Sonntag, 5. Mai 2024

ein sonniger Sonntag

Als das Ende meines Fernstudiums nah war, habe ich mir ja einen Quilt für meine To-Do-Liste für danach genäht. Ich bin nun immer dabei, meine Liste abzuarbeiten, den Tisch vor dem Fenster habe ich dann doch wieder abgebaut, um dann festzustellen, dass mir der Platz doch irgendwie fehlt. Also haben wir einen kleinen Tisch gebaut. So habe ich Platz, der Tisch steht aber nicht unbeweglich vor dem Fenster. 

Auch ein Schubfach habe ich bereits sortiert, das war allerdings eher aus der Not heraus. Als ich meine Feuerblume nachgequiltet habe, habe ich gesucht, ob ich noch das passende Garn von damals habe. Naja und da musste ich also notgedrungen das gesamte Schubfach mit den Garnen ausräumen. Und wenn sie schon einmal alle aussortiert sind, kann ich sie auch gleich vernünftig einsortieren.
Das sieht jetzt wieder sehr schön aus. Allerdings ist es bei den Schubladen etwas schwierig, an die hinteren Garne zu kommen. So ganz ideal sind diese Schubkästen nicht. Aber egal.

Heute habe ich einen weiteren Punkt meiner Liste abgearbeitet. Wir waren in Halberstadt zum Fußball. Steffen war als Schiedsrichter dort angesetzt und ich bin mitgefahren, denn den Trainer hatte ich in der letzten Saison bei mir in der Staffel und ich musste mir das Vertrauen hart erarbeiten. Als die Saison zu Ende ging, hatten wir ein sehr gutes, freundschaftliches Verhältnis und wenn wir uns jetzt beim Fußball treffen, freuen wir uns beide immer sehr. Über seinen whatsapp-Status habe ich immer verfolgt, wie seine Mannschaft gespielt hat und das wollte ich mir gern einmal vor Ort ansehen und so bin ich mit Steffen mitgefahren. Es war ein sehr interessantes Fußballspiel und es ist schön anzusehen, wie die Kleinen (D-Junioren) schon so tollen Fußball spielen.
Es ist natürlich auch ein Unterschied zwischen meinen Mannschaften im Kreis und der Verbandsliga (bei den D-Junioren die höchste Klasse im Land) zu sehen.

Nach dem Fußballspiel haben wir uns noch die Liebfrauenkirche in Halberstadt angesehen. Die Liebfrauenkirche ist eine der wenigen erhaltenen viertürmigen Basiliken aus der Zeit der Romanik in Mitteldeutschland. Auch sie wurde im zweiten Weltkrieg stark zerstört.  Zum einen wollte ich mir die Kirche ansehen, zum anderen war in der Kirche eine Ausstellung mit Plastiken und Zeichnungen von Ernst Barlach. Und so haben wir beides miteinander verbunden. Die Ausstellung gefiel mir sehr gut, die Plastiken waren beeindruckend, besonders gut hat mir die Kräutersammlering gleich am Eingang gefallen.
Die Kirche selbst hat aber auch ein Highlight zu bieten: Die Chorschranken aus der Zeit um 1200. Stuckfiguren der Apostel, Maria und Christus als fast lebensgroße Reliefs mit wunderschönen Details. Besonders schön ist die Maria.
Ich habe mich dann noch an den Aufstieg auf den Turm gemacht. Das muss ich leider immer allein machen, da Steffen Höhenangst hat und die sich mit dem Alter verstärkt. Er weiß ja gar nicht, was er da immer verpasst. Ich hahbe solch eine schöne Aussicht vom Turm gehabt. Die Sonne schien, aber der Himmel war bewölkt, was, wie ich finde, immer besonders schöne Fotos ergibt. Viel schöner, als wenn der Himmel einfach nur blau ist.
Links ist der Dom und rechts die Martinikirche zu sehen, getrennt durch den Steg des Fensterturms der Liebfrauenkirche. Ich finde, das hat schon etwas beeindruckendes.
Es war ein wunderschöner Tag, ich habe mal wieder gemerkt, dass wir in einer tollen Gegend wohnen und dass es oftmals die Kleinigkeiten sind, die einen Tag schön werden lassen. Und morgen werde ich dann von meinen Blöcken für den Vestaquilt berichten (das wollte ich eigentlich schon gestern und auch heute machen, aber immer kamen andere Gedanken dazwischen.).

5 Kommentare:

  1. Liebe Viola, da hast du recht, du wohnst in einer schönen Umgebung. Es gibt so viel in Deutschland zu sehen und die Entfernungen sind (relativ zu unseren) nicht weit.
    Aufräumen gehört wohl zum Nähen. Den ganzen Morgen schon will ich mich aufraffen um in meinem Nähzimmer etwas Ordnung zu schaffen. Dein Post hat mich jetzt richtig animiert!;-)
    LG Ursula

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  2. Natürlich wohnen wir schön. Egal ob im Harz , im Norden oder im Thüringer Wald. Man muss sich nur aufmachen, um die schönen Stellen zu finden. Ich muss keine Flugreisen in ferne Länder machen. Das Schöne liegt so nah. LG von Rela

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  3. Liebe Viola,
    ich bin vor vielen Jahren mal in Halberstadt gewesen, die Barlach-Ausstellung war damals natürlich nicht. Ich mag seine Plastiken auch sehr.
    Einen feinen Schubkasten hast Du jetzt! Hier geht es im Nähzimmer aktuell nicht wirklich voran, der Garten ruft im Frühling so laut.
    LG
    Elke

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  4. Liebe Viola,
    deine Berichte lese ich sooo gerne. Dein Schubkasten sieht sehr gut aus! Eine Barlach-Ausstellung habe ich mal in Hamburg gesehen und mir gefallen seine Arbeiten immer wieder. Deine Bilder von Halberstadt sind sehr schön und informativ.
    LG Marianne

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  5. Einen wunderschönen Ausflug hast du gemacht. Es gibt wirklich so viel zu entdecken.
    LG Renate

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