Auch wenn ich in diesem Jahr so gar keine wirkliche Lust auf Hallenturniere hatte, so freue ich mich auf die im nächsten Jahr, dann kann ich bestimmt auch wieder bei den Hallenturnieren meiner "eigenen" Jugend dabei sein. Dieses Jahr bin ich nur bei der Endrunde dabei, beim Vorrundenturnier bin ich in Leipzig und schreibe eine Klausur zum Thema Erbrecht. Aber hey, das Ende ist in Sicht und ich freue mich, dass ich soweit gekommen bin und ich WILL undbedingt das Studium schaffen (ja, ich werde zuversichtlich, dass ich es schaffen kann) .
Mein Ideenquilt ist schon ein wenig bestückt, ich habe mir auch den Hinweis gegeben, dass ich mich ja nach Leipzig zur Prüfung anmelden muss (das schreiben ich mir aber sicherheitshalber auch noch in meinen Handykalender, sicher ist sicher.)
 
Ich habe mir ja nach der ersten bestandenen Einsendeaufgabe ein Armband gekauft, für welches ich mir immer weitere Charms kaufe. Kürzlich habe ich einen schönen gesehen, der mir für die letzte Klausur passend schien. Also habe ich ihn mir gekauft. Ich habe es schon oft so gemacht, dass ich mir die Charms vorher gekauft und mit dem Erhalt des Ergebnisses dann an mein Armband gemacht habe. Bisher lagen sie immer im Schrank in einer Schachtel, aber mein Quilt hat ja auch was zum Anhängen und guckt mal, das passt doch perfekt:
 
Ich freue mich schon sehr, wenn ich dann den Charm an mein Armband machen kann.
 
So, jetzt werde ich mal meinen Koffer packen, denn ich muss ja auch ein wenig Kleidung und die Lehrgangsunterlagen einpacken, schließlich fahre ich ja nicht nur zu meinem Vergnügen nach Leipzig. 😂

Montag, 8. Januar 2024

8. Januar

 

Die am Tag träumen, kennen viele Dinge, die den Menschen entgehen, die nur nachts träumen.

Edgar Allan Poe
4/4

Mit dieser AMC beende ich den Adventskalender der Adventszeit 2023. Ich freue mich, wenn ich euch damit den Morgen im Advent "versüßen" konnte. Mir hat es wieder sehr viel Spaß gemacht, zum einen, die AMC die gestalten, zum anderen, den Adventskalender mit euch im Blog zu teilen. Es sind mehr AMC als es Adventstage gibt, das liegt daran, dass in meinem Fotobuch noch ein paar Seiten frei waren und so habe ich eben einfach nochmal 4 AMC (die obigen) gestaltet. Die musste ich dann auf die Tage irgendwie verteilen...

Samstag, 6. Januar 2024

Der letzte Quilt im Jahr

Ich hoffe, ihr seid alle gut in das neue Jahr gekommen und hattet einen schönen Silvesterabend. Ich wünsche euch allen noch ein gesundes neues Jahr und freue mich, auf ein weiteres Jahr regen Blogaustausch mit euch. Ich hoffe, dass ich in diesem Jahr wieder mehr Zeit für mein Hobby und meinen Blog habe. Es sollte machbar sein, denn, wenn alles gut geht, bin ich im April mit dem Fernstudium fertig. So gern wie ich das mache und so sehr es mich auch schon weiter gebracht hat, so freue ich mich doch, wenn ich damit fertig bin. Es nimmt unheimlich viel Zeit in Anspruch und fordert mich auch emotional sehr. Aber nun bin ich auf der Zielgeraden, die meiste Zeit habe ich geschafft. Es liegt noch eine Woche im Januar und an deren Ende eine Klausur im Erbrecht vor mir. Ich bin zuversichtlich, dass ich dies gut schaffen kann. Naja und die Prüfungen im April werde ich bestimmt auch schaffen, zumindest so, dass ich sie bestehe.

Neulich hatten wir uns auf Arbeit auch darüber unterhalten und ich habe gesagt, dass ich schon genau weiß, was ich  mache, wenn ich mit dem Fernstudium fertig bin. Meine Kolleginnen meinten, bestimmt einen trinken und darauf anstoßen, dass ich es geschafft habe. Daran habe ich, ehrlich gesagt, aber nicht gedacht, sondern ich möchte unbedingt meine Nähecke und meine Schubladen vom Nähtisch aufräumen. Bei den Schuladen denke ich jedes mal, wenn ich die aufziehe, oh, das muss ich unbedingt aufräumen. Auch, wenn ich hinter den Vorhang gucke, wo meine Stoffkisten stehen, kommt mir dieser Gedanke. Ich muss immer viel zu lange überlegen und gucken, wo ich was habe und das, obwohl die Kisten alle beschriftet sind. Aber ich möchte da einfach mal wieder gucken, was ich habe, in Stoffen schwelgen, sortieren, streicheln, mich freuen, was ich habe... Ja, ich weiß, diese Ideen sind schon... ...seltsam, aber genau das möchte ich machen, darauf freue ich mich. Und das ist der Gedanke, der mich "bei der Stange hält", denn manchmal fällt es mir doch eben sehr schwer, mich zu motivieren.

Damit ich mein Ziel nicht aus den Augen verliere, habe ich mir überlegt, ich brauche eine To-Do-Liste. Mmh, ich und Liste, wie soll das zusammenpassen? Eigentlich nicht wirklich, ich habe mir hin und wieder schon einmal was vorgenommen, aber die Vorsätze sind schneller wieder über Bord geworfen, als sie gefasst sind. Dafür bin ich einfach ein viel zu spontaner Mensch. Meine wichtigsten Entscheidungen waren spontan und nie habe ich sie bereut. Meine ehemalige Kollegin sagte immer, ich wäre der spontanste Mensch, den sie kennt. 😂Ja, doch, ich bin recht spontan und ich kann damit gut leben. 

Aber nun brauche ich eine To-Do- oder Erinnerungs- oder Motivationsliste. Und damit diese ansprechend präsentiert wird, braucht sie natürlich einen angemessenen Rahmen: Nämlich einen Quilt. Im Dezember hatte ich bei etsy schöne Stickdateien gefunden, Magnolien und die sollten meinem Wünschquilt den passenden Rahmen geben. Also habe ich erst einmal gestickt.

In dem Set sind sechs Dateien enthalten, fünf mit Blüten und eine mit Blättern. Gestickt hatte ich zunächst alle sechs Dateien, verwendet habe ich am Ende jedoch nur die fünf Blüten. Die Blätter passten irgendwie nicht in das Konzept.

Die Dateien sind wirklich sehr schön, durch die Farbnuancen sehen die Blüten auch realistisch aus. Ich mag Magnolien sehr, sie sind mit die ersten Blüten, die nach dem Winter den Frühling und das neue Wachsen ankündigen.

In Wernigerode gibt es mehrere Magnolienbäume und jedes Mal im Frühjahr freue ich mich, wenn ich daran vorbeifahre und sie blühen. In meinem Skizzenbuchquilt findet sich ja auch eine Magnolie.

Ich hatte mir überlegt, für meine Wunsch-/Ideenliste eine Tasche zu nähen, in die ich den Zettel einstecken kann, ich wollte aber auch wie ein bisschein eine Pinnwand haben, an die ich Ideen oder was auch immer anpinnen kann. Die Ideen, was machbar ist, kamen beim Nähen, wie schon so oft. Ich habe die Magnolienblöcke mit Streifen vom handgefärbten Satin verbunden. Die Blöcke sitzen rechts und links, dazwischen findet sich ein Streifen Wollfiz, um da Dinge mit Stecknadeln anpinnen zu können. An der rechten Seite habe ich noch zwei Bänder mit Schlüsselringen angenäht, da kann ich notfalls auch was anhänen. Zu guter Letzt findet sich noch eine Einstecktasche aus Kork. 

Der Quilt soll an der Rückwand eines Regals hängen, das war in meiner Nähecke der einzige freie und sinnvolle Platz für den Quilt. Entsprechend habe ich die Größe des Quilts daran angepasst.
Perfekt, genau so wollte ich den Quilt gern haben. Ich freue mich, dass der so schön geworden ist. Nun kann ich den Quilt  mit meinen Wünschen und Ideen für die Zeit nach dem Fernstudium bestücken.
Die Magnolien rechts habe ich von der Knopse über die sich öffnende Blüte bis hin zu offenen Blüte angeordnet. Den Quilt habe ich am letzten Tag des vergangenen Jahres genäht und fertiggestellt, das war ein schöner Abschluss des vergangenen Jahres.

Mittwoch, 3. Januar 2024

Starry Night

Meine Starry Night-Quilt hatte ich ja schon irgendwann Ende des letzten Jahres begonnen zu quilten. Zunächst hatte ich ihn mit dem Rahmen gequiltet, immer mal ein bisschen, wann es eben meine Zeit zuließ. Als es dann immer weiter auf Weihnachten zuging, hat Steffen mir zum Ziel gesetzt, dass der Quilt fertig werden soll, schließlich bräuchten wir Platz für den Weihnachtsbaum. Manchmal kann er aber auch ganz schön bieder sein. 😂 Und wenn er sich was in den Kopf gesetzt hat, kann er auch ganz schön hartnäckig sein. Wobei, wenn ich ganz ehrlich sein soll, war der Druck gar nicht so schlecht, sonst wäre mein Quilt wohl immer noch nicht fertig.

In der Adventszeit war es oftmals so, dass ich morgens sehr zeitig wach war und da die Maschine im Wohnzimmer stand, konnte ich - ohne den Rest beim Schlafen zu stören - quilten. Ich musste den Quilt öfter mal vor mich auf die Erde legen, da es mir echt schwerfiel, aus der Nähe beim Quilten Details zu erkenne, insbesondere mit den Häusern im unteren Bereich habe ich sehr gehadert. 

Wusste ich zunächst nicht so recht, wie ich quilten sollte, habe ich mich dann immer mehr am Gemälde orientiert und versuchte, den Stil ein bisschen in meinen Quilt zu transportieren. Ich denke, das ist mir stellenweise ganz gut gelungen.

Ich saß manchmal wirklich mit dem Handy an der Nähmaschine und habe beim Quilten auf's Handy geguckt, wie es im Original dargestellt ist. Verrückt, aber es hat Spaß gemacht.

Und noch bevor meine Familie wach geworden ist, war ich dann eines Sonntagmorgens mit meinem Quilt fertig. Ihr glaubt ja gar nicht, wie glücklich ich da war. Das war ein wundervolles Gefühl.
 
Das Binding habe ich in blautönen gemacht und dabei versucht, die Farben ein wenig dem Bild anzupassen.

Auf dem Foto kann man auch ganz gut die Struktur des Quiltens erkennen. Einzig im unteren Bereich, in dem die Häuser sind, habe ich nur innerhalb der Naht gequiltet, um die Häuser damit zu umranden und ein wenig deutlicher hervortreten zu lassen. Der Rest des Quilts ist ganz dicht in verschiedene Richtungen gequiltet. Letztendlich ist es genauso geworden, wie ich es mir vorgestellt habe, obwohl ich zwischenzeitlich daran arg gezweifelt habe.

Ich bin total happy mit meinem Quilt und er hat gleich einen schönen Platz bekommen:

Wenn ich am Tisch oder auf dem Sofa sitze, kann ich meinen Quilt sehen und mich daran freuen.

Montag, 1. Januar 2024

1. Januar

Deine Füße sind dir gegeben,
deine Schritte bestimmst du selbst.

Walter Reisberger

3/4

Ich hoffe, ihr seid alle gut in das neue Jahr gerutscht und hattet einen Silvesterabend so, wie ihn ihr euch vorgestellt habt. Ich wünsche euch von ganzem Herzen ein gesundes neues Jahr, in welchem ihr eure Wünsche und Ziele verfolgt, gesund bleibt und einfach eine schöne Zeit habt.
 

Sonntag, 31. Dezember 2023

Am letzten Tag des Jahres

Am ersten Tag eines neues Jahres denke ich immer, dass nun ein ganzes langes Jahr vor mir liegt, ein aufgeschlagenes Buch mit lauter leeren Seiten, die nur darauf warten, mit meinen Gedanken, Wünschen, Erinnerungen gefüllt zu werden. Beginnt dann die Adventszeit kommt so etwas wie... ...ja, was kommt dann eigentlich auf? Wehmut, Freude, Erleichterung, dass das Jahr vorbei ist? Ich weiß es nicht, es ist ein Gefühl, welches ich nicht genau beschreiben kann. Wieder ist ein Jahr vergangen und wieder ist es einen Tuck schneller vergangen als das vorherige Jahr. Was natürlich nur in meinen Gefühlen so ist, denn 365 Tage vergehen so schnell wied 365 Tage eben vergehen.

Das Ende des Jahres habe ich genutzt, um lieben Menschen einen Gruß zuzusenden. Da mir die Idee wieder sehr spontan kam, nämlich erst am 27. musste ich mich sputen, um alles rechtzeitig fertig zu bekommen. Ewig trödeln konnte ich nicht, denn die Post war auch noch mit im Boot. 😉

Ich hatte im Dezember ganz viele Stickdateien gekauft, unter anderem eine mit einer Wunderkerze. Diese fand ich passend, um daraus zu Silvester und zum neuen Jahr Karten zu machen und so habe ich gestickt, gestickt, gestickt... Und irgendwann waren die Karten, die ich benötigt hatte fertig gestickt. Es war ein wenig Akkordarbeit: Die Maschine hat hinter mir gestickt und währenddessen habe ich gleich die Karten genäht und geschrieben.

Ich mag Wunderkerzen sehr gern, sie haben so etwas Magiches an sich, sind dabei aber nicht so laut, aufdringlich und unkontrollierbar wie Silvesterböller. Sie sind eher zwart und fein, verbreiten doch aber Freude und zaubern eigentlich jedem ein Lächeln in's Gesicht und das wollte ich mit meinen Karten erreichen: Den Menschen ein Lächeln in's Gesicht zaubern und sagen, hey, alles wird gut. 
Und genau das wünsche ich mir für uns im Kleinen, für meine Familie und Freude und für uns alle im Großen auch: Hey, alles wird gut!

Damit wünsche ich all meinen Lesern einen guten Rutsch, einen schönen Silvesterabend und ein gesundes, neues Jahr. Ich sage danke für eure Treue und Teilnahme an meinem (Blogger)Leben, eure Kommentare, Hinweise, Ratschläge, Gedanken, die ihr mit mir teilt, für Begegnungen, E-Mails und, und, und. Ich freue mich, auf ein weiteres schönes Blogjahr, mein nunmehr schon 15!

31. Dezember

 

Ganz gleich, wie beschwerlich das Gestern war, stets kannst du im Heute von Neuem beginnen.

Buddha

Samstag, 30. Dezember 2023

Zwischen den Jahren

Ich hoffe, ihr habt alle ein schönes Weihnachtsfest gehabt und könnt die Zeit zwischen den Jahren noch genießen. Ich mag den Ausdruck "zwischen den Jahren" sehr. Eigentlich gibt es diese Zeit ja nicht, uneigentlich aber doch. Man ist nicht mehr wirklich im alten Jahr, aber auch noch nicht im neuen Jahr angekommen, hat man frei zwischen den Jahren gibt es auch keine wirkliche Zeit, alles ist irgendwie im Fluss, aber ohne Zeitdruck und Hektik. Es ist - für mich - wie ein Zauber. Ich war diese Woche am Freitag arbeiten und musste mich echt konzentrieren, dass ich den Tag nicht verpasse, weil ich die Tage gar nicht wirklich registriert habe. 

Unser Weihnachtsfest war anstrengend, aber auch schön. Unser Bäumchen ist besonders schön geworden. Das hatten wir am Dienstag vor Weihnachten noch schnell gekauft, da Steffen am Mittwoch ins Krankenhaus musste und erneut operiert worden ist. Wir hatten zwar gehofft, dass er vor Weihnachten wieder nach Hause kommt, aber es kann ja immer was passieren. Zum Glück ist es (bisher) alles gut gegangen und er konnte schon nach zwei Tagen nach Hause. Das war für mich das schönste Weihnachtsgeschenk. Ein anderes, schönes Weihnachtsgeschenk war das, was ich von Steffen bekommen habe. Eigentlich bringt bei uns der Weihnachtsmann nur was für die Kinder. Bei uns Erwachsenen ist es so, dass wir uns nichts schenken, ist es aber so, dass er eine dem anderen eine Freude machen möchte oder gerade was sieht, was dem anderen gefallen könnte, dann bekommt einer eben ein Geschenk. Das machen wir schon seit vielen Jahren so und irgendwie gehört das zu uns und es passt für uns.

In diesem Jahr habe ich nun etwas bekommen, eine schöne Halskette mit einem schönen Anhänger. Viel schöner aber was das, was Steffen mir dazu gesagt hat. Ich halte es mal mit Katharinas Worten: "ich habe getränt". Steffen hat mir die Kette auch schon am 23. geschenkt, da waren nur wir beide und Katharina dabei und ich was sehr froh darüber, denn das war dafür genau passend.💖Ich hatte gar nicht gewollt, dass viele dabei sind, denn dieser Moment gehörte nur uns dreien. 

Dieser kleine Engel ist neu bei uns. Den hatte ich entdeckt, als wir im Herbst in Derenburg im Glaswerk waren und wir hatten dann überlegt, den für den Baum zu kaufen - irgendwann. Und dann haben wir es vergessen. Kurz vor Weihnachten fiel es uns dann wieder ein, aber wir wussten nicht mehr, was wir kaufen wollten. Typisch für uns. Irgenwann meinte einer, es könnte ein Engel gewesen sein. Johannes hatte Steffen Mittwoch ins Krankenhaus gefahren und ich hatte ihn gebeten, im Glaswerk anzuhalten und nach dem Engel Ausschau zu halten. Ich hatte ihm ungefähr beschrieben, wo der stand und er hat mir dann Fotos geschickt. Als ich die Bilder gesehen habe, wusste ich gleich wieder, welcher Engel mich fasziniert hatte. Der Engel hat uns wohl Glück gebracht.

Ups, jetzt bin ich wieder vom Thema abgekommen und in's Plaudern geraten. Denn eigentlich wollte ich ja was ganz anderes erzählen. Eigentlich heißt es ja immer, dass man nicht mit Schulden in das neue Jahr gehen soll. Ich habe schon vor einigen Jahren für mich daraus gemacht, dass ich nicht mit unfertigen Quilttops in das neue Jahr gehen möchte (ähm, ok, von den angefangenen Projekten in den dunklen, geheimnisvollen Kisten rede ich jetzt mal nicht 😂).

Ich hatte drei Tops fertig: Gelmeroda in maigrün (schon ein paar Wochen), Seiffen und den Adventskalenderquilt von 2019. Mein Ziel war, diese Tops noch im alten Jahr zu Quilts werden zu lassen und so war ich in den letzten Tagen fleißig. Angefangen habe ich mit dem Seiffen-Quilt. Marion, die gemeinsam mit Katrin und mir den Heimatquilt genäht hatte, hatte mich ja erst auf die Idee gebracht. Wir hatte ein wenig über den Quilt getextet und sie war so lieb, mir eine Uhr zu schicken, weil auf einen richtigen Kirchturm einfach eine Uhr gehört. Ich wollte auf meine Tanne gern Kerzen nähen und so habe ich im Netz gestöbert und bei einem Shop in Österreich kleine Holzkerzen entdeckt und bestellt. Im Nachthimmel meiner Kirche funkeln Sterne, die gehören für mich für Weihnachten einfach dazu.

Gequiltet habe ich meist nur in der Naht, einzig im Himmelbereich habe ich geschwungene Linien gequiltet. Ich freue mich, wenn ich den Quilt nächstes Jahr in der Adventszeit aufhängen kann.

Als nächstes habe ich einen weiteren Gelmerodaquilt fertig gestellt. Das Top hatte ich schon eine ganze Weile fertig liegen. Ich kann gar nicht mehr sagen, warum ich erst die anderen genäht und fertiggestellt habe. Aber eigentlich ist es auch egal. Auch dieses Top habe ich nur in der Naht gequiltet und damit die Kirche umrundet. Die grüne Kirche wird für mich der Quilt für Mai sein, denn im Mai ist das Grün der Bäume und Pflanzen noch zart und weich.

Fotografiert habe ich die drei Quilts heute am Blauen  See. Ich hatte gelesen, dass er wieder voll mit Wasser ist und das wollte ich mir gern ansehen, denn die letzten Jahre war er immer sehr leer. Zum Jahreswechsel 2019/2020 war der See so leer, dass wir hindurchgehen konnte. Den See jetzt wieder voll zu sehen, hat mich irgendwie glücklich gemacht.
Das war überigens der letzte Gelmerodaquilt nach dem selbst gezeichneten Schnitt. Für die weiteren Quilts, die ich noch nähen möchte, werde ich den Schnitt probieren, den ich mit dem Quiltart-Programm erstellt habe.

Der dritte Quilt, den ich fertig genäht habe, war der Adventskalenderquilt von 2019 von Handgefärbt. Das Top hing ja auch schon eine Weile fertig am Schrank. Gestern nun habe ich es geheftet und gequiltet und ich finde, so komplett fertig, sieht es noch einmal ganz anders aus.

Ich hätte es nicht gedacht, aber das weiß-gepunktete Binding gibt dem Quilt den letzten Pfiff, das war genau das, was für einen richtig schönen Quilt noch gefehlt hat. 

Ich freue mich, dass ich es geschafft habe, diese drei (kleinen) Quilts fertig zu stellen. Momentan habe ich nur ein Top noch liegen, aber das ist riesig groß, dafür habe ich weder Vlies noc Rückseite, noch Zeit, es zu quilten. Ich weiß auch gar nicht, ob ich es selber quilten möchte oder ob ich es vielleicht zum quilten weggeben werde. Dieses Top wird aber noch eine ganze Weile warten müssen, ehe es ein Quilt wird.

Dienstag, 26. Dezember 2023

26. Dezember

 

Doch sag ich nichts, was jemand kränkt!
Das könnte euch so passen!
Was man von Weihnachtsmäusen denkt,
bleibt jedem überlassen.

James Krüss

13/13




Montag, 25. Dezember 2023

25. Dezember

 

Sagt jemand nun, bei ihm zu Haus,
- bei Fränzchen oder Lieschen -
da gäb es keine Weihnachtsmaus,
dann zweifle ich ein bisschen!

12/13

Sonntag, 24. Dezember 2023

2,10 m lesen ist weniger als 2,10 m sehen

Klingt ein wenig komisch, aber genau so ist es! Anfang Dezember hatte ich auf Kleinanzeigen einen Verkaufspost für einen Adventskalenderquilt gesehen. Riesig stand dabei und auch das Maß von 2,10 x 1,45 m. Der Quilt war wirklich sehr schön gestaltet, darauf waren vier Häuser und eine Kirche. Jedes Gebäude hat Fenster, die aufgemacht werden können. Dahinter verbergen sich Bilder mit weihnachtlichen Motiven oder Blöcken. Der Quilt ist liebevoll gestaltet, die Häuser haben alle ein Binding, die Blöcke sind akkurat genäht. Der Quilt hatte es mir angetan und so habe ich spontan entschieden, dass ich mir den gern kaufen möchte. Gesagt, getan, bezahlt. Und nur drei Tage später war der Quilt da.

Ups! SO groß hätte ich den Quilt jetzt nicht erwartet. Sicherheitshalber habe ich dann noch einmal in die Beschreibung geguckt. Ja, da stand 2,10 x 1,45 m... Da war guter Rat erst einmal teuer, aber Steffen meinte, wir probieren, ob der Quilt an die Galerieschiene passt.

Groß ist mein Quilt, aber traumhaft schön. Kurzzeitig hatte ich ja überlegt, mir selber so einen Quilt zu nähen, aber den Gedanken habe ich dann schnell wieder verworfen. Und so hängt nun mein Adventskalenderquilt. Da schon ein paar Tage im Dezember vergangen waren, ehe ich den Quilt entdeckt hatte, konnten wir gleich ein paar Fensterläden nacheinander öffnen.
Die Tür der Kirche haben wir uns für den 24. Dezember aufgehoben, bei den anderen Türchen durfte derjenige, der es aufmachen durfte, sich eins aussuchen.
Jeden Morgen, wenn ich in's Wohnzimmer komme, freue ich mich über den Quilt und inzwischen habe ich mich irgendwie an die Größe gewöhnt. Freitag durfte Steffen einen Fensterladen öffnen, schließlich ist er da aus dem Krankenhaus nach Hause gekommen. Die OP ist gut verlaufen und wir sind zuversichtlich, dass alles gut wird.

Das letzte, heutige Türchen haben ich mir aufgehoben, das wollte ich gern aufmachen. Und das habe ich dann vorhin gemacht, nachdem wir mit den Vorbereitungen soweit fertig waren und am Kaffeetisch saßen.

Hinter dem 24. Türchen verbirgt sich ein lichtgeschmückter Weihnachtsbaum.
Mit dem Foto von allen geöffneten Fensterläden wünsche ich euch allen ein fröhliches, besinnliches Weihnachtsfest im Kreis euer Lieben mit ganz viel Zeit für alles, was sonst vielleicht zu kurz kommt, mit viel Zeit für einander, gutem Essen, Beisammensein...