Sonntag, 9. Februar 2025

Mein Gewächshaus

Am ersten Februar-Wochenende überkam es mich und ich wollte gern mein Gewächshaus fertigstellen. Vielleicht lag es auch daran, dass ich das fertig geheftete Top nun so oft hin- und hergeräumt habe, dass ich es einfach fertig haben wollte. Also habe ich im Wohnzimmer meine Nähmaschine aufgebaut und mich daran gemacht, den Quilt zu quilten. Zuerst hatte ich keine so rechte Idee, aber je länger ich daran gearbeitet hatte, umso besser lief es. 

Ich habe beim Quilten kein großes Heckmeck gemacht und überaus kunstvoll gequiltet, sondern einfach versucht, die Pflanzen und Töpfe durch das Quilten zu betonen. Aufwändig war es, weil ich immer wieder durch die Streben des Gewächshauses unterbrechen musste. Aber irgendwann war ich dann mit dem Quilten fertig und konnte dann das Binding und den Tunnel annähen. Und ich muss sagen: ER SIEHT RICHTIG SCHÖN AUS!!!

Gut war es, dass ich meine Blöcke um 50 % verkleinert habe, so habe ich einen Wandquilt in einer wirklich sehr schönen, passablen Größe.
 
Wie immer ist das Quilting von der Rückseite her fast besser zu erkennen, als von vorn (wobei der Quilt auf dem Foto noch nicht ganz fertig ist):

Und noch ein paar Detailaufnahmen des Quilts:
Ach ja, das war ein schönes Projekt, die Blöcke waren relativ schnell genäht und so konnte ich immer mal zwischendurch einen Block nähen (im letzten Jahr war ich ja bis April  noch mit dem Fernstudium beschäftigt). Auch wenn die Fertigstellung gedauert hat und ich während des Projekts wieder in's Stocken geraten bin, ist der Quilt fertig geworden und das doch relativ zeitnah nach dem Ende des Projekts. Hach, ich freue mich!

Samstag, 8. Februar 2025

Die Sammlung wächst

Habt vielen lieben Dank für eure lieben Kommentare zu meinen letzten Beiträgen, ich habe mich sehr darüber gefreut. 

Valomea hatte mich mit ihrem Kommentar, dass es sicher toll wäre, den gelben Gelmerodaquilt neben dem Kalenderblatt zu sehen, auf eine Idee gebracht. Ich bin ja nicht so der Typ, der seine Quilts Menschen präsentiert, die damit nichts zu tun haben und so habe ich erst ein wenig überlegt, ob ich es wirklich mache. Aber dann dachte ich mir, warum eigentlich nicht und wenn es den Chef stört, nehme ich ihn wieder ab. Also habe ich nach einem Quilthänger gesucht. Steffen ist im Bastelladen in Wernigerode fündig geworden und da wir ja nun seit ein paar Tagen Februar haben, hängt der gelbe Quilt nun in meinem Büro auf Arbeit.

Ich will mich jetzt nicht selber loben, aber ich finde schon, dass mir der gelbe so richtig gut gelungen ist. 😊

Da ich den Quilt passend zum Kalenderblatt ja immer am ersten Tag des Monats fertig haben "muss", muss ich immer im Voraus arbeiten und so habe ich schon an dem Quilt für März gearbeitet. Im März ist auf dem Kalender das Bild "Der Schläfer Julia" abgebildet. Es ist auch ein sehr schönes Bild und ich habe mich farblich an Julia orientiert. Es ist immer ein wenig schwierig, nach einem Foto die Farben auszusuchen, denn manchmal sind sie doch anders wiedergegeben. 

Es war gar nicht ganz so einfach, passende Stoffe zu finden, einzig der Stoff für die Uhr war einfach, denn die sollte leuchtend gelb werden. Bei den anderen Stoffen bin ich im Farbschema der Person geblieben, allerdings habe ich mich eher für hellere Stoffe und mehr grün entschieden.
Noch sind meine Kisten mit den handgefärbten Stoffen von Martina gut gefüllt und ich kann farblich sozusagen aus dem Vollen schöpfen. Und es gibt sogar Stoffe, die noch nicht angeschnitten sind. Damit hätte ich jetzt nicht gerechnet, da ich ja auch viele Stoffe für den Heimatquilt verwendet habe. Ich habe es dieses Mal so gemacht, dass ich das Papier vorher entfernt habe, bevor ich Turm und Dach zusammengenäht habe und ich muss sagen, das ging wirklich gut, besser, als wenn das Papier noch drin ist. So konnte ich die Stoffübergänge gut prüfen und anpassen.
Genäht war der Quilt relativ schnell, dann musste ich ihn aber erst einmal beiseite legen, denn ich wollte auch diesen Quilt gern bestempeln und hatte mir noch ein weiteres Stempelset bei Judith bestellt. Sie entwirft die Stempel selbst und hat eine riesige Auswahl an Motiven. (Ich kennzeichne das sicherheitshalber als Werbung, auch wenn ich die Stempel natürlich kaufe). Das Set musste dann erst angefertigt werden und so dauerte es ein paar Tage, ehe ich weitermachen konnte. Nachdem dann die Stempel kamen, musste ich mir erst noch farbige Stempelkissen bestellen, denn nur mit einer Farbe sahen die Motive nicht gut aus, denn es waren keine Unterschiede zu sehen.


Bevor ich den Quilt aber wirklich bestempelt habe, habe ich erst getestet, ob es mir auch wirklich gefällt:
Gestern kamen dann die Stempelkissen und dann habe ich all meinen Mut zusammengenommen und - nachdem die Stempelei auf einen Blatt Papier gut aussah - meinen Quilt bestempelt. Zwischendurch habe ich immer wieder gebügelt, damit fixiert man die Farbe und neu gestempelt. Erst war ich zaghaft und habe nur ein paar Bäume an der rechten Seite probiert, aber irgendwie war das noch nicht rund und so kamen links auch noch welche hinzu.

Die Bäume habe ich dann noch gequiltet und noch einen Baum in den Vordergrund gesetzt und so gefiel mir mein Märzquilt gut.
Der Quilt ist ganz anders als die bisherigen, aber das finde ich gerade sehr spannend. Ich habe auch überlegt, die künftigen Quilts ein wenig zu verzieren, nicht nur mit dem Quilten. Ich muss mal gucken, was mir da noch so einfällt.

Dann habe ich auch noch den Juliquilt vom letzten Jahr genäht. Im Juli war ich ja mit Jonathan in Aue zum Fußball und wollte seitdem einen Quilt in Aue-Farben nähen. Stoffe dafür habe ich auch gefärbt. Es sollte ein schönes lila werden, welches ich für den Quilt verwenden wollte. Damit ich auch wirklich die richtigen Farben verwende, habe ich die extra auf ein Trikot gelegt und geguckt, welche passend sind.

Ich hatte es zuerst nicht für möglich gehalten, aber die Stoffe, die ich dann verwendet habe, waren alle aus meinem Stoffabo, ich hätte also gar kein lila färben müssen. Aber gut, haben ist immer besser als brauchen. Bei diesem Quilt habe ich mir letztendlich selbst eine Challenge gestartet, denn ich habe mir überlegt, den Quilt nur aus drei unterschiedlichen Lilatönen zu nähen. Diese Idee kam mir beim Nähen. Und ich muss sagen, das hat auch Spaß gemacht und es war eine Herausforderung.

Diesen Quilt habe ich ganz besonders gequiltet, im unseren Bereich habe ich ein Aue-Motiv eingequiltet und im Himmelbereich habe ich mich sozusagen selbst verewigt:


Das habe ich aber nicht gemacht, um mir selbst zu huldigen (ok, ich gebe es zu, so ganz schlecht finde ich es nicht, dass die meinen Namen verwenden 😂), sondern weil es in Aue am Stadion steht:
Nun ist also auch der Juliquilt vom letzten Jahr fertig. 
Ich müsste glatt mal in meiner Sammlung gucken, ob nun alle Monatsquilts genäht sind. Ein Zusatzmonatsquilt steht noch aus, ich möchte noch immer einen in Mohnrot und Kornblumenblau nähen (Juni). Genäht habe ich schon einen in sommerlichen Farben, aber so ganz entsprach er dann doch nicht meiner Vorstellung. Ich glaube, der ist auch irgendwie blogmäßig untergegangen... 😐

Mittwoch, 5. Februar 2025

Ich habe es getan!

Lange habe ich mit mir gerungen und mich sozusagen dagegen gestemmt und gewehrt, aber nun habe ich es getan. Es fiel mir nicht leicht und ich habe lange überlegt, aber es musste sein: ICH HABE SPÜLIS ENTSORGT! Jawoll! Schweren Herzens.


Ich glaube, die haben nun wirklich ihre besten Tage hinter sich und so habe ich sie dann auch wirklich entsorgt. Ähm, ja, ich gebe zu, dass ich bei dem ein oder anderen überlegt habe, ihn wieder in den Schrank zu tun, sooooo kaputt sind sie ja dann doch nicht. 😂

2009 (?) habe ich bei einer Geburtstagsliste den ersten gestrickten Spüllappen geschenkt bekommen, den ich fälschlicherweise zuerst für einen Topflappen gehalten habe. 


Gut, ich fand den "Topflappen" etwas dünn, nachdem ich dann aber erfahren habe, was es tatsächlich ist, war meine Liebe entfacht. Und die hält bis heute an. Ich liebe meine gestrickten Abwaschlappen. Leider habe ich selber so gar kein Talent dafür, die zu stricken und so muss ich immer gucken, ob gerade welche bei Kleinanzeigen angeboten werden. Ein paar habe ich dort auf der Beobachtungsliste gehabt, aber so richtig gefallen hat mir keiner.

Und so war es doch irgendwie ein Wink des Schicksals, als ich kürzlich bei Este auf dem Blog las, dass sie Spüllappen strickt, um ihre Garnreste zu reduzieren. Also habe ich sie angeschrieben und gefragt, ob ich vielleicht ein paar Spülis bekommen könnte und ja, ich kann. Ihr glaubt gar nicht, wie sehr ich mich darüber freue, denn sie sind einfach schön und so farbenfroh. Da macht das Abwaschen oder Tisch abwichen gleich doppelt so viel Spaß.

Gestern hat mich der Brief erreicht, nach dem 18-Uhr-Tag ist so schöne Post eine besonders große Freude. Eingewickelt waren sie in tollem grünen Papier, passen zu den Lappen:
Der grün-rosa-gelb-blau-bunte Lappen ist mein Favorit, dicht gefolgt von dem grünen... Ach, eigentlich sind alle wunderschön. Und ich freue mich wie verrückt darüber.
Liebe Este hab nochmals vielen lieben Dank dafür, Du hast mir eine große Freude gemacht (und meiner Familie auch, denn so konnte ich doch einige der kaputten entsorgen... 😉).

Sonntag, 2. Februar 2025

Mannheim

Am Donnerstag waren Steffen und ich unterwegs. Anfang Dezember hatte ich von einer Ausstellung in der Kunsthalle Mannheim gelesen und die erschien mir interessant. Da Katharina in der letzten Woche ja eigentlich mit ihrer Freundin und deren Eltern in Ägypten gewesen wäre, hatten wir überlegt, in eben dieser Woche einen Ausflug nach Mannheim zu planen. Wir hatten uns entschieden, mit dem Zug zu fahren, von Göttingen fährt ein ICE nach Mannheim, man muss nicht umsteigen. Das ist für mich ein Argument, mit dem Zug zu fahren, sonst ist das so eher nicht  meins. Auf Grund des gebrochenen Fußes musste der Urlaub für Katharina ja ausfallen und so haben wir überlegt, ob wir unsere Fahrt absagen sollen. Aber sie meinte, wir sollten ruhig fahren, sie bleibt gern allein.

Und so haben wir uns also am Donnerstag auf den Weg gemacht, allerdings später, als wir eigentlich wollten und so war unsere Ankunftszeit laut Navi in Göttingen um 8.11 Uhr, um 8.16 Uhr fuhr unser Zug. Als ich das gesehen hatte, hatte ich schon gar keine Lust mehr, überhaupt lozufahren. Wir haben unseren Zug geschafft, trotz des Staus vor Göttingen, es war aber tatsächlich sowas von knapp, dass wir auf dem Bahnsteig nicht einmal gucken konnte, wo denn der Waggon ist, in dem wir unsere Plätze haben. So kam es, dass wir im Waggon 7 eingestiegen sind und bis in Waggon 1 durch den Zug laufen mussten.

Es hat aber dann alles gut geklappt und die Zugfahrt war entspannt. Das einzige Problem war, dass wir hungrig waren (wir hatten in Göttingen auf dem Bahnhof kurioserweise keine Zeit mehr, was zu Essen zu kaufen) und das Bistro war ganz am anderen Ende des Zuges. Nein, wir wollten nicht noch einmal durch den halben Zug laufen. Also haben wir bis Mannheim gewartet und uns dann am Bahnhof erst einmal was zu essen geholt, bevor wir uns auf den Weg zur Kunsthalle gemacht haben.
Die Kunsthalle kommt erst einmal als großer Klotz daher, hat aber im Inneren eine Leichtigkeit, die der äußerer Anblick nicht unbedingt vermuten lässt. Vor 100 Jahren war dort eine Ausstellung zur "Neuen Sachlichkeit", die wohl maßgeblich diesen Begriff mit geprägt hat. Zum hundertjährigen Jubiläum wurde das Thema der Neuen Sachlichkeit erneut aufgegriffen und die damalige Ausstellung neu aufgelegt, aber auch neu aufbereitet. Die Ausstellung war echt spannend und interessant. Wieder gab es einen Audioguide und wir hatten dieses Mal sogar daran gedacht, die Kopfhörer für's Handy mitzunehmen. So war es viel angenehmer, die Audios zu hören.

Auch in dieser Ausstellung ist es mir wieder aufgefallen, dass die ersten Räume brechend voll waren, die Ausstellung war sehr gut besucht, in die zweite Etage, wo die Ausstellung fortgesetzt wurde, hatten sich aber die wenigsten Besucher verirrt. Ich frage mich immer wieder, warum das so ist, im Barberini ist mir das auch schon immer wieder aufgefallen.
 
Die Kunsthalle hat mich mit ihrer Bauweise unheimlich beeindruckt, überall gab es Durchbrüche und Sichtachsen, auch in den Ausstellungsräumen. Das fand ich sehr gut.
Von neuen Teil der Kunsthalle gab es einen Übergang zum Jugendstilgebäude. Ich habe dem keine große Bedeutung beigemessen, aber als wir dann in diesem Gebäudeteil waren, war es einfach nur Wow! So etwas Schönes:




Dieser Teil des Gebäudes war für mich der Schönste, auch wenn der Neubau seinen Reiz hatte. Wir haben uns dann auch noch die Dauerausstellung angesehen und standen plötzlich vor einem Gemälde von Feinigner, in der Kunsthalle hängt ein Bild aus der Halle-Serie. Das war mir nicht bewusst und ich habe mich sehr darüber gefreut.

Nach unserem Besuch in der Kunsthalle sind wir noch ein wenig durch (das Zentrum?) von Mannheim gebummelt, haben uns die Christuskirche angesehen, leckeren Kuchen gegessen und die ungewöhnlichen Straßennamen bestaunt.

Zunächst hatten wir mit dem Wetter noch richtig Glück, die Sonne strahlte mit uns um die Wette. Als wir dann aber im Café saßen zog es sich immer mehr zu und dann fing es doch noch an zu regnen. Dieser Umstand und weil wir ja doch sehr zeitig aufgestanden sind, hat dann dazu beigetragen, dass wir dann irgendwann Richtung Bahnhof zurückgegangen sind und dort auf unseren Zug gewartet haben. Ich hätte mir gern den Neckar und den Rhein angesehen, denn ich fand es faszinierend, dass eine Stadt zwischen zwei so großen Flüssen liegt, aber das können wir ja ein anderes Mal machen.

Es war ein schöner Tag, der Besuch in der Kunsthalle sehr schön, die Ausstellung ist absolut sehenswert und dass dort ein Feiniger hängt, setzte dem Ganzen noch die Krone auf. Am Ende waren wir dann aber beide froh, als wir wieder im Zug nach Hause saßen, denn es war auch extrem anstrengend.