Eigentlich hatte ich ja geplant, weitere Gelmerodaquilts erst dann zu nähen, wenn ich den Schnitt optimiert habe. So ganz rund ist der Schnitt noch nicht, hier hatte ich davon schon einmal berichtet. Was ich dann weiter schreiben wollte, weiß ich heute beim besten Willen nicht mehr. Ist ja auch nicht so wichtig. Auf jeden Fall bin ich am Montag dann von meinem Vorhaben erst einmal abgewichen, denn mir war nach... ...ja, nach was war mir eigentlich. So genau kann ich es gar nicht beschreiben, ich musste was tun und brauchte aber irgendwie ein wenig Zuversicht. Naja und da kam mir die Idee, die kleine Kirche mal wieder zu nähen, mit einem dunklen Nachthimmel, der von einem hellen Lichtschein durchbrochen wird.
Steffen wurde mitgeteilt, dass er erneut operiert werden muss, es eilt nicht, sollt dann aber doch gemacht werden. Wir hatten uns gedanklich auf Januar eingerichtet, aus welchem Grund auch immer bekam er am Montag einen OP-Termin für Mittwoch (!). Ja, genau, für heute. Das warf natürlich unsere gesamte Planung über den Haufen und wir mussten erst einmal neu organisieren. Gestern haben wir dann hopplahopp einen Weihnachtsbaum gekauft und spontan auch schon geschmückt, Johannes musste einkaufen, meine Eltern die Gans abholen. Nun hoffe ich doch sehr, dass er Weihnachten zu Hause ist, wenn sich ausnahmsweise mal keine Komplikationen einstellen, sollte es machbar sein - so die Ärzte im gestrigen Vorgespräch. Und wenn er doch im Krankenhaus bleiben muss, dann ist es leider so und wir machen das Beste daraus.
Auf jeden Fall war mir Montag nach Zuversicht und Halt haben und so habe ich Gelmeroda im Lichtschein genäht. Schließlich gibt es immer irgendwo ein Licht, welches den Weg weist. Ist das nicht auch in der Weihnachtsgeschichte so?Der helle Lichtschein fällt von rechts auf den Turm, ich fand, das Licht sollte von Osten kommen, die Seite des Turms ist auch mit gelb gequiltet, das Licht schimmert im Turm. Auf der Seite sind gerade, klare Linien gequiltet. Auf der vom Licht abgewandten Seite ist es dunkel und alles ist noch ziemlich durcheinander, Chaos eben.
Die Kirche selber habe ich wieder hell gehalten, auch sie soll in gewisser Weise Zuversicht und Halt geben und da ist ein helles Gebäude wohl eher geeignet als ein dunkles. Das Fenster habe ich in demselben Gelb genäht, wie den Lichtschein, denn auch im Gebäude gibt es Zuversicht und Halt.
Auch wenn es recht anstrengend war, nach der Arbeit noch den Quilt zu nähen, so wollte ich ihn am Montag unbedingt fertig nähen, sogar das Binding und den Tunnel habe ich noch angenäht, dann war es aber auch genug für den Tag. Mein Rücken tat weh und ich war hundemüde, aber unendlich glücklich. Den Quilt habe ich sozusagen für Steffen und mich genäht, wenn wir mal wieder vergessen, dass es ein Licht gibt. 😉
Gleichzeitig kann der Quilt auch der Quilt für Dezember sein, denn auch da ist es dunkel und Licht erhellt die Nacht. Die Adventszeit ist untrennbar mit Licht verbunden, früher war es nur wenig Licht, mittlerweile wird es immer mehr. Es sieht zwar schön aus und erhellt die dunkle Jahreszeit und die kurzen Tage erscheinen gar nicht mehr so kurz und dunkel, aber ein wenig von der Heimeligkeit geht, finde ich, verloren.Vier Quilts habe ich fertig, der grüne Maiquilt ist noch immer nur ein Top. Aber ich finde, die Quilts beieinander sehen sehr schön aus.


Liebe Viola,
AntwortenLöschenach, das klingt ja nach immer wieder neuen Herausforderungen!
Ich denke an Euch und wünsche Euch gemeinsame Weihnachten, am besten zu Hause, aber notfalls auch im Krankenhaus....
Herzliche Grüße an Steffen!
Elke