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Donnerstag, 2. Januar 2020

Nun bin ich auf Rosen gebettet

Ihr Lieben, habt vielen Dank für eure lieben Kommentare zu meinen letzten Beiträgen. Ja, ihr habt vollkommen Recht: Schließt sich eine Tür, geht irgendwo eine neue auf. Und ja, so ist es ja auch. Dass ich mit dem Wetterquilt aufhöre, heißt ja nicht, dass ich nichts mehr nähe. Nein, ich habe ja einen Plan. Ja, ja, gedanklich beschäftige ich mich schon gaaaanz intensiv mit "Meiner Heimat". Allerdings möchte ich vorher noch den Wetterquilt und meinen Flanellquilt beenden, damit ich mich dann ganz der Heimat widmen kann.

Meinen Rosenquilt habe ich Silvester fertig gemacht. Zunächst wusste ich nicht, wie ich meinen Quilt quilten sollte. Ich habe es dann mit Klaudia gehalten und ganz einfach nur die Quadrate umrundet. Zwischendurch habe ich getestet, ob der Quilt auch gerade hängt. Er hängt gut und so habe ich weiter gemacht. Ich habe dann noch überlegt, ob ich auf die Kreuzungspunkte der Sashinstreifen noch Rosenknöpfe aufnähe. Wenn mir so richtig schöne Knöpfe über den Weg laufen, werde ich das wohl machen. Da ich im Moment keine habe, kann ich auch keine annähen. 😂

Das Binding und den Tunnel habe ich dann Silvester Abend angenäht. In den letzten Jahren habe ich Silvester immer einen Quilt genäht.

Wie man auf dem unteren Foto sehen kann, sind die Rosen auch schon gewässert. Auf dem Tisch stand ein Glas Selter von Katharina und das habe ich mit den Quilt umgekippt. Ehe ich aber realisiert habe, dass die Selter gerade über meinen neuen Quilt läuft, hat es eine Weile gedauert. 😓Naja, war ja nur Wasser und am nächsten Morgen war es dann auch wieder ohne Flecken getrocknet.
Am 1. Januar haben wir dann einen schnellen Ausflug gemacht, da habe ich meinen Quilt mitgenommen, um ein schönes Foto zu machen. Auf Facebook hatte ich gelesen, dass der Blaue See so gut wie leer sein soll. Das wollte ich gern sehen und so haben wir uns auf den Weg gemacht. Und ja, der Blaue See ist wirklich fast leer. Ich bin mit den Kindern einmal durch den See gelaufen. Das war schon ein komisches Gefühl.


Auf diesem Foto kann man ganz gut erkennen, bis wohin normalerweise das Wasser steht. Durch Risse im Kalkuntergrund versickert das Wasser im Herbst und Winter, im Frühjahr füllt sich der See wieder. So leer habe ich den See noch nie gesehen, nun bin ich aber auch noch regelmäßig im Winter da. Ich kann mich noch erinnern, dass der See, als ich Kind war, auch mal sehr leer gewesen ist. Da hieß es immer, dass durch den Bergbau irgendwie der Zulauf  "gekappt" worden ist. Ob es das gewesen ist, weiß ich nicht mehr, so wurde es seinerzeit erzählt.
Als Kinder sind wir oft dort zum baden gewesen. Meinen Geburtstagsblogquilt habe ich seinerzeit auch am Blauen See fotografiert. Da gibt es aber im Blog nur Bilder vom Quilt, nicht vom See...
Der Blaue See am 31.8.2014
Ich bin gespannt, ob und wie weit sich der See im Frühjahr wieder füllt. Im Frühjahr ist das Wasser leuchtend blau.
Der Blaue See am 01.04.2018
Vor ein, zwei Tagen wurde in den Nachrichten gesagt, dass das Sachsen-Anhalt wieder das trockenste Bundesland im letzte Jahr war, wie auch schon in den Jahren zuvor. Vielleicht ist der See deswegen diesen Winter so sehr leer. Ich hoffe, er füllt sich wieder.
Der Blick auf allen drei Bilder geht in die gleiche Richtung, wenn auch aus unterschiedlichen Perspektiven. Auf den beiden Wasserbildern ist der Felsen jeweils unter Wasser.

Allerdings konnte ich am Blauen See kein schönes Foto machen, also sind wir weiter gefahren. Im Winter ist es ja mit dem natürlichen Licht etwas schwierig, zumal wir auch erst am Nachmittag losgefahren sind. Auf dem Weg Richtung Todtenrode ist ein kleiner See, da haben wir angehalten und ich habe mit Katharina schöne Fotos gemacht. Also sie hat fotografiert und ich habe den Quilt gehalten.
Auf diesem Foto sieht es richtig eisig aus, als ob wir richtigen Winter haben. Haben wir leider nicht, aber der See war etwas überfroren.
Und dieses Foto hat die schönen Farben dank des Bildbearbeitungsprogramms auf meinem Handy bekommen. Der Filter nennt sich "Morning Glory" und ich finde, das Bild hat was... 😍

Sonntag, 18. Februar 2024

Der blaue See im Frühjahr

Vom blauen See habe ich ja schon das ein oder andere Mal geschrieben. Kürzlich hatte ich auf Facebook Bilder gesehen, wonach er wieder schön türkisfarben ist. Im Frühjahr ist der See durch das klare Wasser leuchtend blau, im Sommer durch die im See vorhandenen Algen grün. Vor vier Jahren war der See zum Jahreswechsel komplett ausgetrocknet, so dass wir hindurch gehen konnten. Heute wiederum war der See so gut gefüllt, dass er übergelaufen ist, das habe ich seit meiner Kindheit nicht mehr gesehen.

Es ist ein so unheimlich schönes Gefühl, den See wieder gut gefüllt zu sehen, einfach schön. Wir sind oberhalb des Sees lang gegangen und von dort sah es am allerschönsten aus. 

Die hellen Stellen im Foto sind Felsen, die sonst, auch wenn der See gefüllt ist, nicht unter Wasser sind. Auf dem unteren Bild kann man auch gut erkenne, wie voll der See momentan ist:

An der Stelle, wo das Pferd im Wasser seht, läuft der See über.
 

Das schöne Wetter und den Ausflug habe ich auch gleich genutzt, um meine letzten beiden Gelmerodaquilts zu fotografieren. Das war allerdings gar nicht so einfach, denn es weht doch ein ziemlicher Wind, der es liebte, mit meinen Quilts zu spielen.

Als erstes wäre da mein Februarquilt, den ich ja in den Farben der Pfeilerhalle im Grassimuseum genäht habe. Dazu passend wollte ich gern im Art-Déco-Stil quilten. Allerdings war das gar nicht so einfach, denn die Motive sind symmetrisch und das passte irgendwie nicht wirklich zu meinem Quilt. Also habe ich meine Quiltlinie parallel gesetzt, um wenigstens die Symmetrie aufzugreifen. Im oberen Teil der Kirche habe ich wie eine Palme oder ähnliches gequiltet. Dieses wurde mir auch oft auf den Seiten für Art-Déco-Elemente angezeigt.

Bei meinem Augustquilt habe ich mich endlich getraut, freihand zu quilten. Überlegt hatte ich das schon oft, aber ich habe es mir wegen der handgefärbten Stoffe nicht getraut. Bei meinem Heimatquilt, den ich ja auch aus den handgenähten Stoffen genäht habe, hatte ich so oft das Problem, dass meine Maschine Stiche ausgelassen hat. Daher hatte ich Sorgen, dass das auch passieren könnte, wenn ich die handgefärbten Stoffe freihand quilte. Aber, wenn ich es nicht teste, dann kann ich es nicht wissen, also habe ich es gewagt und meinen Augustquilt freihand gequiltet.
Auf dem Foto ist das Quilting gut zu erkennen und bisher ist dieser Quilt mir der liebste. Und meine Maschine hat nicht einen einzigen Stich ausgelassen, also kann ich bei den künftigen Gelmerodaquilts ruhig wieder mutig sein.

Montag, 18. März 2024

Gelmeroda im März

Momentan machen im Netz viele Fotos vom Blauen See in seiner leuchtenden türkisen Farbe die Runde. Der Parkplatz und die Straße sind am Wochenende voll von parkenden Autos, von überall her scheinen die Besucher zu kommen. Ich wollte auch schon immer noch einmal zum Blauen See fahren und ihn in richtig türkis sehen, aber bislang hat uns der volle Parkplatz davon abgehalten. Wenn ich so etwas sehe, möchte ich es genießen können und meine Ruhe haben (hört sich jetzt bös an, ich weiß), aber der volle Blaue See ist für mich mit so viel Glück verbunden, das möchte ich in aller Ruhe und Stille genießen. Am Sonnabend war es dann noch einmal soweit, gleich frühmorgens bin ich losgefahren und gegen halb neun waren Katharina und ich fast ganz allein dort. Und es war unheimlich schön.

Ja, es ist ein Naturschauspiel und immer wieder schön anzusehen, erst recht, nach den vielen Jahren der Trockenheit, in denen der See recht leer war. 

Der See gab den Anstoß für einen weiteren Gelmerodaquilt. Den Märzquilt werde ich in braun, grün und weiß nähen, diese Farben verbinde ich mit dem beginnenden Frühjahr, direkt nach dem letzten Schnee. Der Quilt in türkis soll ein zusätzlicher Quilt werden, mit dem habe ich aber angefangen. Gleich nachdem wir am Sonnabend wieder zu Hause waren, noch vor dem Frühstück, habe ich geguckt, ob ich ausreichend Stoffe in türkis habe:
Als ich den letzten Quilt genäht hatte, war ich ja der Meinung, dass ich nun endlich das Programm verstanden habe, denn die Vorlage wurde tatsächlich so ausgedruckt, wie ich die Teile nummeriert habe. Diese Version habe ich gespeichert und dachte, dass ich den Schnitt dann auch wirklich wieder so ausdrucken kann, aber Pustekuchen: Es war wieder alles durcheinander. Ich verstehe es nicht! Zum Glück hatte ich beim letzten Mal die Datei gleich zweimal gedruckt, so konnte ich jetzt darauf zurückgreifen (ich habe die Vorlage aber kopiert, schließlich klappte das Drucken ja nicht so, wie ich es mir vorgestellt hatte.
Leider bin ich mit meinem Quilt Sonnabend nicht fertig geworden, sonst wäre ich nämlich Sonntag früh gleich noch einmal zum Blauen See gefahren und hätte ihn fotografiert. So ist er erst Sonntag Nachmittag fertig geworden und da es schon recht später Nachmittag war, war ich zuversichtlich, dam Blauen See einen Parkplatz zu bekommen. Ich hatte mich extra farblich passend gekleidet, schließlich sollte alles stimmig sein:

Aber, was soll ich sagen: Keine Chance, weder vor noch nach dem Eisbecher. Na gut, dann eben nicht.

Aber ich wäre nicht ich, wenn ich es nicht noch einmal probiert hätte. Heute nach der Arbeit habe ich meinen Quilt und mein Stöckchen eingepackt und Steffen und ich sind noch einmals losgefahren und wir fahren fast allein dort. Der See lag ganz glatt dort, fast wie ein Spiegel, es war keine einzige Bewegung auf dem Wasser zu sehen. Das war fast noch schöner als am Sonnabend, denn da war es windig und es regnete auch immer wieder ein bisschen.

Und guckt doch mal, WIE perfekt mein Quilt zum See passt, wie dafür geschaffen:

Samstag, 15. April 2023

"Hattu Möhrchen..."

Eigentlich ist Ostern ja erst eine Woche her, mir kommt es vor, als wären seit dem schon wieder Wochen vergangen. Es kommt mir auch gar nicht so vor, als hätten wir gerade erst vier Tage frei gehabt. Die Zeit rennt nur so...

Am Osterwochenende waren auch Johannes und Henni da und ich freue mich dann immer, weil Johannes und ich dann "Küchendienst" haben. Johannes kocht gern und mit ihm macht es Spaß zu kochen (auch wenn er die Küche ein wenig ordentlicher hinterlassen könnte... ...aber man kann nicht alles haben).

Ein paar Tage vor Ostern hatten wir im Fernsehen einen Bericht darüber gesehen, dass Eier auch mit natürlichen Sachen gefärbt werden könnten. Spontan kam mir die Idee, Eier mal anders zu färben. Allerdings habe ich mir nur beim Färben mit Kurkuma die Anleitung komplett durchgelesen und gedacht, bei allen anderen Färbematerialien ist es auch so... War aber nicht so. 😂

Ich muss jetzt noch schmunzeln über meine Blauäugigkeit. Nun ja, wir haben uns dann für Ostereier in einem gelben Farbschema entschieden.
Die gelben Eier sind wirklich richtig schön geworden und Kurkuma färbt richtig gut (sogar meine Schüssel). Die brauen Eier haben wir mit schwarzem Tee gefärbt, auch das ging gut. Guckt man genau hin, kann man auf den hellen Eiern ein wenig blau und grün erkennen. Aber ich war total enttäuscht von meinen Ostereiern. So wirklich hat es mir aber keine Ruhe gelassen, denn warum sollte es bei uns nicht funktionieren, was bei anderen geklappt hat.

Also habe ich mir doch nicht nur die bunten Bildchen angesehen, sondern die Anleitung in aller Ruhe gelesen: Man braucht ca. 1/3 Kopf Rotkohl (nicht  nur die äußeren Blätter), den man sehr fein raspeln muss (in grobe Stücke reißen reicht also nicht), das ganze muss dann über eine lange Zeit kochen (ähm, zehn Minuten reichen also nicht). Mehr Fehler als wir kann man wohl nicht machen. 

Da wir am Sonntag sowieso Rotkohl essen wollten, haben wir also einen zweiten Versuch gewagt. Und siehe da: Rotkohl färbt Ostereier himmlisch blau.
Im nächsten Jahr werde ich es erneut versuchen, Ostereier mit Naturfarben färben, dann werde ich es allerdings besser planen und nicht so spontan machen.

Zum Osteressen am Sonntag gab es Gulasch und selbstgemachten Rotkohl. Es war sehr lecker und damit es so richtig gut wird, haben wir auch noch Schokoeis und Eierlikör selber gemacht. Das schönste am Eierlikör machen, ist immer das rühren, schließlich muss ich ja dann immer kosten, ob der Likör schon die richtige Konsistenz hat. 😂

Da wir Ostersonntag acht Personen waren, konnte ich meine neuen Tischsets gut verwenden und damit den Tisch decken. Für jeden hatte ich noch eine kleine Möhre genäht, in die ich ein gefärbtes Ei und einen kleinen Schokohasen gesteckt hatte.
Die Idee zu den Möhren bekam ich von Astrid, mit der ich AMC tausche, denn sie hatte mir eine Möhre mitgeschickt. Ich habe dann im Netz nach der Anleitung gesucht und neun Möhren genäht.
Nachdem der Besuch wieder weg war, haben Steffen, Katharina und ich einen Osterspaziergang gemacht. Naja, genau gesagt, sind wir erst gefahren und haben dann einen Spaziergang gemacht. Im Frühjahr ist der blaue See bei Hüttenrode eigentlich sehr schön blau. Zum Jahreswechsel 2019/2020 war er so leer, dass wir komplett durchgehen konnten. Nun wollte ich gern wissen, ob der See inzwischen wieder Wasser hat und ob er vielleicht sogar wieder seine typische Farbe hat.
Ja, er hat wieder Wasser, im Gegensatz zu 2019, sogar wieder richtig viel. Wenn man aber bedenkt, wie voll der See sonst war, ist es noch immer sehr wenig Wasser...
Ich hoffe, dass der See irgendwann wieder voll sein wird. Auch wenn Ostern anstrengend war, so war es doch schön, besonders gefreut hat es mich, dass am Sonntag zum Essen fast alle da waren, die inzwischen zu unserer Familie gehören, das war ein schönes Gefühl. 😍

Sonntag, 21. Mai 2023

Unser Kurz"urlaub" Ende April Teil II

Hier kommt nun der zweite Teil meines Berichts über unseren Kurzurlaub Ende April. Am Sonntag stand die Konfirmation unseres Neffen an. Es war ein schöner Tag und es war schön, alle mal wieder zu treffen.

Die kleine Kirche kannte ich schon von der Einschulung unseres mittleren Neffen. Schon damals fand ich die Fenster hinter dem Altar, besonders das Leuchten faszinierend. Ich dachte ja wirklich, dass das rote Leuchten allein von der Sonne kommt, aber mein Schwager sagte mir, dass das mit Lampen angestrahlt wird.

Die Feier war sehr schön, nach dem Gottesdienst sind wir dann wieder zurück zu meiner Schwester gegangen und dann zum Restaurant gefahren. Dort haben wir dann ganz viel und ganz lecker gegessen und einen Spaziergang gemacht (der Klassiker bei Feiern...).
Nach dem kleinen Spaziergang gab es noch leckeren Kuchen (schade, dass ich noch vom Mittag so satt war, dass ich nur eine Sorte probieren konnte, die sahen alle sowas von lecker aus). Anschließend haben wir den Tag bei meiner Schwester ausklingen lassen.

Ich war vor einer Weile mit meinen Eltern Sachen für die Konfirmation kaufen und dabei lief mir doch ein pinkes Kleid über den Weg, in welches ich mich ad hoc verliebt habe. Ich habe es dann anprobiert
(Ja, ich zeige das Foto aus der Kabine, damit ihr sehen könnt, wie spontan ich mich verliebt habe... 😂) und sofort entschieden, dass ich das Kleid haben möchte. Und ich muss sagen, ich fühle mich darin so wohl.

Ich liebe mein Kleid und freue mich schon auf den nächsten Anlass, zu dem ich es tragen werde. 😍

Am Montag hieß es dann schon wieder Abschied nehmen. Den Plan, uns Esslingen anzusehen, haben wir verworfen, da wir dann wieder über die Autobahn bei Stuttgart hätten zurückfahren müssen und da dort auf de Hinfahrt in Richtung nach Hause ein Riesenstau war, haben wir unseren Plan geändert und entschieden, wir gucken uns Ulm an. Einen Stau wollte ich unbedingt vermeiden. Einer von Ramonas Gästen hat uns den Blautopf bei Blaubeuren empfohlen, das lag auf dem Weg  nach Ulm. Also haben wir dort angehalten.

Blaubeuren ist eine hübsche kleine Stadt, ich denke, an normalen Werktagen ist dort auch ein wenig mehr Leben in der Stadt.
Die Kirchturmspitze gehört zur Klosteranlage in Blaubeuren. Auch das wollten wir uns noch ansehen, aber zuerst wollten wir den Blautopf "suchen"...
Wir sind dann einfach den Schildern und Menschen gefolgt und sind dann zur Hammerschmiede gekommen. Hübsch sah es dort aus. Und viele Menschen zog es dorthin, es waren auch viele Radfahrer unterwegs, von denen leider einige überhaupt kein Verständnis dafür hatten, dass Fußgänger auf der Straße gingen. Meine Güte, wenn einfach jeder ein bisschen Rücksicht nimmt und sich nicht als das Nonplusultra ansieht, ist es für alle einfacher...
Hmm, ja, das Wasser ist sehr klar, aber blau? Na gut, der Blaue See ist ja auch nur im Frühjahr blau, also will ich mal großzügig sein.
Wir haben dann überlegt, ob wir eine Runde um den kleinen See herum gehen und haben uns dann - zum Glück - dafür entschieden, denn dann war das strahlende Blau zu sehen:
Schon hinter der schönen Lau war das Blau des Sees zu erkennen.
Selbst heute, wenn ich den Beitrag schreibe, kommt wieder das Gefühl von Glück und Erstauntsein und Zufriedenheit in mir hoch. Es war wunderschön und faszinierend zugleich.
Wir sind dann zum Kloster gegangen und haben uns das angesehen.
Schon der Hof war einladend, aber wir wollten uns gern das Kloster selbst ansehen.
Als erstes haben wir den Kreuzgang und die Deckengestaltung gesehen:
Vom Kreuzgang konnten wir dann auch in den Kreuzgarten gehen, von dem ein Teil als Apotheker- und Klostergarten angelegt ist.
Während des Rundgangs kann man noch verschiedene Räume besichtigen und vieles über die Klosteranlage erfahren. So war zum Beispiel der Tagesablauf und der Speiseplan in früheren Jahrhunderten dargestellt. Froh war ich, dass ich zur heutigen Zeit lebe, ich weiß nicht, ob mir Brotsuppe so gut geschmeckt hätte.

Den absoluten Höhepunkt aber bildeten der Hochaltar, das Chorgestühl und die Decke im Chorraum. Wir sind durch einen Seiteneingang gekommen und haben daher zunächst den Hochaltar entdeckt.
Beeindruckend ist auch das Deckengewölbe im Chorraum. Um das anzusehen, steht im Chorraum ein Spiegel, so kann man die Decke sehen, ohne sich verrenken zu müssen.
Der gesamte Chorraum wird vom Chorgestühl eingenommen. Dieses fand ich persönlich fast noch beeindruckender als den Hochaltar.



Irgendwann hieß es dann aber doch Abschied nehmen, schließlich mussten wir noch eine ganze Weile fahren und wollten ja auch noch in Ulm anhalten. Bevor wir Blaubeuren aber verlassen haben, habe ich noch meinem eigentlich allerliebsten Urlaubshobby gefrönt:
Dem kann ich einfach nicht widerstehen.
Eigentlich wollte ich von Ulm in diesem Beitrag noch mit schreiben, aber irgendwie ist er jetzt schon länger geworden, als ich geplant hatte. Daher gibt es von unserem Kurzurlaub noch einen dritten Teil. ;-)