Donnerstag, 23. Mai 2024

Prism-Bom Block 3 und 4

"Ich habe das lange Pfingstwochenende, welches gefühlt, dann doch gar nicht so lang war, genutzt, um weitere Blöcke für den Prism-Bom zu nähen. Jeder Block besteht aus unheimlich vielen Einzelteilen und so ist es am Anfang immer eine Menge Schneidarbeit. Wenn so viele Dreiecke in einem Block sind, mag ich das besonders ungern, aber am Ende sieht jeder Block immer wieder schön aus. Also habe ich erst einmal viele, viele Teile zugeschnitten.

Bei diesen Blöcken habe ich es immer so gemacht, dass ich die Teile, die eigentlich 2 7/8 Inch zugeschnitten werden sollten und aus denen dann Halbquadratdreiecke werden, 3 Inch groß zugeschnitten habe. Nach dem Zusammennähen habe ich meine Teile dann getrimmt, das ist zwar noch einmal mehr Arbeit, aber es wird dann einfach exakter und die Teile passen einfach besser zusammen.
Ich habe meine Einzelteile immer gleich in Kette zusammengenäht, es waren wirklich viele gleiche Teile zu nähen (und das ist eine Arbeit, die ich überhaupt nicht mag, ich brauche Abwechslung). Aber am Ende des Montags hatte ich vier neue Blöcke für meinen Quilt fertig.
Block 3 - in einem kühlen blau und lila-Ton.

Und Block 4, der farblich ein wenig in den wärmeren Bereich geht. Beide Blöcke sind völlig unterschiedlich, aber sehr schön und in der Gesamtheit mit den bisherigen beiden Blöcken ergibt es schon jetzt ein sehr schönes Bild.
Es waren ja die leuchtend bunten Farben, die mich bewogen haben, diesen Quilt zu nähen und wenn ich meine Blöcke so nebeneinander sehe, weiß ich wieder genau, was mich damals so fasziniert hat: Diese Strahlkraft der Stoffe und Farben ist beeindruckend. Ich muss aber auch immer wieder sagen, dass ich beim Zuschneiden bisher immer gedacht habe "Naja, geht so.". Denn nur für sich genommen strahlt ein einzelner Stoff nicht so wirklich, das kommt erst in der Gesamtheit aller Stoffe miteinander.

Zwei Stoffpackungen habe ich noch zum Nähen liegen, wenn die genäht sind, kann ich weitere ordern und ich denke, dass ich den Sommer über gut mit meinem Projekt vorankomme.

Montag, 20. Mai 2024

Gewächshausquilt Block 5

Zum Glück sind die Blöcke für den Gewächshausquilt immer ganz fix genäht und so habe ich gestern den fünften Block für diesen Quilt genäht. Dieses Mal waren die Teile zum Glück nicht so winzig, wie beim letzten Block.

Die Blöcke sind immer wieder schnell genäht. Mit diesem Quilt beginnt nun die zweite Reihe, er ist sozusagen die zweite Etage des ersten Blumentopfes. 😉
Ich finde, jetzt kann man schon gut erkennen, wie der Quilt werden wird. So sehen meine bisherigen fünf Blöcke zusammen aus:




Sonntag, 19. Mai 2024

Grassiquilt

Ich hadere irgendwie ein wenig mit den Blöcken für den Grassiquilt. Ich hatte ja schon einmal geschrieben, dass ich die Blöcke auch wieder nur halb so groß nähe, ich denke, darin sind auch meine Schwierigkeiten begründet. Naja und so lagen die Blöcke erst einmal eine ganze Weile, ehe ich die Spitzen applziert hatte. 

Die ersten zwei Blöcke hatte ich schon vor ein paar Tagen fertig gestellt. Ich hatte mir noch einmal einen anderen Stoff bestellt, weil ich dachte, der passt für die Highlight besser, aber letztendlich habe ich mich dann doch dagegen und für den ursprünglichen Stoff entschieden. Der Glitzerstoff würde zwar besser zum Grassi an sich passen, aber irgendwie störte er in meinen Augen das Gesamtbild der Blöcke und so bin ich bei apricot geblieben. 

Eigentlich dachte ich, dass ich bei meinem Janequilt applizieren gelernt habe, aber die Spitzen sind wieder nicht so wirklich schön gelungen. Ich habe dann die Mittelnaht ein Stück aufgetrennt und die Spitze in der Naht versteckt. So ist sie einigermaßen spitz geworden.

Die restlichen drei Blöcke habe ich heute früh appliziert, ich stelle aber immer wieder fest, dass ich immer erst wieder "reinkommen" muss. Schwierig waren auch die halben Blöcke, also weniger das Applzieren, sondern eher das Herstellen des Teils, welches zu applizieren ist, Zwei habe ich doch glatt verkehrt herum gemacht. Wenn ich immer erst zwei, drei Anläufe brauche, um die Teile zum Applizieren vorzubereiten, wird mein Stoff wohl knapp werden... 😂

Ich habe meine fertigen Blöcke dann noch einmal ganz fest gebügelt und die Fusseln an den Rändern abgeschnitten und so sehen sie ein wenig besser aus. Allerdings ist die untere Spitze immer noch sehr knubbelig, weil da eben so viel Stoff und so viele Nahtzugaben aufeinander treffen. Mal sehen, ob ich da irgendwas finde, wie ich das besser machen kann. Sind die Blöcke erst einmal fertig, sehen sie wirklich schön aus.
Gut, die applizierten Teile sind alle ein bisschen unterschiedlich, mal ein bisschen nach rechts, mal ein bisschen nach links gebogen. Aber so ist es nun einmal. Ich denke/hoffe, dass es im Quilt trotzdem schon aussehen wird.
Die neue Anleitung ist auch schon vor einer ganzen Weile erschienen, mal sehen, wann ich dazu komme, die Blöcke zu nähen. Eigentlich wäre heute das perfekte Wetter dazu, denn im Moment regnet es gerade Bindfäden bei uns. Da bin ich wirklich froh, dass ich im Wohnzimmer trocken und warm sitze. Wobei der Regen ja gar nicht schlecht ist, denn es ist in den letzten Tagen schon wieder sehr trocken gewesen und meine Stiefmütterchen in den Balkonkästen haben sich auch über den Regen gefreut:
Gepflanzt hatte ich die Stiefmütterchen bevor ich nach Leipzig zur Prüfungswoche gefahren bin. Dann kam noch einmal ein ziemlicher Kälteeinbruch und meine Blümchen sahen ein wenig traurig aus. Nachdem ich sie aber morgens immer regelmäßig gegossen habe, haben sie sich wieder erholt und sehen nun schön aus. Und ich finde nach einem Regen sehen Pflanzen immer so schön frisch und sauber aus.
Diese Blüte sieht besonders schön aus.










Samstag, 18. Mai 2024

Nachtgesang

Habt vielen Dank für eure lieben Kommentare zu meinen beiden neuen Prism-Blöcken, zu denen bisher keine weiteren hinzugekommen sind. Die letzte Woche war ziemlich anstrengend auf Arbeit und so ist nähtechnisch alles liegen geblieben. Naja und gestern hatte ich zwar frei, aber wir waren in Leipzig. Ja, schon wieder. Dieses Mal aber einfach nur privat und ohne irgendwelchen Lern- oder Prüfungsstress.

Vor einer ganzen Weile hatten wir im Fernsehen einen Bericht über den mdr Rundfunkchor gesehen. Darin wurde unter anderem davon erzählt, dass der Chor in der Peterskirche (!), ja, genau in DER Peterskirche auftritt. Ich habe die Kirche schon erkannt, bevor in dem Bericht der Name genannt worden ist. Und schnell stand fest, wir wollen da hinfahren, wenn wieder der Nachtgesang ansteht. Eigentlich wollte ich mir das hauptsächlch wegen der Beleuchtung in der Kirche ansehen, denn als ich im Januar 2023 in Leipzig war, leuchtete die Kirche Freitag abend wunderschön blau.

Schnell hatten wir die Tickets gekauft, ein Hotel zu finden, dauerte da erheblich länger und letztendlich haben wir nur das Michaelis gefunden. Das Hotel sollte schon in der Nähe der Kirche sein, denn der Nachtgesang beginnt erst um 22 Uhr und da wollten wir nicht unbedingt noch lange zum Hotel brauchen. Wir haben dann im Michaelis gebucht und ich habe mich dann sehr darauf gefreut. Als wir gestern beim Einchecken waren, wurde ich mit den Worteen "Na, dass Sie noch einmal zu uns kommen, nachdem Sie beim letzten Mal so geschwitzt haben." begrüßt. Der Mitarbeiter an der Rezeption hatte mich tatsächlich wieder erkannt, woüber ich mich natürlich riesig gefreut habe. Er hat dann auch gefragt, ob wir schon die Ergebnisse haben und wie ich abgeschnitten habe. Aber da musste ich ihn leider enttäuschen, die bekommen wir erst Ende Juli.!

Wir hatten ein sehr schönes Zimmer bekommen und dieses Mal fand ich die Matratze gar nicht so hart.

Wir sind dann mit der Straßenbahn ins Zentrum gefahren und ich habe Steffen im Schnelldurchlauf das gezeigt, was ich im Laufe der Präsenzphasen lieben gelernt habe. Natürlich waren wir an der Pinguin-Milchbar und habe dort Pistazieneis gegessen. Die Stadt war sehr voll, denn es war Weinfest und Wave-Gothic-Treffen. Das war auch der Grund, warum es so schwar war, ein Hotelzimmer zu bekommen.

Ich hatte mir im Vorfeld ziemlich genau überlegt, was ich Steffen zeigen wollte und das haben wir auch alles gemacht. Wir haben uns dann auch einfach treiben lassen, es war ein wunderschöner Nachmittag. Auf dem Weg zum Hotel sind wir dann - wie sich das gehört - an der Peterskirche vorbei gegangen. Steffen konnte das nicht verstehen, schließlich sind wir abends doch sowieso da. Aber ich habe mich nicht beirren lassen! Das muss schließlich so!

Gegen halb zehn sind wir dann zur Kirche gegangen, das Konzert fing um 22 Uhr an. Es war ein a capella-Konzert. Wir haben beide keine Ahnung vom Chorgesang, aber wir waren total ergriffen davon, es war wunderschön.
Und ja, die Kirche war wieder traumhaft schön ausgeleuchtet. Das Konzert hat uns so sehr begeistert, dass wir noch einmal mit Katharina zum Nachgesang wollen. Ich kann es gar nicht so recht in Worte fassen: Der Gesang hat die gesamte Kirche ausgefüllt und selbst nachdem er verklungen war, hallte er noch nach. Zu Beginn standen die Frauen links und die Männer rechts und es war wie ein Zwiegesang zwischen beiden, als ob sie miteinander kommunizieren. Ich habe mich auch immer gefragt, ob das, was der Dirigent gemacht hat, Auswirkungen auf den Chor gehabt hat, wird es ganz sicher haben. Für mich ist das völlig unverständlich, aber ich habe davon auch keine Ahnung. Ich fand es einfach nur schön. 

Dreimal im Jahr findet der Nachtgesang in der Peterskirche statt. Die Karten sind eigentlich kostenfrei, lediglich eine Reservierungsgebühr von 5 Euro muss man zahlen. Es soll erreicht werden, dass sich alle das Konzert leisten können. Nach dem Konzert sind wir dann noch einmal um die Kirche herumgegangen und habe die schöne Atomsphäre genossen und ja, es sah wieder so schön aus, wie damals im Januar.
Es war einfach nur wunderschön, auch Steffen hat es sehr gut gefallen. Und so werden wir in einem Jahr wieder nach Leipzig fahren und mit Katharina in das Konzert gehen. Ich freue mich schon sehr darauf!


Montag, 13. Mai 2024

Prism Bom - Block 2

Letztes Jahr im Juli (oh je) hatte ich ja zum ersten und letzten Mal über den Prism Bom mit den wunderbaren Stoffen von Jason Yenter berichtet. Über den ersten Block bin ich - aus den bekannten Gründen - nicht hinaus gekommen. Und so habe ich mir dieses Projekt für "nach dem Fernstudium" mit auf die Liste gesetzt und so habe ich gestern die nächsten zwei Blöcke genäht.

Bei dem zweiten Block gab es unheimlich viele Dreiecke, vor denen hatte mir ein wenig gegraut, aber es ging besser, als erwartet. Die Dreiecke wurden aus Quadraten geschnitten, das bietet sich bei solch vielen Dreiecken auch an.  Allerdings ist es hier so, dass die Quadrate am Ende nicht passend geschnitten werden müssen, sondern gleich in der richtigen Größe genäht werden. Bei vielen anderen Anleitungen ist es so, dass solche Teile größer genäht und am Ende getrimmt werden. Ich finde immer, dass das besser ist und so überlege ich, ob ich bei den nächsten Blöcken einfach ein wenig größer zuschneide, um die Teile am Ende auf die wirklich richtige Größe zu bringen, denn es sind doch immer ein paar Abweichungen dabei.

Wieder fiel mir auf, dass die Stoffe für sich gesehen, gar nicht eine solchte Strahlkraft haben, dies kommt erst durch das Zusammenspiel aller Stoffe im fertigen Block. Diese zwei Blöcke sind gestern entstanden:

Mit diesem Projekt möchte ich nun voran kommen und so werde ich versuchen, diese Woche noch ein oder zwei Lieferungen zu nähen.


Donnerstag, 9. Mai 2024

Jetzt aber!

Eigentlich wollte ich ja schon vor ein paar Tagen von meinen ersten Blöcken für den Vestaquilt berichten, aber immer wieder kamen mir meine Gedanken dazwischen, ich bin in's Erzählen gekommen und damit vom eigentlichen Thema abgekommen. Aber so ist das eben und so richtig schlimm ist das ja auch nicht. 

Im April habe ich nicht wirklich viel genäht, die erste Monatshälfte ging noch rum mit Lernen und dann den Prüfungen, die zweite Monatshälfte... tja... da fühlte ich mich irgendwie... ...verloren. Ich wusste mit mir nicht so recht was anzufangen. Kam ich von der Arbeit nach Hause, dachte ich, prima, ist noch Zeit, setzt dich erst einmal an deine Bücher und lernst. Fiel mir dann ein, dass das ja nun nicht mehr notwendig ist, war ich planlos. Ich fühlte mich wie ein kleiner Fisch im großen Ozean, ohne Orientierung. Es war ein wirklich seltsamer Zustand, hatte ich mich doch so, so sehr auf die Zeit nach meinem Fernstudium gefreut und schon Nähpläne geschmiedet. Umgesetzt habe ich bisher nicht einen einzigen davon.

Inzwischen habe ich mich dann aber doch daran gewöhnt, an die guten Dinge gewöhnt man sich ja zum Glück relativ schnell und so habe ich am letzten Mittwoch mal wieder was genäht. Steffen war zu Walpurgis arbeiten und kam erst mitten in der Nacht nach Hause und damit ich ihn schlafen lassen kann, hatte ich Dienstag Abend schon Vorkehrungen getroffen und mal wieder meine kleine Wohnzimmernähmaschine in's Wohnzimmer getragen (ja, sie steht dort leider nicht mehr, denn im August mussten wir ja, als Johannes wieder eingezogen ist, Platz für Johannes' Schreibtisch schaffen und da musste die Nähmaschine eben auch weichen).

Ich hatte Mittwoch früh auch eine Weile Ruhe und konnte so (endlich!) die ersten Blöcke für den Grassiquilt nähen. Ich habe mich ja entschieden, auch diese Blöcke, wie beim Gewäschhausquilt, nur halb so groß zu nähen. Mein Quilt soll ein Wandquilt werden, da ich ihn ja mit dem Grassimuseum in Verbindung bringe, passt meiner Meinung dazu nur ein Wandquilt und kein großer Kuschelquilt.

Insgesamt werden vier ganze und zwei halbe Blöcke genäht, das heißt, es sind immer wieder viele gleiche Teile zu nähen. Das ist eigentlich was, was ich überhaupt nicht gern mache, ich brauche eigentlich Abwechslung beim Nähen. Aber was soll's und so habe ich fleißig Blöcke genäht.

Es hat mal wieder richtig Spaß gemacht, morgens im Wohnzimmer zu sitzen und zu nähen. 😍Als ich die ersten fertigen Teile nebeneinander gelegt habe, habe ich erst überlegt, ob die Stoffwahl die richtige war, denn die Farben sind schon ziemlich ähnlich. Nachdem ich die Teile dann aber zurückgeschnitten und in der richtigen Reihenfolgen aneinander gelegt habe, war ich mir sicher, dass ich doch die richtigen Stoffe ausgesucht habe. 
Man kann gut erkennen, in welche Richtung der Block geht. Das Zusammennähen war ein ziemliches Gefriemel, da doch sehr viel Stoff auf sehr wenigem Raum zusammenkam. Und warum sich meine Blöcke dann so gewölbt haben, weiß ich nicht.
Vielleicht war in dem Block wegen des Papiers, welches ja beim Nähen noch drin ist, zu viel Spannung? Ich weiß es nicht.
Der Frust war jedenfalls ziemlich groß und ich habe die Blöcke erst einmal ein paar Tage mit Nichtachtung gestraft. 😂Hat sie aber nicht sonderlich beeindruckt, sie blieben so gebogen. Nachdem das Papier entfernt war, sah es schon besser aus. Sicher hilft kräfig mit Dampf bügeln auch weiter.
Nun muss ich auf die Spitzen noch die Form applizieren. Das wollte ich von Hand machen, bin mir da nun aber nicht mehr so sicher, ob mir das gelingt, denn an den Spitzen trifft ja sehr viel Stoff aufeinander und ob mir da dann das Applizieren so richtig gut gelingt? Ich denke, da werde ich noch eine Weile drüber nachdenken. Die zweite Anleitung ist letzte Woche auch schon erschienen. Vielleicht nähe ich auch erst die Blöcke und überlege dann, wie ich appliziere. Dann werde ich auch sehen, ob ich dabei bleiben kann, die Blöcke nur halb so groß zu nähen oder ob sich das im Laufe der Zeit immer mehr als ungünstig erweist.

Sonntag, 5. Mai 2024

ein sonniger Sonntag

Als das Ende meines Fernstudiums nah war, habe ich mir ja einen Quilt für meine To-Do-Liste für danach genäht. Ich bin nun immer dabei, meine Liste abzuarbeiten, den Tisch vor dem Fenster habe ich dann doch wieder abgebaut, um dann festzustellen, dass mir der Platz doch irgendwie fehlt. Also haben wir einen kleinen Tisch gebaut. So habe ich Platz, der Tisch steht aber nicht unbeweglich vor dem Fenster. 

Auch ein Schubfach habe ich bereits sortiert, das war allerdings eher aus der Not heraus. Als ich meine Feuerblume nachgequiltet habe, habe ich gesucht, ob ich noch das passende Garn von damals habe. Naja und da musste ich also notgedrungen das gesamte Schubfach mit den Garnen ausräumen. Und wenn sie schon einmal alle aussortiert sind, kann ich sie auch gleich vernünftig einsortieren.
Das sieht jetzt wieder sehr schön aus. Allerdings ist es bei den Schubladen etwas schwierig, an die hinteren Garne zu kommen. So ganz ideal sind diese Schubkästen nicht. Aber egal.

Heute habe ich einen weiteren Punkt meiner Liste abgearbeitet. Wir waren in Halberstadt zum Fußball. Steffen war als Schiedsrichter dort angesetzt und ich bin mitgefahren, denn den Trainer hatte ich in der letzten Saison bei mir in der Staffel und ich musste mir das Vertrauen hart erarbeiten. Als die Saison zu Ende ging, hatten wir ein sehr gutes, freundschaftliches Verhältnis und wenn wir uns jetzt beim Fußball treffen, freuen wir uns beide immer sehr. Über seinen whatsapp-Status habe ich immer verfolgt, wie seine Mannschaft gespielt hat und das wollte ich mir gern einmal vor Ort ansehen und so bin ich mit Steffen mitgefahren. Es war ein sehr interessantes Fußballspiel und es ist schön anzusehen, wie die Kleinen (D-Junioren) schon so tollen Fußball spielen.
Es ist natürlich auch ein Unterschied zwischen meinen Mannschaften im Kreis und der Verbandsliga (bei den D-Junioren die höchste Klasse im Land) zu sehen.

Nach dem Fußballspiel haben wir uns noch die Liebfrauenkirche in Halberstadt angesehen. Die Liebfrauenkirche ist eine der wenigen erhaltenen viertürmigen Basiliken aus der Zeit der Romanik in Mitteldeutschland. Auch sie wurde im zweiten Weltkrieg stark zerstört.  Zum einen wollte ich mir die Kirche ansehen, zum anderen war in der Kirche eine Ausstellung mit Plastiken und Zeichnungen von Ernst Barlach. Und so haben wir beides miteinander verbunden. Die Ausstellung gefiel mir sehr gut, die Plastiken waren beeindruckend, besonders gut hat mir die Kräutersammlering gleich am Eingang gefallen.
Die Kirche selbst hat aber auch ein Highlight zu bieten: Die Chorschranken aus der Zeit um 1200. Stuckfiguren der Apostel, Maria und Christus als fast lebensgroße Reliefs mit wunderschönen Details. Besonders schön ist die Maria.
Ich habe mich dann noch an den Aufstieg auf den Turm gemacht. Das muss ich leider immer allein machen, da Steffen Höhenangst hat und die sich mit dem Alter verstärkt. Er weiß ja gar nicht, was er da immer verpasst. Ich hahbe solch eine schöne Aussicht vom Turm gehabt. Die Sonne schien, aber der Himmel war bewölkt, was, wie ich finde, immer besonders schöne Fotos ergibt. Viel schöner, als wenn der Himmel einfach nur blau ist.
Links ist der Dom und rechts die Martinikirche zu sehen, getrennt durch den Steg des Fensterturms der Liebfrauenkirche. Ich finde, das hat schon etwas beeindruckendes.
Es war ein wunderschöner Tag, ich habe mal wieder gemerkt, dass wir in einer tollen Gegend wohnen und dass es oftmals die Kleinigkeiten sind, die einen Tag schön werden lassen. Und morgen werde ich dann von meinen Blöcken für den Vestaquilt berichten (das wollte ich eigentlich schon gestern und auch heute machen, aber immer kamen andere Gedanken dazwischen.).

Samstag, 4. Mai 2024

Zwei Jahre

Vor fast genau zwei Jahren hatten wir Karten für den Friedrichstadtpalast, um uns dort die damalige Show "arise" anzusehen. Eigentlich wollten wir mit unserer ganzen Familie dorthin fahren, aber bekanntlich kam es ja anders: Steffen lag wegen der Krebsoperation und der Krankheit, die man nicht aussprechen kann, Wochen im Krankenhaus und ich war auf mich allein gestellt. Damals stand meine ganze Welt Kopf und ich hatte seinerzeit überlegt, die Karten einfach verfallen zu lassen. Aber es war ja damals Katharinas Geburtstagsgeschenk und was bringt es denn, etwas Schönes nicht zu machen? Davon wäre Steffen keine Minute schneller gesund geworden und so hatte ich wenigstens etwas, wovon ich gezehrt habe.

Ich weiß gar nicht, was mich dazu bewogen hat, im letzten Jahr zu gucken, ob es im Palast eine neue Revue gibt? Vielleicht habe ich auch Werbung dafür bekommen? Ich kann es nicht mehr sagen. Aber das ist auch nebensächlich, denn es gab tatsächlich wieder eine neue Grand Show und so haben wir wieder Karten für uns gekauft. Gern wären wir wieder zu Katharinas Geburtstag gefahren, aber als ich die Karten bestellt hatte, konnte man nur bis April Karten kaufen und so haben wir eben Tickets für den 27. April bestellt. Die großen Kinder haben sich uns angeschlossen und so haben wir tatsächlich einen richtigen Familienausflug daraus gemacht. Eine Karte war über und so haben wir meine Tante eingeladen, uns zu begleiten. Es war ein wunderschöner Nachmittag.

Und weil ich immer ein wenig sentimental bin, habe ich das Kleid angezogen, welches ich mir vor zwei Jahren extra für diesen Tag genäht hatte.

Einzig auf die roten Schuhe habe ich verzichtet, denn die sind zwar so schön rot und ich habe sie geliebt, aber sie sind vorn einfach zu eng. Ich habe sie seitdem auch nicht mehr angehabt, was aber nicht heitßt, dass sie nicht mehr im Schrank stehen. Und irgendwann finde ich ganz sicher rote Schuhe, die mir so richtig, richtig gut passen und die zu allen Sachen gut aussehen.

Die Show war wieder sehr schön, die Kostüme beeindruckend, die Akrobatik und die Tänze umwerfend, es war ein wunderschöner Nachmittag. Wir haben wieder günstige Karten gekauft, dieses Mal saßen wir direkt vor der Bühne, mehrfach habe ich meine Familei gefragt, ob wir wirklich richtig sitzen, denn dass wir in der ersten Reihe sitzen, war mir gar nicht bewusst. Auch wenn wir einen Teil der Show nicht so gut sehen konnten, konnten wir den Rest alles sehr gut sehen. Der Vorteil, wenn man sehr weit vorn sitzt, ist, dass man die Darsteller gut sehen kann und auch die Einzelheiten der Kostüme kann man sehr gut sehen. So haben wir zum Beispiel sehen können, dass eine Sorte Kostüme aus Stoff mit Wendepailetten genäht war. 

Vor der Show hatten wir noch ein wenig Zeit und sind noch ein klein wenig rumgebummelt. Auf der Brücke, auf der ich vor zwei Jahren allein ein Foto gemacht habe, haben wir dieses Mal ein Bild von uns dreien gemacht.
 
Zwei Jahre liegen zwischen diesen beiden Bildern. Und was für zwei Jahre waren das, turbulente ohne Ende. Links hatte ich das Fernstudium gerade begonnen, rechts hatte ich es gerade beendet. Links sind meine Haare länger, rechts kürzer und sicher auch ein wenig grauer als links (wenn da keine künstliche Farbe drauf wäre). Links bin ich noch voller Zweifel, ob ich das Fernstudium schaffen kann, rechts weiß ich: Ich kann! Zwei Jahre, in denen es bei uns wieder viele Höhe und Tiefen gab, aber wir haben es geschafft, sind auf unserem Weg vorangegangen und haben Steine aus dem Weg geräumt oder, wenn das nicht machbar war, sind wir drüber geklettert; haben unser Kind wieder einziehen lassen, haben beide Jungs auf ihrem abbiegenden Weg in's Berufsleben begleitet und sie (nachdem wir uns daran gewöhnt hatten) bestärkt, ihrem Herzen zu folgen und eben doch abzubiegen, begleiten Kahtarina auf ihrem Weg zum Großwerden (bei Mädchen anders als bei Jungs, hätte ich nie gedacht). Eben das ganz normale Leben.
 
Und wenn ich einnmal dabei bin, zurückzuschauen, so kann ich auch sagen, dass wir am Montag die Nachricht bekommen haben, dass sich Steffens Turmormarker nun in einem akzepablen Bereich von 5 bewegen (im Gegensatz zu 44 noch im Februar). Das war wohl die schönste Nachricht für  uns. Und ich bin zuversichtlich, dass wir die magische Grenze von 2 auch noch erreichen werden!