Mittwoch, 10. Dezember 2025
10. Dezember
Wintertrost
Martin Greif
Welche Wandlung über Nacht
Hat den Wald beschlichen,
Braun noch gestern, sieht erwacht
Er sein Haar verblichen.
Eis in langen Zapfen hängt
Rings von alles Ästen,
Weiß der Silberbart sich mengt,
Mit des Laubes Resten.
Wohl, Natur in solchem Bilde
Mahnt sie an das Alter,
Wäre nicht der Winter mild
Auch ein Welterhalter.
Lasse dort die Eiche, grau,
Näher dich belehren:
Rieselt erst des Frühlings Tau,
Wird das Grün ihr kehren.
2 Kommentare:
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Ein schön gesticktes Vögelchen. Und ein mir bisher unbekanntes Gedicht. Ich freue mich immer über deine täglichen AMCs, sie sind so vielseitig. LG von Rela
AntwortenLöschenLiebe Viola,
AntwortenLöschendas ist ein sehr schönes Gedicht, das ich nicht kannte.
Hab eine schöne Adventszeit!
Elke