Als wir im Urlaub waren, habe ich festgestellt, dass sich meine Tasche, die ich mir im Herbst 2022 genäht habe, so langsam auflöst. Darüber war ich schon ein wenig traurig, aber verständlich ist es allemal, denn ich habe ich Tasche täglich genutzt. Nunja und da darf sie sich irgendwann auflösen. Sie hat ihren Dienst getan.
Das ist doch jetzt mal ein Grund, mal wieder nach einem Taschennähset zu gucken. Dieses Mal habe ich mich für eine Tasche entschieden, die sowohl einen Riemen zum Umhängen, als auch Henke zum über der Schulter tragen hat. Meist trage ich die Taschen quer umgehängt, allerdings ist das ungünstig, wenn ich ein Kleid oder einen Rock trage, denn dann scheuert die Tasche immer am Rock und der "krabbelt" dann an der Tasche hoch.
Das Nähen mit den Nähsets geht richtig gut, es ist im Set alles enthalten und die Stoffe sind schon passend zugeschnitten. Da ich diese Art von Tasche bisher noch nicht genäht hatte, musste ich natürlich genau gucken. Ich bin die Anleitung Schritt für Schritt durchgegangen, das hat sich bezahlt gemacht. Das einzige, was mich fast an den Rand der Verzweiflung gebracht hat, war der Reißverschluss. Beim ersten Mal habe ich getrennt, da das Futter verrutscht ist.
Auch wenn es nur ein, zwei Millimeter sind, hat es mich doch gestört und ich habe alles wieder aufgetrennt. Dann habe ich den Reißverschluss an einigen Stellen ein wenig mit doppelseitigem Klebeband festgeklebt. Das ging dann auch ganz gut. Der Reißverschluss war nun gerade eingenäht und das Futter passte auch gut. Aber der zweite Reißverschlussteil passte nicht wirklich zum ersten:
Ich habe dann erst einmal die anderen Sachen genäht. Eigentlich hatte ich gehofft, die Tasche an einem Tag beenden zu können, aber dafür waren es einfach zu viele Schritte. Also bin ich am nächsten Morgen in's Wohnzimmer umgezogen und habe, als alle noch geschlafen haben, an meiner Tasche weiter genäht getrennt. Ja, den Reißverschluss habe ich ein weiteres Mal aufgetrennt und neu, dieses Mal passend eingenäht.
So sieht es doch viel besser aus und ich konnte absteppen. Dabei bin ich allerdings einmal vom Wege abgekommen und habe einen ziemlichen Bogen gesteppt. Ja, auch den habe ich noch einmal aufgetrennt, wenn ich schon trenne, dann eben richtig!
Manchmal stehe ich mir aber auch selber im Weg und muss über mich selber den Kopf schütteln. Naja, auch wenn ich nun x-mal trennen musste, am Ende hat es sich gelohnt und der Reißverschluss ist so, dass er mir gefällt.
Der Rest der Tasche war dann tatsächlich schnell genäht und seitdem ist die Tasche täglich im Einsatz. Ich wollte gern ein paar schöne Fotos machen und so haben wir - nachdem wir geguckt haben, wo Johannes künftig zur Berufsschule geht - im Kloster Drübeck angehalten und haben dort auf die Schnelle ein paar schöne Fotos gemacht.
Auf diesem Foto ist auch die Farbe der Tasche ganz gut wieder gegeben.
Die Tasche ist sehr schön groß und geräumig und hat viele kleine Taschen. Das finde ich, bei größeren Taschen, sehr gut, denn die sind bei mir immer wie ein schwarzes Loch, darin verschwindet alles...
Rückseitig hat die Tasche eine kleine Tasche, die mit einem Magnetknopf verschlossen wird.
Gut kann man die vier Innentaschen erkennen, eine für's Handy, für Handcreme, Kopfschmerztabletten, Schlüssel, meinen kleinen Engel... Alles, was ich brauche, hat nun einen festen Platz bzw. eine eigene Tasche und seitdem suche ich auch viel, viel seltener, nämlich bisher gar nicht, meinen Schlüssel. Wenn ich daran denke, wie oft ich meine Tasche schon komplett irgendwo ausgeräumt habe, weil ich meinen Schlüssel nicht gefunden habe. Das hat nun offenbar ein Ende gefunden. Kurz: Ich bin happy mit meiner neuen Tasche und wenn sie auch wieder fast zwei Jahre hält, ist es doch perfekt.
Ich werde mir noch ein passendes Portemonnaie nähen, das Set liegt schon hier, aber das wird noch ein wenig dauern.
Hallo Viola,
AntwortenLöschenschön geworden Deine Tasche. 👌
Ich möchte mir im Herbst auch mal wieder eine Neue für die Arbeit nähen.
Mir ist das früher auch öfter passiert mit den Reißverschlüssen.
Daher benutze ich gerne das Stylefix von Farbenmix. Damit geht das einnähen ganz gut.
Ich reihe ihn aber auch oft vorher ein. 😊
Liebe Grüße und ein schönes Wochenende
Karin
Oh das ist ja wirklich eine geräumige und schöne Tasche für alles, was Frau so braucht . Das mit dem Reißverschluss kann ich gut nachvollziehen, den genau einzufädeln, ist immer ein Geduldsspiel. Für den Schlüssel ein Tipp, ich habe immer ein langes Schlüsselband daran. Das ist immer irgendwo gut zu sehen und ein Griff und du hast ihn. Liebe Grüße von Frauke
AntwortenLöschenIch finde schon, dass eine Tasche - auch wenn sie viel gebraucht wird - länger als 2 Jahre halten darf. Aber nun hattest du Gelegenheit ein neues Modell zu nähen. Schön ist sie geworden. Manchmal lohnt es sich wirklich, nicht auf das Trennmesser zu verzichten.
AntwortenLöschenLiebe Grüße
Renate
Sie sieht gut aus - deine neue Tasche. Gewundert hätte mich, wenn der Nahttrenner bei dir mal im Schubfach geblieben wäre. Bist halt konsequent und möchtest Qualität. Ist auch gut so, das Ergebnis stimmt. Übrigens mache ich es bei Taschen auch so wie Frauke es beschreibt. Da gibt es nur ein Ziehen und der Schlüssel ist draußen. LG von Rela
AntwortenLöschenEine schöne Tasche hast Du Dir genäht. Es sind sowieso immer die Besten, die mit Innentaschen nach eigenem Bedarf ausgestattet sind. Und sie sieht gut aus!
AntwortenLöschenLG
Elke