Samstag, 22. Februar 2020

Das war mal wieder rekordverdächtig

Irgendwann im letzten Jahr hat meine Freundin mich darauf hingewiesen, dass sie dieses Jahr 40 wird und ich ihr zum 40. einen Quilt mit Kuschelfleecerückseite versprochen habe. Daran erinnern konnte ich mich nicht mehr wirklich. Also es kann durchaus sein, dass ich so etwas versprochen habe, schließlich hat sie zum 30. auch einen Quilt von mir bekommen. Meine Güte ist das lange her. Zehn Jahre, wenn ich überlege was alles in diesen zehn Jahren passiert ist... Egal, darum soll es heute ja nicht gehen, sondern um den Quilt.

Meine Freundin hat sich für orange, grün, braun und grau entschieden und Stoffe hat sie sich ausgesucht, als es bei Planet Patchwork mal wieder eine Aktion gab. Ich habe dann sozusagen über die Stoffe drüber geguckt und bestellt. Und dann lagen sie seit Herbst bei mir, sie haben so gar nicht mit mir gesprochen, orange mag ich zwar auch, aber... Als Muster war ihr Wunsch Dreiecke. Auweia, die nächste Hürde: Dreiecke. Ich habe in Gedanken alles überlegt... ...und wieder verworfen. Ich weiß gar nicht, wie oft ich auf Pinterest Quilts mit bzw. aus Dreiecken angesehen habe, aber keiner hat mein Herz berührt. Eigentlich wollte ich den Quilt schon zwischen den Jahren nähen, aber ich konnte mich dazu nicht aufrafffen.

Der Januar ging ins Land und der Februar begann und wenn ich am 22. nicht ohne Geschenk da stehen möchte, musste ich nun langsam mal beginnen. Zum Glück hatte ich ja im Februar eine Woche Urlaub und so habe ich am Montag (10.2.) begonnen, Streifen zu schneiden und zu nähen, um daraus Dreiecke zu nähen. Dass das vielleicht nicht ganz so gut aussehen würde, kam in meinem Plan nicht vor und so habe ich natürlich gleich Massen an Streifen geschnitten und genäht, um dann festzustellen: sieht kacke aus. 😓
 
  
Egal, was ich probiert habe, es sah alles nicht schön aus. Ja, richtig, der Quilt muss nicht mir, sondern meiner Freundin gefallen, aber ich muss mich beim Verschenken auch damit identifizieren können und das konnte ich mit keiner der Dreieck-Varianten. Ich war kreuzunglücklich. Irgendwann habe ich gefragt, ob es zwingend Dreiecke sein müssen oder ob es vielleicht auch Hexagone sein könnten. Denn als ich die Dreiecke zum Hexagon zusammengelegt habe, fiel mir mein "Mein Ende und mein Anfang" wieder ein. Die Blöcke boten sich für die Stoffe und den Hintergrund geradezu an. Nachdem das "ok" kam, habe ich gleich umdisponiert und losgelegt, die ersten beiden Blöcke waren schon am Montag fertig:
Viel besser! Dienstag "musste" ich eine Nähpause einlegen, weil wir bei Johannes in Potsdam waren, aber Mittwoch habe ich den Schwung genutzt und weitere Blöcke genäht. Als Hilfestellung diente mir dabei mein Park Bench-Quilt.
Mittwoch fehlte dann nur noch zwei Blöcke, aber da ich nicht mehr konnte, habe ich die dann auf Donnerstag verschoben. Donnerstag habe ich dann die fehlenden zwei Blöcke genäht und das Top zusammengesetzt. Das ging dann wirklich schnell.
 
 
Ich wollte dann gern den Schwung nutzen und auch noch den Quilt heften. Allerdings musste ich feststellen, dass das Fleece, welches ich als Rückseite verwenden wollte, nur noch ein Rest war. Zum Glück gab es in Wernigerode in der Baselkiste Fleece und so bin ich Donnerstag noch schnell nach WR gefahren und habe Fleece gekauft. So konnte ich mein Top noch heften. Dann war aber wirklich die Luft raus!

Freitag hatte ich wieder Pause, denn da haben wir einen Ausflug nach Dessau in's Bauhausmuseum und zu den Meisterhäusern gemacht. Das war ein wunderschöner Tag und das Museum und die Häuser lohnen sich auf jeden Fall. :-)

Sonnabend habe ich gequiltet. Ich habe dabei jeden Block ein wenig anders und den Hintergrund in großzüigen Mäandern gequiltet.
 
 
Sonnabend war ich dann noch in Göttingen und habe Jonathan vom Bus abgeholt. Als ich wieder zu Hause war, habe ich den Rest vom Quilt noch gequiltet. Ich wollte das Thema dann irgendwann erledigt haben. ;-)

Das Binding habe ich Sonntag in aller Frühe, noch vor dem Frühstück angenäht. Da kam es mir mal wieder zugute, dass ich immer zeitig wach bin. Und nach nur einer Woche war der Quilt zum Geburtstag dann fertig!
 
Ich hätte nicht gedacht, dass ich es wirklich schaffe, aber als ich dann am Sonntag die letzten Stiche genäht habe, war ich unheimlich glücklich und zufrieden und unheimlich stolz auf mich.
Nun hoffe ich nur, dass der Quilt meiner Freundin gefällt, wenn der Beitrag online geht, habe ich den Quilt bereits verschenkt (vor zehn Jahren wusste ich noch nicht, dass man Blogbeiträge auch vorbereiten und das Veröffentlichen planen kann). Wäre sie meine Familie, hätte sie den Quilt schon Sonntag geschenkt bekommen... 😉
PS: Detailfotos von Quilting folgen in einem separaten Beitrag, sonst wird dieser Beitrag viel zu lang.

8 Kommentare:

  1. Das ist wieder eine Meisterleistung von dir. Und sehr gelungen.Ich hätte gerne mal das Gesicht sehen wollen bei der Übergabe. Beste Grüße von Rela

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  2. Liebe Viola,
    ich staune immer wieder, wie schnell Du einen ganzen Quilt nähen kannst! Unglaublich....
    Und auch wenn es eine kleine Odyssee war - der Quilt ist nun sehr schön geworden mit diesen Blöcken!
    LG
    Elke

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  3. Aaaahrgh, Viola! Du Zauberin mit der Nadel! Ich staune, was du in kürzester zeit so alles auf die beine stellst! der quilt sieht wunderschön aus, gerade durch das tolle quilting! einfach zauberhaft! deine freundin wird begeistert sein, so eine megaüberraschung! ganz LG aus Dänemark, ulrike :0)

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  4. Den Quilt hätte ich genommen, wenn ihn deine Freundin nicht gewollt hätte. Toll ist er geworden.

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  5. Ich finde es toll, wie du deinen Weg zu diesem Quilt gefunden hast. Er sieht sehr schön aus und in der Zeit ... wow. LG Ingrid

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  6. Er ist wunderschön geworden und wird gerade eingeweiht 🥰. Kuschlig warm, da kann es draußen gern weiter regnen.
    Vielen lieben Dank Viola 😘

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  7. Liebe Viola, das IST Rekord!!! Und wunderschön, er kommt gut ohne Label aus, schließlich hast Du es ja eingequiltet ;o) Ich verstehe gut, dass Du den erstmal immer wieder weggeschoben hast, deine jetzt gefundene Lösung ist perfekt!
    Liebste Grüße an Dich Katrin

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  8. Liebe Viola, da merkt man doch wieder ganz deutlich, dass man zu Höchstleistung fähig ist, wenn das Konzept überzeugt. Und genau das macht einen Quilt aus, dem sehe ich genau an, dass da Seele drin ist. Ein wunderschönes Geschenk.
    LG eSTe

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