Weihnachten
Martin Greif
Ein Bäumlein grünt im tiefen Tann,
das kaum das Aug erspähen kann,
dort wohnt es in der Wildnis Schoß
und wird gar heimlich schmuck und groß.
Der Jäger achtet nicht darauf,
das Reh spring ihm vorbei im Lauf
die Sterne nur, die alles sehn,
erschauen auch das Bäumlein schön.
Da mitten in des Winters Graus,
erglänzt es fromm im Elternhaus,
wer hat es hin mit einem Mal
getragen über Berg und Tal?
Das hat der heilge Christ getan.
sieh dir nur recht das Bäumlein an!
der unsichtbar heut eingekehrt,
hat manches Liebe dir beschert.
Samstag, 20. Dezember 2025
20. Dezember
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